Der H&M-Check | TV

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© WDR/Klaus Görgen

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Das Erste, 23.01.2012, 20.15 – 21.00 Uhr 

Der H&M-Check ist die letzte Folge der Reihe, in der das Erste populäre Konsummarken auf den Prüfstand stellt. Modisch angezogen für wenig Geld – mit dieser Philosophie wurde der schwedische Konzern die zweigrößte Bekleidungsmarke weltweit. Deutschland ist mit einem Drittel des Gesamtumsatzes wichtigster Markt. Doch ist es tatsächlich die Kleidung selbst, die so „trendy“ ist – oder versteht es das Label einfach, sich geschickt zu inszenieren? Kann H&M für wenig Geld wirklich gute Qualität liefern? Und zahlen womöglich andere den Preis für die scheinbaren Schnäppchen im H&M-Shop? Der H&M-Check überprüft die Arbeitsbedingungen in Produktionsländern, lässt Textilien auf Schadstoffe und Haltbarkeit untersuchen – und verzichtet in einem Modetest auf die Etiketten: Wie schick sind Jeans und Shirts von H&M noch, wenn sie als No-Name-Ware daherkommen?

© WDR/Klaus Görgen

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Fazit: H&M ist ja wirklich überall in der Nähe und jeder, denke ich, hat dort schon mal eingekauft. In diesem Check wird H&M mit anderen Ketten wie C&A beispielsweise verglichen. Ehrlich gesagt wirkt das schon alles, wie Werbung, ist, aber andersrum auch interessant, zumindest zum Ende hin. Die ersten Minuten sind natürlich banal, mal ist hier was günstig, mal dort und, und, und, das interessiert mich nicht. Interessant wird es wie gesagt zum Ende, wenn gezeigt wird, wie die Mode entsteht und warum man zu so einem günstigen Preis anbieten kann. Irgendwann geht es dann um den Vorwurf Kinderarbeit in Verbindung mit H&M, welchen man aber nicht abschließend beweisen kann … leider. Schon heftig, wenn man so bedenkt, dass der EUR-Preis von einem Pullover bei H&M den Monatslohn einer Arbeiterin in Bangladesch ist. Lohnt sich diese Doku zu schauen, zumindest die zweite Hälfte, wo es nicht mehr so um die Werbung geht.

von Daniel Pietrzik | nachgebloggt | cc-by-nc