Interview mit dem Regisseur David Brückner „Zombie- und generell Action- und Horrorfilme mochte ich schon immer“

 

David Brückner ist ein deutscher Regisseur, Cutter, Kameramann und Schauspieler.

Liebe LeserInnen,

nachgebloggt bedankt sich ganz herzlich für dieses Interview. Es ist nicht selbstverständlich, dass jeder sich die Zeit nimmt für ein Interview, für seine Fans, für interessierte Menschen. Wenn Dir dieses Interview gefällt, sage es gerne weiter und wenn Du noch Fragen hast, darfst Du diese gerne hier stellen.

 

 

David, sprechen wir direkt über „Dead Survivors“ 3 Jahre hast Du ja daran gearbeitet, erzähl mal wie die Idee entstand einen solchen Film machen zu wollen. 

Ich bin großer Resident Evil Fan und liebe die Spielereihe. Schon 1998 im zarten Alter von 10 Jahren wollte ich irgendwann mal die Introszene des ersten Spiels nachstellen. Zombie- und generell Action- und Horrorfilme mochte ich schon immer und verschlang tonnenweise davon. Seit ich 15 Jahre alt wurde, begann ich mit meinem besten Kumpel Michael Krug der übrigens der Hauptdarsteller in Dead Survivors ist erste kleine Kurzfilme mit Vaters Kamera zu drehen. Als ich die ersten größeren Nachwuchs-Filmpreise mit meinen Filmen gewonnen hatte, wusste ich sofort: Ich möchte einen Zombiefilm drehen!

 

Wie wurde der Film denn finanziert, darfst Du verraten, in welchem Bereich die Kosten lagen? 

Wir hatten einen Haufen toller Leute in der Crew wie Oliver Juhrs und Jens Nier vom Wushu Team Chemnitz die uns beim Produzieren halfen. Vor allem die genialen Stunts und Actionszenen kamen von den Jungs. Was der Film aber generell gekostet hat, darf ich hier nicht sagen … Aber ich kann jedem Nachwuchsfilmemacher ans Herz legen, das Geld nicht alles ist. Denkt euch einen guten Film aus, schnappt eure Kamera und ein Team und legt einfach los! Man braucht keine Millionen Euro um einen Film zu produzieren.

 

Der Film ist auch son bisschen eine Hommage an Resident Evil oder? 

Wie oben schon beschrieben bin ich großer Resident Evil Fan. Ich zocke jedes Spiel und mag die Charaktere und die 80er Jahre Horror-Atmosphäre. Vor allem das Realszenen Intro des ersten Teils hat mich als Kind maßgeblich beeinflusst. Ich bin kein großer Fan der Filmreihe. Ich schätze die Arbeit von Paul W. S. Anderson und der zweite Teil war sogar echt okay aber mit der Gamereihe haben die Filme nichts zu tun. Sie klauen nur die Charaktere und die Situationen und erschaffen etwas Neues. Ich hatte versucht mit Dead Survivors näher an der Vorlage zu bleiben, hier und da ein paar Anspielungen zu bringen aber die Charaktere und die Story an sich unangetastet zu lassen. In Dead Survivors gibt es massig Anspielungen und Querverweise auf Resident Evil und viele andere Horrorfilme. Der Film kann sogar als Resident Evil Fanfilm angesehen werden.

 

Der Film endet ja mit dem Satz „Das ist erst der Anfang“ dürfen wir uns also irgendwann auf einen zweiten Teil freuen? 

Unbedingt!! Sollte der Film Erfolg haben und ein Produzent mit viel Geld auf mich aufmerksam werden möchte ich sehr gerne einen Prolog zu meinem 1. Film drehen, in dem man sieht, wie das Virus ausbricht, wo es herkommt und wie die Charaktere aufeinandergestoßen sind. Es könnte auch einen zweiten Teil geben der die Story weiterspinnt. Sam Raimi hatte damals bei EVIL DEAD das Glück oder Robert Rodriguez mit El Mariachi und sie sind aufjedenfall sehr große Vorbilder.

 

Du zählst ja zu den neuen deutschen jungen Underground Filmer. Ist es ein Ziel einmal einen großen Kinofilm zu machen oder wie sind Deine Wünsche für die Zukunft? 

Zähle ich schon dazu? *lacht* vielleicht, wenn ich noch ein paar weitere Filme rausbringe. Mein Ziel ist aufjedenfall weitere Filme zu produzieren, egal ob mit einem Millionen Budget oder doch weniger. Ich liebe es Geschichten vom Papier auf die Leinwand zu bringen und werde aufjedenfall weiter machen. Solange meine Filme angeschaut werden und ein paar Leute auch Spaß damit haben werden weitere Filme kommen. Aber schlecht wäre ein größeres Budget auf keinen Fall. *lacht*

 

Was ist für Dich das schönste am Filmen? 

Mir gefällt vor allem die Teamarbeit. Mit vielen Gleichgesinnten einen Film zu drehen ist das Schönste! Ich höre mir gern von jedem Ideen und Anmerkungen an, bespreche diese und versuche darauf einzugehen. Wenn jeder Herzblut in so eine Sache einbringt kann das Endprodukt nicht schlecht werden.

 

Was wäre das Schlimmste, was in deiner Karriere passieren könnte? 

Darüber habe ich mir ehrlicherweise noch nie Gedanken gemacht. Ich denke das Schlimmste ist, wenn ich nicht mehr in der Lage bin, finanziell sowie gesundheitlich Kurzfilme sowie größere Projekte zu verfilmen. Für mich ist die Kreativität und das Filmemachen ein sehr großer Teil meines Lebens.

 

Hast Du eigentlich Vorbilder, deren Arbeit Du bewunderst, oder besonders respektierst?

Peter Jackson, Robert Rodriguez, Stanley Kubrick, Sam Raimi, Eli Roth, Quentin Tarantino und der deutsche Olaf Ittenbach sind große Vorbilder. Sie alle haben irgendwo als Independentfilmemacher angefangen und haben über die Jahre hinweg ihre Träume erfüllt. Jeder von ihnen hat mit der Homevideokamera angefangen Kurzfilme zu drehen und sie alle haben nie aufgegeben. Ich respektiere dieses Durchhaltevermögen und werde genauso versuchen immer einen Schritt weiter zu gehen, um irgendwann noch größere Filme zu machen.

 

Was ist für die nahe Zukunft und darüber hinaus noch geplant? 

Ich habe gerade mein zweites Spielfimprojekt abgedreht in dem Ich das erste Mal direkt in Englisch gedreht habe und ein professionelles Filmteam an meiner Seite hatte. Der Film ist wieder im Horror-Genre angesiedelt und wird ein klassisches Filmmonster haben. Mit der Weltpremiere rechne ich im Sommer 2012. Des Weiteren versuche ich an Filmschulen in Deutschland aufgenommen zu werden. Mal schauen, was sich daraus entwickelt. Ich will endlich an die großen Filmkameras! *lacht*

 

Gibt es etwas, dass Du gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würdest? 

Wenn ihr einen Traum habt, egal wie groß und unerreichbar er ist – kämpft dafür und lasst euch niemals unterkriegen.

 

Mit wem würdest Du nicht in der Sauna sitzen wollen? 

Mit einem frisch-faulenden Zombie, der mir ans Handtuch will. *lacht*

  von Daniel Pietrzik | nachgebloggt | cc-by-nc 

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