Zum Weltnichtrauchertag

 

Seit 1987 gibt es den Weltnichtrauchertag nun schon und dennoch denke ich sind sich auch heute viele nicht über die Gefahren vom rauchen bewusst. Zumindest zeigen mir das Kommentare bei Facebook, bei denen einige schreiben „Heute erst recht“. Das finde ich ziemlich traurig, dass so wenig an seine Zukunft gedacht wird, denn rauchen ist nunmal gefährlich, auch wenn es solange man es tut nicht schlecht ist und man sich toll fühlt.

Ich bin jetzt kein absoluter Gegner vom Rauchen, ich selbst habe in jungen Jahren angefangen und bis vor 3 Jahren geraucht. Zuletzt etwa 40-50 Zigaretten am Tag. Was hat mich dazu bewogen aufzuhören, schließlich habe ich immer auch zuletzt gerne geraucht. Ich fand es entspannend und schön, den Rauch tief in die Lungen einzuziehen. Ich hatte aus Zufallen irgendwann mal eine Statistik im Internet gelesen, die sagte, dass etwa jeder zehnte Raucher über 45 glaube ich war es, an Lungenkrebs stirbt. Jeder Zehnte? Das war mir etwas sehr viel. Wäre zu lesen gewesen, dass jeder Tausendste stirbt, hätte ich wohl weiter geraucht, aber jeder Zehnte finde ich heftig. Sicher finden sich hier schnell zehn Leser, die diesen Beitrag lesen, Du bist einer davon, willst Du der sein von den zehn, der stirbt mit 45?

Was auch sehr interessant war, war die Tatsache, dass die Lunge bei starken Rauchern etwa 15 Jahre braucht, um sich so einigermaßen zu regenerieren. Ich war wie ich aufgehört habe 30 Jahre alt. +15 = 45, da haben wir es wieder. Bei mir kam also schon etwas Angst auf, dass ich trotz dessen, das ich gerne geraucht habe einfach mal aufgehört habe. Das Aufhören ging dann auch ohne Probleme, weil ich überzeugt davon war, dass es besser ist. Genau diese Zustand muss man haben, um ganz einfach aufzuhören. Bücher oder irgendwelche Therapien sind in meinen Augen Blödsinn, denn man kann diesen Zustand ja leicht selbst erreichen, man muss eben nur etwas nachdenken und sich bewusst machen, dass die Wahrscheinlichkeit zu sterben eben ziemlich groß ist.

Ich finde daher einen Weltnichtrauchertag gut, weil er Anlass gibt, einmal darüber nachzudenken, seinem Körper nicht doch was Gutes zu tun. Ich hoffe das der ein oder andere hier die Kraft findet über seinen Schatten zu springen und es einfach mal zu probieren. Übrigens, mir ging es nach ein paar Tagen so gut wie nie zuvor. Ich bekam deutlich mehr Lust, das Essen schmeckte ganz anders, intensiver, besser und der morgendliche Husten ist auch verschwunden. In diesem Sinne probiert es mal aus.

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de
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