FilmMittwoch im Ersten Die Heimkehr „Eine großartige Produktion“

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© SWR/Isabell Gössele

Mittwoch, 2. Mai 2012 | 20:15 Uhr im Ersten

August Staudenmeyer kehrt nach 30 Jahren Abwesenheit als wohlhabender Mann in seine Heimatstadt Gerbersau zurück. Zunächst wird der erfolgreiche Geschäftsmann mit offenen Armen aufgenommen. Doch als er sich für die im Ort geächtete Witwe Katharina Entriß einsetzt, gerät er ins Abseits. August erkennt, dass sich die Engstirnigkeit der Gerbersauer keineswegs verändert hat. Um eine Erfahrung und um eine Liebe reicher, verlässt er die Heimat ein zweites Mal. Das Erste zeigt mit „Die Heimkehr“ anlässlich des 50. Todestages von Hermann Hesse die erste deutsche Verfilmung eines Werkes des Literaturnobelpreisträgers. Eine Dokumentation, die sich mit dem Schriftsteller befasst, läuft direkt im Anschluss an diesen Film. 

© SWR/Isabell Gössele

Eine großartige Produktion. Der Film war wirklich zu kaum einen Zeitpunkt langweilig. Lediglich am Anfang kam die Story etwas schleppend in Gang, diese berühmte Zeit, in der viele Protagonisten dargestellt werden, damit man ein Feeling für die Gemeinschaft bekommt. Herbert Knaup hat mir in der Rolle des Bürgermeisters, der ein wirkliches A… ist, sehr gut gefallen. Besonders möchte ich auch Heike Makatsch einmal hervorheben, die es geschafft hat andere Filme mit ihr vergessen zu machen. Ich hatte das Gefühl sie zum ersten Mal zu sehen, wunderbar. Auch Oliver Stokowski hat mich sehr begeistert. Eigentlich müssten alle erwähnt werden, weil niemand negativ aufgefallen wäre und man hier durchgehend eine superschauspielerische Leistung von allen gesehen hat. Im Prinzip wäre die Story bei solchen Schauspielern schon fast egal aber auch diese ist wirklich gut geworden. Klar, hier und da etwas unverständlich, weil ich einfach mit der Zeit, in der der Film spielt, nichts anfangen kann begeistert er doch. Besonders das Ende ist auf eine Art und Weise sehr erschreckend, will da gar nicht viel verraten. Es hätte meiner Meinung nach ruhig noch schlechter ausgehen können, bin ja kein Fan von Happy-End-Filmen. Insgesamt also sehr sehenswert. Viel Spaß beim Gucken.

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de