Milchgeld. Ein Kluftingerkrimi „Unterhaltsam, kommt aber nicht an das Buch heran“

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© ARD Degeto/BR/Hagen Keller, Bildmontage: dinjank

Donnerstag, 26. April 2012 | 20:15 Uhr im Ersten

Ein Gewaltverbrechen erschüttert Kommissar Kluftingers (Herbert Knaup) idyllischen Heimatort Altusried. Der Ermordete arbeitete als Betriebsleiter einer nahe gelegenen Molkerei und war verhasst, weil er knallhart den Milchpreis drückte. Davon betroffen sind die um ihre Existenz bangenden Bauern, mit denen der Kommissar gemeinsam im Blasorchester spielt. Kluftinger muss ihnen unangenehme Fragen stellen, was die Atmosphäre prompt vergiftet. Auch seine Frau Erika (Margret Gilgenreiner) ist verschnupft, weil ihr Gatte wegen dieses Mordfalls den gemeinsamen Spanienurlaub absagt. Und zu allem Überfluss stellt sein übereifriger Vater (Tilo Prückner), ein pensionierter Dorfpolizist, eigene Ermittlungen an. Während der Kommissar bei der Verfolgung eines Verdächtigen in ein ausgehobenes Grab fällt, führenKluftinger Seniors Ermittlungen zur Verhaftung der illegal beschäftigten Putzfrau des Mordopfers. Diese hat mit der Bluttat nichts zu tun, bringt den Kommissar aber auf die Spur rätselhafter Lkw-Lieferungen aus Osteuropa. Ist etwa die Russenmafia im Spiel und das Allgäu ein Umschlagplatz für den internationalen Drogenhandel? Dank seiner unnachahmlichen Zähigkeit findet der grantige Allgäu-Kommissar heraus, dass es tatsächlich um weißes Pulver, nicht aber um Rauschgift geht. Als dann noch Kluftingers Vater spurlos verschwindet, überschlagen sich die Ereignisse.

© ARD Degeto/BR/dinjank, Hintergrundbild: Hagen Keller

Es ist schon ein Weilchen her, dass ich das Buch zu diesem Krimi gelesen habe. Daher war ich umso gespannter was wohl dieser mittlerweile zweite Kluftinger Film in mir bewegen würde. Ich muss also sagen, dass ich Kluftinger anders in meiner Fantasie erstellt habe, als ihn Herbert Knaup rüber bringt. Er macht seine Sache gut, es fehlt aber das, was Kluftinger ausmacht, was echt schwer rüberzubringen ist. Das habe ich mir schon beim Lesen von dem Buch gedacht, das es eigentlich unmöglich ist Kluftinger ins Fernsehen zu bringen. Es hat also meiner Meinung nach nicht funktioniert. Dieser Film ist zwar ein unterhaltsamer Krimi, kommt aber bei Weitem nicht an die Buchvorlage ran.

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de

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