Interview mit dem Schauspieler Marc Philipp „Jede Rolle ist auf ihre Weise einzigartig und toll“

 

Marc Philipp ist ein deutscher Schauspieler, Synchronsprecher und Moderator.

Liebe LeserInnen,

nachgebloggt bedankt sich ganz herzlich für dieses Interview. Es ist nicht selbstverständlich, dass jeder sich die Zeit nimmt für ein Interview, für seine Fans, für interessierte Menschen. Wenn Dir dieses Interview gefällt, sage es gerne weiter und wenn Du noch Fragen hast, darfst Du diese gerne hier stellen.

Copyright: Marc Philipp | www.marc-p.com an

Model, Schauspieler, Synchronsprecher, als „was“ siehst Du Dich selbst am meisten?

Das hängt bei mir alles miteinander zusammen. Mit dem Modeln habe ich mir meine Schauspielausbildung finanziert und mache es heutzutage nebenbei immer noch gerne. Das Synchronsprechen hat sehr viel mit Schauspielerei zu tun. Du musst dich, genau wie bei Rollen im TV & Kino, ebenfalls in die Figur hineinversetzen, der du deine Stimme leihst, damit man die Emotionen allein auch durch die Stimme transportieren kann.

Gibt es einen Speziellen Moment andem Du wusstest „Ich will Schauspieler werden“?

Schon als Kind war ich, laut meiner Eltern, immer der “Entertainer“. Sei es in der Schule oder auf privaten Feiern. In der Grundschule wiederum war ich immer heiss auf das Krippenspiel zu Weihnachten, in der weiterführenden Schule war es dann die Literatur AG, in der ich meine Leidenschaft ausleben konnte. Selbst die Ausreden während meiner Schulzeit, warum ich die Hausaufgaben nicht hatte oder zu spät kam, haben die ganze Klasse unterhalten! 😉

Wie war das dann in Deinem Umfeld? Haben Dich alle unterstützt oder gab es auch welche, die gesagt haben „Das ist nur ein Traum“?

Teils teils…- meine Familie hat mich natürlich immer unterstützt und mich auch immerfort dazu ermuntert, meinen Träumen nachzujagen. Einige Freunde von damals haben meinen Wunsch jedoch nur belächelt, mir abgeraten oder mich damit aufgezogen. Genau diese “Freunde“ habe ich aus meinem Leben verbannt, weil sie mich gebremst haben.

Ich fand Dich in der Rolle des Dino Maldini in Marienhof sehr toll. Wie war das für Dich als die Serie eingestellt wurde? Hat man da als Schauspieler, wenn zeitgleich so viele Kollegen auch ohne Engagement werden Existenzängste?

Freut mich, dass ich dich unterhalten konnte! 😉 Es war sehr traurig, als der Marienhof, immerhin eine der zu dem Zeitpukt am längsten laufenden Serien im deutschen TV eingestellt wurde. Das trotz einer riesen großen Fanbase! Natürlich gab es da Existenzängste, weil wieder ein großer Schlag von Schauspielern, eben alle aus der Serie, auf dem Markt waren. Es ist mittlerweile sowieso eher ein Privileg, überhaupt drehen zu dürfen. Ich habe 2010 mal eine interessante Statistik gelesen, die hart, aber leider wahr ist. Man kann es grob auf folgende Aussage runterbrechen: Es gibt zu viele Schauspieler für zu wenig Rollen. Es ist einfach ein großer Konkurrenzkampf in dem Business. Jeder, der etwas anderes sagt, ist nicht ehrlich.

Welche Rolle hat Dir bisher am meisten Spaß gemacht?

Jede Rolle ist auf ihre Weise einzigartig und toll. Aber am meisten Spaß gemacht haben mir bislang die Rolle “Dino Maldini“ bei Marienhof, weil er einfach jeden Mist gemacht hat, den man in seinem Leben machen kann und ein Draufgänger durch und durch war. Mich würde wirklich interessieren, was er noch alles gemacht hätte, wenn es die Serie noch gäbe. Zudem hat mir auch die Rolle “Lachmann“ im gleichnamigen Kurzfilm sehr gefallen, weil ich schon immer einen Superhelden verkörpern wollte und man physisch sehr an seine Grenzen geht.

Copyright: Marc Philipp | www.marc-p.com an

Gibt es auch Projekte von denen Du heute denkst „Die hätte ich mal besser nicht gemacht“?

Nein! Zum Glück noch nicht. Ich habe von allen Projekten bislang, sei es eine große oder kleine Produktion, eine große oder kleine Rolle, immer etwas mitgenommen und man lernt, wie in fast jedem Business, in der Praxis am meisten.

Zuletzt hat man Dich in der Verbotenen Liebe gesehen, wie schwer ist es für Dich als junger Schauspieler eine Rolle zu bekommen? Gibt es da viele Rückschläge?

Wie gesagt, es ist ein wahnsinniger Konkurrenzkampf. Wenn man beim Casting ist, sitzt man mit 10 (oder oft auch mehr) Kollegen, die genau diese eine Rolle wollen. Und man fragt sich immer wieder, was man machen kann, dass man sich von denen abhebt. Leider harkt es dann aber oft auch an Kleinigkeiten. Einmal habe ich eine Rolle nicht bekommen, weil ich zu deutsch aussah, dann habe ich die Rolle nicht bekommen, weil ich zu jung aussah…das sind dann schon Rückschläge! Da kann man noch so gut sein beim Casting, wenn du nicht der Typ dafür bist, dann bist du es einfach nicht. Aber davon darf man sich nicht unterkriegen lassen, einfach weiter machen und den Blick nach vorne richten.

Was ist für die nahe Zukunft und darüber hinaus noch geplant? Wo kann man Dich als nächstes sehen?

Ich komme gerade von Dreharbeiten aus New York. Dort habe ich einen TV-Werbespot für eine Reisebüro-Initiative gedreht. Ich habe mit einem jungen, motivierten Team und Irina von Bentheim, die Synchronstimme von Sarah Jessica Parker, die für das i-Tüpfelchen in dem Spot sorgt, zusammen gearbeitet und es war ein fantastisches Abenteuer mit vielen Eindrücken und Erlebnisse. Ansonsten sind noch einige Filmprojekte und TV in Planung, die Castings laufen. Zudem habe ich in letzter Zeit einige Moderationsbuchungen von meiner Managerin erhalten und diese wohl ganz gut gemeistert. Ich denke, ich werde den moderativen Bereich noch mehr in Betracht ziehen und auch wieder mehr Werbung machen. Da ist mein Typ gerade sehr gefragt 🙂 und diese Chance nutze ich natürlich. Fazit: Alles in Bewegung und das ist auch gut so!

Gibt es etwas, dass Du gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würdest?

Da würde ich gerne eine Stelle aus dem Film “Das Streben nach Glück zitieren“, weil ich es besser nicht sagen könnte und es am eigenen Leib erfahren habe: “Lass Dir von niemanden je einreden, dass Du was nicht kannst. Wenn Du einen Traum hast, musst du ihn beschützen. Wenn andere was nicht können, wollen sie dir immer einreden, dass du es auch nicht kannst. Wenn Du was willst, dann mach es. Basta!

Mit wem würdest Du nicht in der Sauna sitzen wollen?

„Mit den Wollnys. Bis die mal ihre Kinder in die Sauna gerufen haben, war es das mit der Entspannung. Außerdem wäre es mir dann zu voll.“  😉

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de

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