Der Tatort aus Münster: Hinkebein „Boerne sorgt hier für den besten Lacher“

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© WDR/Martin Menke

Sonntag, 11. März 2012, 20.15 Uhr, Das Erste

Am Leichnam der Frau hat Rechtsmediziner Prof. Boerne keine Spuren von Gewalt feststellen können. Kommissar Frank Thiel von der Mordkommission übernimmt trotzdem: Denn warum ist Katja Braun fast nackt auf die Straße gelaufen und stirbt dann an Herzversagen? Bei der Kripo ist das Opfer keine Unbekannte. Früher war Katja Braun Polizistin. Jetzt weist ihr Tod Parallelen zu einem Fall auf, in dem sie selbst einmal ermittelt hatte. Eine Prostituierte war damals erdrosselt worden. Als dringend tatverdächtig galt deren Zuhälter Heinz Kock, wegen seiner Gehbehinderung in der Szene auch als »Heinz Hinkebein« bekannt. Kurz vor seiner Festnahme war er untergetaucht. Hat er sich nun an der ehemaligen Kommissarin gerächt? Oder ist Katja Brauns Tod doch mehr ihrem Alkoholproblem zuzuschreiben? Dadurch war auch das Verhältnis zu ihrem Ex-Mann Jörg Braun und zu ihrer Tochter Marie offensichtlich sehr angespannt. Derweil versucht sich eine Delegation russischer Polizeibeamten unter Aufsicht des Polizei-Pressesprechers Michael Hausner mit den hiesigen Ermittlungspraktiken vertraut zu machen

Boerne und Thiel sind eines meiner Lieblings-Tatort-Duos, was nicht immer an den Fällen liegt, sondern vielmehr wegen den tollen Dialogen zwischen den beiden. Es macht einfach Spaß, wenn beide zusammen im Bild sind. Dieser Tatort ist zudem einer der spannesten, die ich in der letzten Zeit gesehen habe, weil Boerne hier sehr nah in den Fall integriert wird und man so wieder einiges über ihn erfährt. Er sorgte dieses Mal auch für den besten Lacher, direkt am Anfang, als seine Kollegin aus Wien zurückkommt, das müsst Ihr euch anschauen, ich habe tränen gelacht. Insgesamt sehr sehenswert. Viel Spaß beim Gucken.

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de