Interview mit der Fotografin Irene Schaur „Die Zusammenarbeit mit Playboy ist anders als mit andren Magazinen“

Irene Schaur ist eine österreichische Fotografin.

Liebe LeserInnen,

nachgebloggt bedankt sich ganz herzlich für dieses Interview. Es ist nicht selbstverständlich, dass jeder sich die Zeit nimmt für ein Interview, für seine Fans, für interessierte Menschen. Wenn Dir dieses Interview gefällt, sage es gerne weiter und wenn Du noch Fragen hast, darfst Du diese gerne hier stellen.

 

 

Irene, gibt es eigentlich diesen einen Moment, an dem Du gewusst hast „Ich will Fotografin werden“? Oder hat sich das entwickelt?

Es gab den Moment mit 13, da stand ich vor der Entscheidung weiter ins Gymnasium zu gehen oder etwas andres zu machen. Ich wollte in einen kreativen Bereich und Fotografie hat mich interessiert. Die Arbeit in der Dunkelkammer und die Entstehung von Bildern hat mich zu diesem Zeitpunkt fasziniert. Da wäre die Wahl Matura zu machen und weiter ins Gymnasium zu gehen reine Zeitverschwendung für mich gewesen.

 

Kannst Du Dich noch an deine ersten selbst gemachten Fotos erinnern?

Die ersten Bilder die ich in der Schule gemacht habe, habe ich größtenteils noch. Es sind schwarzweiß Aufnahmen von Blättern, Tieren, Natur. Früher wollte ich immer Tierfotografin werden.

 

Mittlerweile steht Dein Name ja für zum Teil provokante erotische Bilder, die Du für Magazine wie auch den Playboy machst. Was daran, Menschen zu Fotografieren ist das faszinierende für Dich? Ist es die Erotik?

Ich denke die Faszination mit Menschen zu arbeiten liegt zum Teil in dem ständig lebendigem, nicht gänzlich berechenbarem Bild. Man weiß nie 100 prozentig was einen erwartet am Set. Viele der Models kenne ich vorher nicht und sind mir ja fremd. Da spielt Vertrauen und Sympathie bzw. Empathie eine große Rolle. Man hat eine Idee und arbeitet sie im Team aus. Jeder ist Teil eines Foto. Es ist schön, wenn das Ergebnis beeinflusst wird von den Begebenheiten und trotzdem nach meinen Vorstellungen ist.

Ich liebe extreme Locations, und Situationen. Es entstehen dadurch Bilder die unwiederbringbar sind und alle Beteiligten fordert. Die Sinne werden geschärft und alles zieht an einem Strang. Da vergisst man als Model schnell auf die Kamera und lässt sich in die Situation fallen. Ich liebe es zu provozieren und zu überraschen. Ich bediene mich der Erotik, weil es leicht ist so zu provozieren und es mich persönlich anspricht. Zwar wird es immer schwieriger durch die Übersättigung an Erotik in den Medien, dennoch findet sich immer eine Möglichkeit.

 

Wie bist Du denn dazu gekommen für solche großen Magazine die Bilder machen zu können? Sind die auf Dich zugekommen oder hast Du dich dort beworben? Wie funktioniert das?

Wenn man gerne erotische Aufnahmen macht ist der Playboy nicht weit. Ich habe mich dort beworben und überzeugen können. Die Zusammenarbeit mit Playboy ist anders als mit andren Magazinen. Es entstand schnell ein sehr offenes und freundschaftliches Verhältnis mit den Redakteurinnen und Mitarbeitern. Ich habe die Möglichkeit mich viel einzubringen mit meinen Ideen und Träume zu verwirklichen. Wenn der Auftraggeber zufrieden ist wird man auch wieder gebucht.

 

Wenn man sich einmal die Zeit nimmt und auf Deiner Homepage surft und die unendlich tollen Bilder sieht ist es für mich sehr schwer zu sagen welche mir am besten gefallen. Wie ist das bei Dir? Hast Du ein Lieblingsbild? Gibt es das eigentlich, das perfekte Bild?

Ein einzelnes Lieblingsbild habe ich nicht. Ein paar liegen mir spezieller am Herzen, seis durch die Entstehungsgeschichte oder einfach weil mir das Bild gefällt. Ein perfektes Bild für mich ist, wenn die Idee in meinem Kopf Realität geworden ist. Das empfinde ich als Befriedigung und ein gutes Bild.

 

Was ist für die nahe Zukunft und darüber hinaus noch geplant? Wo kann man Deine Bilder aktuell sehen?

Aktuell sieht man z.B. Arbeiten von mir in der Maiausgabe des Playboys mit Sophia Thomalla. Auch ein typisches Beispiel für ein etwas extremeres Shooting. Im Dezember bei minus 18 Grad nackt zu fotografieren, mit Tieren und diversen Wetterbedingungen ist nicht gerade die leichte Übung. Zeigt aber das alles machbar ist, wenn alle das gleiche wollen.

 

Mit wem würdest Du nicht in der Sauna sitzen wollen?

Mit meinem Freund und einem Victoria Secret Model 😉

  von Daniel Pietrzik | nachgebloggt | cc-by-nc 
Foto 
©Irene Schaur für Playboy 2012 / Sophia Thomalla 

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