Interview mit dem Schauspieler Philipp Danne „Ich muss dich nachts um drei anrufen können und Du kannst mir den Text rückwärts runter beten“

Philipp Danne ist ein deutscher Schauspieler.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieses Interviews.

© ARD Degeto/Carsten Schick

© ARD Degeto/Carsten Schick

Philipp, Du (hoffe das Du ist okay) hast Deine erste Rolle ja bereits mit 11 Jahren gespielt, wie bist Du denn in dieses „Schauspielersein“ reingerutscht?

Natürlich ist Du okay! Meine erste Rolle habe ich dem Umstand zu verdanken, dass meine Agentin Maria Schwarz auf der Suche nach einer Rolle für einen TV-Movie an Grundschulen gegangen ist und mich aus dem Unterricht raus gefischt hat. Kurz danach bekam ich meine erste Besetzung und einen Agenturvertrag bei Maria.

 

War dann auch sofort der Wunsch da, Schauspieler zu werden oder hast Du das in den jungen Jahren eher locker und als Spaß gesehen?

Ehrlich gesagt, war das für mich von Anfang an etwas sehr ernstzunehmendes. Meine Mutter, die dem ganzen zu Anfang aus reiner Fürsorge etwas skeptisch gegenüberstand, berichtet mir heute noch von einer Situation vor dem ersten Casting, bei dem ich Ihr „Mammi, leg mir keine Steine in den Weg.“ gesagt haben soll. Mit neun Jahren, finde ich das schon ein bisschen besonders („butterfly effect“ ?!). Nach der ersten Rolle wusste ich dann, dass das mein Berufswunsch ist und hatte auch von da an nie wider eine Motivation etwas anderes zu werden.

 

2009 hab ich gelesen, hast Du an der Seite von Heiner Lauterbach gespielt hast, wie ist das für einen jungen Schauspieler? Hat man da eigentlich sehr viel Respekt oder begegnet man sich professionell beruflich?

Respekt hatte ich von Anfang an; nach den beinahe 6 Monaten, die wir nun insgesamt gemeinsam verbracht haben, habe ich jedoch noch größeren Respekt als zuvor. Wenn man so viel erreicht hat wie Heiner Lauterbach, ist es umso bewundernswerter, ein so entspannter und lieber, aber zugleich höchst professioneller Kerl geblieben zu sein. Ich habe in der Zeit viel gelernt, und er hat ganz klar eine Vorbildfunktion für mich. Das ganze Ensemble ist während der Tournee sehr zusammengewachsen, und es ist eine Zeit, an die ich sehr gerne zurück denke.

 

Ich habe Dich zuletzt in „DER MANN DER ALLES KANN“ gesehen, der wird die Tage ausgestrahlt. Hast Du spontan schöne Erinnerungen, irgendwas an das Du denkst wenn Du an die Dreharbeiten denkst?

Das war ein schöner entspannter Dreh mit netten Kollegen. Spontan muss ich an meine junge Kollegin Julia Schäfle denken, die hier in ihrem ersten Fernsehauftritt eine sehr gute Leistung gebracht hat, wie ich finde.

 

Trotz dessen, dass Du noch sehr jung bist, hast Du eine Menge an Filmen gedreht, hast also schon Riesen Erfahrung. Wie schwer ist es eigentlich gerade als junger Schauspieler eine Rolle zu bekommen? Auf was kommt es da genau an?

Erstmal ist es enorm wichtig, dass man jemand an der Seite hat, der einen professionell vertritt und die richtigen Türen öffnet. Durchgehen muss man allerdings immer noch selbst. Eine gute Vorbereitung ist sehr wichtig. Sich im Vorfeld klar zu werden, wie man was spielen will und den Text wirklich gut zu lernen, ist die Voraussetzung dafür, bei der Arbeit dann den Kopf frei zu kriegen und sich aufs Spiel konzentrieren zu können. Insbesondere bei Castings sollte man sich viele Gedanken machen und pauken, denn wenn bei der normalen Nervosität auch noch Grübeleien über den Text hinzukommen, minimiert man seine Chancen erheblich. Übrigens auch etwas, was ich spätestens seit Heiner Lauterbach kapiert hab! O-Ton: „ Ich muss dich nachts um drei anrufen können und Du kannst mir den Text rückwärts runter beten.“

 

Was ist für die nahe Zukunft und darüber hinaus noch geplant, wo darf man Dich als nächstes sehen?

Als nächstes freue ich mich auf einen Krimi, den wir auf Mallorca drehen werden und in dem ich einen spanischen Kommissar geben darf. Leider darf ich nicht mehr darüber sagen. Da mein Vater auf Mallorca lebt, freue ich mich besonders darauf, denn er hatte bisher noch keine Gelegenheit, mich bei meiner Arbeit zu beobachten. Das werden wir jetzt hoffentlich nachholen können!

 

Mit wem würdest Du nicht in der Sauna sitzen wollen?

Angela Merkel 

 

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