Nadia auf den Spuren der Liebe: Gender Bender „Leider nicht so interessant wie gedacht“

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© WDR/Mike Fröhlich

Mittwoch, 4. April 2012 | 20:15 Uhr im Ersten

Nadia Kailouli taucht ein in die Welt der ‚Gender Benders‘. Sie lernt Till und Keay kennen, die sich nicht einfach in die gängigen Kategorien ‚Mann‘ und ‚Frau‘ einordnen lassen. Beide haben die Grenzen des biologischen Geschlechts gesprengt und sind ihrem inneren Ich gefolgt. Nadia erlebt mit beiden ein Stück ihres Alltags: Sie begleitet Till an die Uni in Göttingen, wo er Geschlechterforschung studiert, während sie Keay bei ihrer Arbeit als Redakteurin eines Modemagazins in Hamburg besucht. Nadia will vor allem erfahren, was sich die beiden wünschen und wonach sie sich sehnen. Sie ist auf den Spuren der Liebe: beim Shoppen fürs Cross-Dressing, beim Bowlen für Kerle und im hemmungslosen Partytreiben der Hamburger Gay- und Drag-Szene auf dem Kiez. Kann man mehrere Menschen gleichzeitig lieben und eine Beziehung zu dritt führen? Ist Eifersucht da nicht unausweichlich? Wie fühlt es sich an, wenn man sich als asexuell bezeichnet und damit glücklich ist? Kann man dann trotzdem eine erfüllte Partnerschaft leben? Nadia versucht, die Liebe zu verstehen. Sie begibt sich dabei in aufregende Subkulturen und junge, urbane Milieus und findet dabei Menschen, die ihre Beziehungen anders leben, abseits dessen, was wir oft immer noch als ’normal‘ empfinden. Nadia erkundet dabei neugierig und behutsam die Lebenswelt der jeweiligen Liebenden. Immer sensibel, empathisch und dabei unschlagbar offen, nimmt sie uns mit auf die Spuren der Liebe im Hier und Jetzt.

© WDR/Thomas Kierok

Auf diese Dokuserie war ich echt gespannt, denn die Thematik ist sicher nicht einfach zu behandeln. Ich habe mich gefragt, wie Nadia Kailouli wohl an die Sache rangeht und war nachdem ich es gesehen habe schon etwas enttäuscht. Ich habe mit interessanten Fragen gerechnet und leider hat man Nadia angemerkt, dass sie sich häufig nicht traut Wörter in den Mund zu nehmen. Die Protagonisten um die es gingt, waren da schon freizügiger und so zumindest mein Gefühl, wollten sie mehr erzählen, als sie es schlussendlich getan haben. Mir haben da einige Fragen gefehlt, besser gesagt nach nachbohren bei einigen Antworten. Was verspricht interessant zu werden, endet in einer sanften Unterhaltung mit vielen offenen Fragen. 

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de

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