Interview mit dem Kinderbuchautor und Entertainer Christian Berg „Am Ende wird alles gut! Und wenn es nicht gut wird, ist es nicht das Ende“

Christian Berg hat die Kindertheater- und Family-Entertainment-Landschaft verändert wie kein Zweiter. Seine Versionen von Jim Knopf, Das Dschungelbuch, Petterson und Findus, Peter Pan und Pinocchio sind die meistgespielten Musicals im deutschsprachigen Raum. Ob als Kinderbuchautor (Tamino Pinguin, Monster Monstantin) oder „charismatischer Entertainer“ (Hamburger Morgenpost), Christian Berg hat sich im Laufe der Jahre, auch ohne eine ständige Fernsehpräsenz, ein großes Publikum erspielt. 2012 feiert er sein 25jähriges Bühnenjubiläum.

Derzeit ist sein aktuellstes Familienmusical „Wachgeküsst – Das Dornröschen-Musical“ mit der Musik von Konstantin Wecker auf großer Deutschlandtournee.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieses Interviews.

Christian, mit ca. 17 Jahren hatten Sie Ihren ersten Auftritt als Clown, ein ja ungewöhnlicher Berufswunsch, den Sie ja schon lange vorher hatten. Was daran hat Sie so fasziniert?

Die Clowns waren meine Antihelden, denn ich wusste damals schon, dass ich, unsportlich und ungelenk, nie zum Helden taugen würde. Aber die Clowns, die waren wie ich………

 

Haben Sie eigentlich alle bei diesem Berufswunsch unterstützt oder gab es auch Menschen in Ihrem Umfeld die „Clown werden“ für nicht ernst genommen haben?

Ernst genommen wurde ich glaube ich, ausser von meiner Familie, von niemanden, bis es dann durch OH WIE SCHÖN IST PANAMA zum Durchbruch kam. Meine Eltern haben mich unterstützt und sie haben an mich geglaubt, immer, und auch dann, wenn ich es selbst nicht mehr tat. Leider hat es mein Vater nicht mehr erleben dürfen, dass ich erfolgreich wurde.

 

Auch nachdem Sie eine Schauspielausbildung gemacht haben, haben Sie zunächst in einem Stück für Kinder mitgewirkt. „Für Kinder“ Was daran macht Ihnen am meisten Spaß? Wieso haben Sie z.B. nicht am Theater für „Erwachsene“ gespielt? War das keine Option?

Das ist eine typisch deutsche Journalistenfrage, die ich aber nicht übel nehme. Natürlich gab es Optionen, für Erwachsene zu spielen, aber es hat sich nun einmal, ich glaube nicht an Zufälle, so ergeben. Denn hätte ich nicht in zwei unsäglichen Open Air Produktionen für Kinder, am Blauen See in Ratingen, mitgewirkt, hätte ich nie die Idee gehabt, ehrlicheres Theater für Kinder und Familien zu machen, das die Zuschauer mitnimmt und mit einbezieht.

 

Die Jahre darauf sind Sie mit Ihren Kinder-Musicals bekannt geworden. Welches Musical sehen Sie eigentlich privat am liebsten?

Die größte Offenbarung ist „Billy Elliott“ in London!

 

Mittlerweile, in 2012, haben Sie Ihr 25 jähriges Jubiläum. Wenn man die Zeit noch einmal in Gedanken durchgeht, was fällt Ihnen als erstes so ein? Gibt es Momente, die Ihnen ganz besonders im Gedächtnis sind?

Immer gegenwärtig: Der Kampf ums Geld! Der ist seit 25 Jahren gleich geblieben. Ärgern tut mich besonders, dass mir Journalisten oft vorwerfen, ich hätte eine gigantische Gelddruckmaschine im Keller und würde mit meinen Musicals das große Geld verdienen. Mal ehrlich: Heute ein Theater für die Familie zu leiten und auf unserem Niveau zu arbeiten, ist ein Drahtseilakt über der Insolvenz-Schlucht.

 

Sie schreiben ja aber auch Kinderbücher, Ihr aktuelles ist „Kleines Monster Monstantin“, ist da in der Zukunft noch etwas Neues geplant?

Ich plane immer, wenn ich damit aufhöre, bin ich tot. Ja, in der Tat, es gibt Pläne für eine Neuauflage von „Tamino Pinguin“ und ein neues Buch über eine männliche Nanny.

 

Was ist darüber hinaus für die Zukunft geplant?

Dieses Jahr, wird ein Mammut-Jahr! Im Juli führen wir SCHNEEWITTCHEN urauf, dann gibt es eine Wiederaufnahme der legendären JIM KNOPF-Inszenierung und darüber hinaus, Longruns in Dresden, Hamburg, Berlin und…………. Wir werden sehen!

 

Gibt es etwas, dass Sie gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würden?

Am Ende wird alles gut! Und wenn es nicht gut wird, ist es nicht das Ende!

 

Nun aber auch schon zu meiner letzten Frage, diese stelle ich immer jedem, ein Markenzeichen, und bin sehr gespannt wie diese dann beantwortet wird: Mit wem würden Sie nicht in der Sauna sitzen wollen?

Mit Dieter Bohlen

 

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