Interview mit dem Soulsänger Mic Donet „Ich will kein unnahbarer Künstler sein“

 

Mic Donet  ist ein deutscher Soulsänger, der durch seine Teilnahme an The Voice of Germany Bekanntheit erlangte.

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nachgebloggt bedankt sich ganz herzlich für dieses Interview. Es ist nicht selbstverständlich, dass jeder sich die Zeit nimmt für ein Interview, für seine Fans, für interessierte Menschen. Wenn Dir dieses Interview gefällt, sage es gerne weiter und wenn Du noch Fragen hast, darfst Du diese gerne hier stellen.

 

Foto © Aristoteles Loukissas

Zuerst möchte ich dir ganz herzlich zum 4. Platz  in den offiziellen deutschen Albumcharts gratulieren. Ich kann mir vorstellen, dass die Zeiten jetzt noch hektischer werden und du überall heißbegehrt bist. Umso mehr danken wir dir, dass du dir die Zeit für uns genommen hast

Die meisten Leute kennen dich aus „The Voice of Germany“. Und wie es jetzt aussieht, war es genau die richtige Entscheidung für dich, daran teilzunehmen .Man konnte viele lobende Worte von dir über das Format und natürlich über Xavier Naidoo lesen.  Er bezeichnete dein Album „Plenty of Love“ unter anderem als „grammywürdig“ und genau das brachte die Sache wohl erst so richtig ins Rollen. Aber andererseits hat er die Messlatte damit richtig hochgelegt, was meinst du, ist diese Äußerung eher ein Fluch oder ein Segen für dich?

Ich denke man kann die Messlatte nicht hoch genug legen. Ich freu mich viel mehr darüber dass Xavier jemand ist, der noch große Träume und Visionen teilen kann statt sie kaputtzureden. Ich sehe das eher als zusätzlichen Ansporn. Nein, ein Fluch ist es sicher nicht.

 

Ich habe gelesen, dass du das Album, gemeinsam mit einem Freund, Aristoteles Loukissas, komplett in Eigenregie erschaffen hast. Wie müssen wir uns das vorstellen, habt ihr wirklich alles alleine gemacht? Und wurde jetzt noch irgendetwas daran geändert, oder ist es genau wie vor 3 Jahren und liegt seit dem so “in der Schublade“, wie Xavier Naidoo so schön sagte?

Ja das waren tatsächlich wir 2 Pappnasen 😉 Alles ist aus unser beider Köpfen entsprungen. Natürlich hatten wir in der Umsetzung Hilfe von fantastischen Musikern aus München und Gastinstrumentalisten aus den USA, Australien und Skandinavien. Ari ist auch selbst ein sehr guter Tastenspieler. Legendär ist z.B. das Synthsolo am Ende von What A Night! Das war ein First Take! – Nein es wurde keine Note daran verändert. Das Album ist genau so geblieben, wie damals.

 

Am 15.06. wurde „Plenty of Love“ dann endlich nach so langer Zeit und einigen Verschiebungen veröffentlicht. Wie und wo hast du diesen so besonderen Tag für dich, deine Familie, deine Freunde und deine Fans, verbracht?

Ich musste an diesem Tag schon um 4.30 Uhr auf der Matte stehen für meinen Auftritt beim Sat1 Frühstücksfernsehen. Den Tag über hatte ich dann noch einige Termine, so dass ich schon sehr früh halbtot ins Bett gefallen bin. Am nächsten Tag hatten wir dafür eine wunderschöne kleine Release Party mit meiner Band, Freunden und Bekannten im Nhow-Hotel in Berlin.

 

Seit Montag ist nun offiziell bekannt, dass das Album auf dem 4. Platz der Media Control Album Charts einsteigen ist. Es ist schon am Tag der Veröffentlichung gleich auf den 1. Platz der iTunes Charts geschossen und da auch ganze 6 Tage geblieben. Hast du damit auch nur im Entferntesten gerechnet oder hat es dich total überrascht, wie gut es ankommt?

Anfangs hatte ich ehrlich gesagt noch nicht mal mit Top 20 gerechnet. Dann nach den guten Platzierungen bei iTunes dachte ich schon an einen Top 10 Platz, aber dass es jetzt sogar unter den Top 5 gelandet ist hat mich doch sehr überrascht und ich freu mich wahnsinnig darüber.

 

Bekommst du eigentlich mit, was es für super Artikel und Rezensionen über dich und das Album im Netz gibt? Bis auf wenige Ausnahmen, ich glaube es waren 3 oder 4, wird durchweg positiv, ja sogar mit echter Begeisterung über dich geschrieben. Nicht zu vergessen die teilweise schon überwältigenden Kommentare auf deiner offiziellen Facebook Seite.

Ich habe leider im Moment kaum Zeit im Internet zu surfen aber das ein oder andere bekomme ich schon mit. Das ist wirklich unglaublich wie viel Liebe da zurückkommt. Das erfüllt mich natürlich mit Stolz und gibt mir Bestätigung, dass ich alles richtig gemacht habe. Und, dass die viele Arbeit und das „Nicht Aufgeben“ sich gelohnt hat.

 

Stichwort Fans: Es gibt wohl nur wenige Sänger, die ihre Fans, so nah an sich heran lassen. Mit den Fans über Facebook zu kommunizieren ist ja heute schon eine Selbstverständlichkeit,  allerdings nicht unbedingt auch deren Kommentare zu liken und zu kommentieren, toll das du dir die Zeit dafür nimmst. Außerdem suchst du ja auch während deiner Konzerte die direkte Fannähe. Wie man in einigen Videos sehen konnte, verlässt du sogar die Bühne und singst mitten im Publikum weiter, und natürlich bist du auch nach dem Konzert für die Fans da. Was bedeutet dir diese Fannähe?

Das ist mir sehr wichtig. Das schönste Geschenk für einen Künstler ist zu erleben wie man andere Menschen mit seiner Kunst berühren und bewegen kann. Ich will kein unnahbarer Künstler sein und keine Barrieren zwischen mir und meinen Fans. Ich bin ein Mensch, wie jeder andere auch und das soll so bleiben.

 

Auf MyVideo gibt es eine sehr schöne komplette Album-Session von dir. Es ist wirklich interessant zu sehen, wie die einzelnen Songs entstanden sind. Kannst du uns hier exklusiv für unsere Leser den Hintergrund des einen oder anderen Bonus-Track erzählen, vielleicht für „Try“ oder „Her Name“, von dem übrigens auch sehr viele absolut begeistert sind?

Ja, also „Her Name“ hat schon eine sehr lange Geschichte. Die Aufnahmen meiner Vocals sind aus dem Jahr 2005. Anfangs hatte ich sie noch auf ein anderes Instrumental gesungen. Später haben Ari und ich uns noch mal hingesetzt und einen neuen Beat darunter gebaut. „Her Name“ ist einer der wenigen Songs, die nicht aus meiner Feder stammen. Dominique Reid einem guten Freund von mir, kam eines Tages in unser Studio und meinte zu mir. Yo! I got this song written. I’d love to show it to you. Er sagte:“bitte nicht lachen ich bin kein Sänger“. Dann fing er an nervös schwitzend den Song vorzutragen 😉 Mit etwas Vorstellungsvermögen konnte man schnell hören, dass das eine starke Nummer war. Dann machte ich mich an die Aufnahmen und Dominique war überglücklich als er dem fertigen Song lauschen konnte. Seitdem fand sich aber nie die richtige Verwendung dafür. Aufs Album hat er nicht wirklich gepasst daher hatten wir die Idee ihn als Bonus Track zu veröffentlichen.

 

Es wird demnächst weitere Auftritte als Special Guest von Xavier Naidoo und auch 2 als Special Guest von Caro Emerald geben. Warum Xavier dürfte allen klar sein, aber wie kam es zu den Auftritten bei Caro?

Das kam von Caro Emerald, bzw ihrem Management selber. Die sind auf mich aufmerksam geworden und haben sich Material schicken lassen. Das hat ihnen gefallen und sie wollten mich dabei haben.

Foto © Aristoteles Loukissas

 

Im Herbst geht es dann auf  “Plenty of Love“ Tour, 12 Termine sind bekannt, wird es noch weitere geben? Wie stehen z.B. die Chancen für Hannover?

Ja es wird an weiteren Terminen gearbeitet. Die 12 stehen erstmal fest, aber es wird noch der eine oder Andere dazu kommen. Es könnte auch Stuttgart oder Hannover sein, aber sicher ist das noch nicht.

 

Du hast eine neue Band am Start. Ist das jetzt deine eigene feste Band und wird die dich auch auf der Tour begleiten?

Ja, das ist jetzt meine feste Band. Wir suchen gerade noch nach einem Namen für die neue Truppe. Diese Band hat ein unglaubliches Potential! Jedes einzelne Mitglied ist hochtalentiert motiviert und einzigartig. Wir haben eine sehr gute Energie zusammen und natürlich nehm ich sie mit auf Tour!!

 

Hast du eigentlich Lampenfieber vor deinen Auftritten, oder macht dir das als Profi, du bist ja nicht gerade unerfahren, was Live -Auftritte angeht, nichts mehr aus?

Ich denke, wenn man kein Lampenfieber mehr hat läuft irgendwas nicht richtig. Es gehört einfach dazu, ein bisschen Lampenfieber ist immer mit dabei. Besonders vor großen oder wichtigen Auftritten bin ich schon nervös, aber meistens ist das sofort weg in dem Moment, wenn ich die Bühne betrete und der erste Ton gesungen ist.

 

Wie sieht es mit einer 2. Single Auskopplung aus? Kannst, bzw darfst du uns schon etwas verraten? Die Fans warten sehnsüchtig darauf!

Es wird schon bald eine 2. Single geben. Wir schwanken noch zwischen 2 Songs.

 

Was machst du eigentlich in deiner Freizeit, und wie entspannst du dich, wenn du mal einen Moment Ruhe hast?

Im Moment gibt es kaum Freizeit, da ich von einem Termin zum anderen eile. Und wenn doch versuche ich etwas zu schlafen, da ich zurzeit nur sehr wenig Schlaf bekomme. Ansonsten treffe ich mich mit Freunden. Gute Unterhaltungen und geistiger Austausch geben mir viel.

 

Zum Abschluss noch eine Frage von besonderer Bedeutung für einige Fans. Es gibt auf Youtube ein Video, wo du den Song „Love“ singst und auf dem Klavier spielst. Besteht die Hoffnung, dass dieser Song irgendwann veröffentlicht wird, viele Fans haben gerade den auf deinem Album vermisst.

Ja, die Hoffnung besteht. Ich will den Song neu „recorden“ und dann auch veröffentlichen.

 

Möchtest du unseren Lesern und deinen Fans noch etwas mitteilen.

Ja, erstmal ein riesengroßes Dankeschön an die Fans an der „Powerfront“. Und dann möchte ich noch sagen, ihr könnt euch schon bald auf neue Musik freuen. Und es ist noch einiges geplant, lasst euch überraschen.

 

Mit wem würdest du nicht gerne in einer Sauna sitzen?

Percival Duke 😉

Gastinterview von Doris Schlüter
© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de