Fernsehtipp: Ein Drilling kommt selten allein

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© ARD Degeto/Kerstin Stelter

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Freitag, 10. Februar 2012 | 20:15 im Ersten

Die Journalistin Linda Rosenau lebt nur für ihren Beruf: Als Chefredakteurin eines erfolgreichen Frauenmagazins muss sie stets am Ball bleiben. Für ihre erwachsene Tochter Leonie und ihre drei kleinen Enkel bleibt da kaum Zeit; bis die gestresste Leonie nach einem Schwächeanfall ins Krankenhaus muss und Linda keine andere Wahl hat, als sich um die Babys zu kümmern – die, wie sich kurz zuvor herausstellte, das Resultat eines One-Night-Stands sind. Der Vater der Kinder ist zwar unauffindbar, aber dafür spürt Linda in dem verwitweten Lateinlehrer Dr. Jakob Buchmann den Großvater der putzigen Drillinge auf. Notgedrungen bestreiten sie gemeinsam ihre ungewohnte Aufgabe als Omi und Opa. Das führt zu so manchen Reibereien, denn der konservative Pauker und die lässige Journalistin könnten gegensätzlicher kaum sein. Thekla Carola Wied und Günther Maria Halmer spielen in der pfiffigen Familienkomödie „Ein Drilling kommt selten allein“ Großeltern, die widerwillig in die Pflicht genommen werden – und sich am Ende doch zusammenraufen. 

Wer leichte Unterhaltung sucht, kann mir diesem Film nichts falsch machen. Der Film ist aber für meinen Geschmack zu gestellt. Damit meine ich, dass es durchaus eine gute Story war, die mit schlechten Gags einfach nicht verbessert wurde. Die ernsten Passagen wirkten dann eher lächerlich, was schade war, denn wie gesagt steckt hier viel Potential in der Geschichte, die leider nicht genutzt wurde. Dennoch kann man sich den Film ansehen, wenn man entsprechend nur sanfte Unterhaltung sucht. Für Liebhaber ernster Filme und ernst zu nehmenden Storys ist der Film allerdings nichts.

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de