Interview mit dem Magier Simon Pierro „Der iPad-Auftritt war mein zwanzigster Einsatz als Lockvogel in der Show“

Simon Pierro ist ein deutscher Magier und Moderator.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieses Interviews.

Auf Ihrer Webseite heißt es, dass Sie mit 15 Jahren beim Hütchenspiel betrogen wurden und dadurch Ihre Liebe zur „Zauberei“ entstand. War das dann wirklich auch direkt ein Berufswunsch oder wann entstand dieser, mit der Zauberei Geld verdienen zu wollen?

Im ersten Moment war da nicht viel „Liebe“ für den Hütchenspieler vorhanden. Aber ich bewunderte durchaus seine Fingerfertigkeit.Als ich mich zu Beginn meines Studiums ernsthafter mit der Materie beschäftigte, da war Geld verdienen nur Mittel zum Zweck in meine Ideen zu investieren. Jeder Cent floss in die Requisiten meiner Show „Vom Tellerwäscher zum Millionär“ mit der ich später dann den „Siegfried & Roy“ – Award in Las Vegas erhielt. Außerdem nahm ich jeden erdenklichen Auftritt an um besser zu werden, die Gage war da nicht relevant. So kam es, dass ich nach einer Ganztages-Veranstaltung am späteren Abend noch zu einem Auftritt auf einer Gartenparty fuhr. Dort entdeckte ein Freund von Frank Elstner mein Talent und als ich dann den bekannten Moderator dann persönlich kennen lernte, war er so begeistert, dass er mich zu „Verstehen Sie Spaß?“ holte. Zu dem Zeitpunkt hatte ich auch gerade mein Diplom zum Wirtschaftsingenieur in der Tasche und dem Beruf „Zauberer“ stand nichts mehr im Wege.

 

Ich kenne Sie aus „Verstehen Sie Spaß?“, wo Sie auch zuletzt beeindruckende Dinge mit einem iPad angestellt haben. Mich würde interessieren wie lange es dauert diese Kunststücke auszuarbeiten?

Der iPad-Auftritt war mein zwanzigster Einsatz als Lockvogel in der Show. Dabei handelte es sich um ein auf Weihnachten getrimmtes Remake meines YouTube-Videos „Exclusive Preview on iOS 5“. An dem Original habe ich im letzten Jahr zehn Wochen intensiv mit einem kleinen Team gearbeitet. Mit fast 5 Millionen Zuschauern im Netz hat sich das auf jeden Fall auch gelohnt.

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Kann man das dann so einfach sagen, dass von der Idee zum Fertigen Kunststück eine gewisse Zeit dauert?

Eine Idee kann bedeuten, dass man ein täuschendes Trickprinzip im Kopf hat und nun eine passende Story dazu sucht oder dass man sich einen tollen Effekt vorstellt (z.B. „ich durchdringe Panzerglas“) und nun noch die passende Methode sucht, um dies zu verwirklichen. All das ist jedes Mal unterschiedlich aufwendig, aber meist hat man erst im dritten oder vierten Anlauf die perfekte Lösung parat. Und dann beginnt der schwierigste Teil: das Perfektionieren vor Publikum.

 

Haben Sie eigentlich Vorbilder im Bereich Magie und Zauberkunst?

Natürlich gibt es viele Zauberkünstler, die ich sehr schätze und deren Art zu unterhalten ich bewundere. Lance Burton, ein amerikanischer Magier, hat mich schon sehr beeindruckt, als ich 1998 auf einem Roadtrip in Las Vegas bei seiner Show einen Zwischenstop einlegte. Kevin James kannte ich aus der ZDF-Serie „Magic Las Vegas“ und mochte von Anfang an seinen skurrilen Humor. Als ich 2009 mit ihm gemeinsam vor der Kamera stand, da wurde ein kleiner Traum wahr.

Nehmen wir an, ich möchte jetzt gerne anfangen zu zaubern, wie würde man am besten anfangen können? Haben Sie da einige Tipps für die Leser?

Der Magische Zirkel von Deutschland feiert dieses Jahr seinen 100. Geburtstag. Viele Ortsvereine veranstalten zu diesem Anlass Zaubergalas. Einfach mal hingehen und mit den Künstlern ins Gespräch kommen. Es wird dort sehr viel für die Nachwuchsarbeit getan. Außerdem hat der MZvD zum Jubiläum auch einen Zauberkasten veröffentlicht, der sicher für die jüngeren Zauberanwärter einen guten Einstieg ermöglicht.

 

Was halten Sie von solchen Zauberkästen für Kinder und Jugendliche, sind diese zum Anfang optimal?

Grundsätzlich finde ich jeden Ansatz gut, der Kinder für die Zauberei begeistert. Ob das nun ein Zauberbuch, ein Zauberkasten oder vielleicht sogar eine App ist… Alle haben eines gemeinsam: die Qualität muss stimmen, sonst geht die Motivation schnell verloren.

 

Was bedeutet die „Magie“ für Sie?

Magie ist für mich ein wunderschönes Instrument Menschen zu begeistern und mit Ihnen auf eine ungewöhnliche Art und Weise zu kommunizieren.

 

Was ist für die nahe Zukunft und darüber hinaus noch geplant? Wo kann man Sie als nächstes sehen?

Im Moment arbeite ich daran neue Ideen meiner digitalen Magie umzusetzen.

 

Gibt es etwas, dass Sie gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würden?

Ich freue mich über jeden Besucher auf meinem YouTube-Kanal (www.youtube.com/iosmagic) und auf Facebook (https://www.facebook.com/pages/Simon-Pierro/106469032741321) und natürlich auch über zugehöriges Feedback.

 

Mit wem würden Sie nicht in der Sauna sitzen wollen?

Mit Lord Voldemort – der mag nämlich keine Zauberer, soweit ich weiß. Und wenn ich den schon treffe, dann hätte ich doch gerne mein iPad dabei, um mich mit ein paar Tricks gegen ihn zur Wehr zu setzen.

 

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© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de

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