Interview mit Schauspielerin Juliette Menke „Sich für den Playboy ausziehen zu dürfen ist eine große Ehre“

Juliette Menke ist eine deutsche Theater- und Fernsehschauspielerin. Im Oktober 2011 war sie im Playboy zu sehen.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieses Interviews. 

© Manuel Schlüter

© Manuel Schlüter

Juliette, erstmal ist es natürlich schön, wenn so eine tolle Schauspielerin aus derselben Region kommt. Leben Sie eigentlich in Bremen oder hat es Sie schon in die weite Welt gezogen?

Bremen – da wird gleich meine Sehnsucht wach nach Freimarkt, Kohl und Pinkel, dem lecker Zwiebelkuchen auf dem mittelalterlichen Weihnachtsmarkt oder einem schönen Bummel durch die Sögestraße. 🙂 Manchmal träume ich ganz leise davon irgendwann noch einmal meine Zelte im Norden aufzuschlagen. Gerade bin ich aber sehr glücklich mich zu den Kölnern zählen zu dürfen. So richtig in die weite Welt bin ich zwar noch nicht gezogen, aber zwischendurch habe ich mal bayerische bzw. oberfränkische Luft geschnuppert, war mal Pegnitzerin, Regensburgerin, berufsbedingt auch eineinhalb Jahre Hotelkind und kurz vor meinem Umzug ins Rheinland habe ich Hannover gelebt. Ob es mich irgendwann einmal so richtig in die Ferne zieht, wer weiß…Ich lasse mich gerne vom Leben überraschen. 😉 

 

Wie hat sich das bei Ihnen denn rauskristallisiert, dass Sie gemerkt haben ein besonderes Talent zu haben: Das Schauspiel?

Da hat sich für mich gar nichts rauskristallisiert. 😉 Über Talentfragen habe ich mir erst einmal gar keine Gedanken gemacht, sondern einfach meine Spiellust ausgelebt. Ob zur Freude oder Leid meiner Mitmenschen sei mal dahin gestellt. 😉 Ich habe ganz klassisch im Schultheater angefangen. Als ziemlich schüchternes Mädchen habe ich mich mit meinen Freundinnen getraut mich in der sechsten Klasse anzumelden. Irgendwann durfte ich mich dann in unserem kleinen Stadttheater austoben. Das war eine tolle Zeit. Ich hatte noch so gar keine Angst vor den großen Klassikern, vor Sprache oder schwierigen Rollenprofilen. Ich bin ins kalte Wasser gesprungen und habe meine Erfahrungen gesammelt. An kleinen Erfolgen oder ersten Niederlagen bin ich gewachsen und mutiger geworden. Irgendwann war mir klar: Ich wollte Schaupielerin werden. Oder doch Sängerin? Fragen über Fragen…;-) 

© Manuel Schlüter

© Manuel Schlüter

Und Ihnen war dann klar, dass Sie Schauspielerin werden möchten? Das war ja sicher nicht so ganz einfach oder? Ich könnte mir vorstellen das gerade Eltern und Freunde so etwas als Träumerei abstempeln?

Meine Eltern haben mir immer wärmstens (oder strengstens? ;-)) ans Herz gelegt erst einmal mein Abitur zu machen bevor ich irgendwelche beruflichen Pläne oder Träume hege. Das war Diskussionsthema genug, denn ich war lieber den ganzen Tag im Theater als bei der Mathe-Nachhilfe um meine Ziele zu verfolgen. Während den Abiprüfungen kamen dann so langsam Ängste und Zweifel, die Jobaussichten als Schaupielerin gelten dann ja doch als ziemlich ungewiss, 😉 der Mut wurde kleiner und ich habe beschlossen doch etwas ordentliches (was ist schon ordentlich?;-) zu studieren: zum „Entsezen“ meiner Eltern… ;-)Jetzt hatten sie sich endlich daran gewöhnt dass das Kind Schaupielerin werden wollte und dann sowas!?! Tja, drei Wochen lang Studium: drei mal umwählen. War ich unglücklich… ;-)Also habe all meinen Mut zusammengenommen und in Regensburg die ansässige Schauspielschule angefragt ob sie mich, auch wenn es schon mitten im Semester sei,  noch vorsprechen lassen würden. Ich hatte Glück – Casting – und durfte quer einsteigen. Regensburg…intensive Zeit und immer noch meine heimliche Liebe! 

 

Seit 4 Jahren spielen Sie in der Serie „Alles was zählt“ das ist ja schon eine verdammt lange Zeit. Seitdem spielen Sie auch kein Theater mehr oder?

Nee, irgendwie nicht. Dazu bräuchte ich dann doch relativ lange drehfrei. Das hat sich bisher nicht ergeben. Wobei Lust auf Bühne hätte ich schon mal wieder. 😉 Nun ja, dafür habe ich aber immer wieder ein wenig hier und da nebenbei gedreht und dieses Jahr durfte ich mit tollen Kollegen an einer neuen Comedyserie mitwirken. „In jeder Beziehung“ soll sie heißen. Das hat richtig viel Spaß gemacht und es war für mich eine spannende Erfahrung über einen längeren Zeitraum parallel in Berlin drehen zu dürfen. Das hat motiviert und war ein richtiger Energieschub und nachdem ich ein wenig frische Luft geschnuppert hatte, bin ich umso lieber wieder zurück in mein Wohnzimmer gekehrt, zu „Alles was zählt“. 😉 

© Manuel Schlüter

© Manuel Schlüter

Wie macht man das sonst so zeitlich? Ein Teil einer Soap zu sein ist doch sicher zeitlich gesehen ziemlich stressig oder?

Jeder Tag ist anders. Ich glaube Flexibilität sollte man sich ganz groß auf die Stirn schreiben und stressig und zeitintensiv ist die Arbeit sich auch manchmal…aber auch sehr spaßig!  

 

Was natürlich nicht nur mich freut, dass Sie die zeit gefunden haben mit dem Playboy zusammenzuarbeiten. Was war da Ihr erster Gedanke, als die Frage im Raum stand „zieh ich mich für den Playboy aus“?

Ich habe gar nicht wirklich lange überlegt sondern es als große Ehre empfunden mich für den Playboy ausziehen zu dürfen. Meine beste Freundin hat mich von der ersten Sekunde an unterstützt und mir gesagt: Mach das! Da war doch die Entscheidung klar. 😉 Ich hatte nur die Auflage von meinen Liebsten mich vor dem Shooting nicht zu sehr unter Druck zu setzen. Oft habe ich mich vor Shootings mit Diäten oder viel Sport gequält und hatte das Gefühl alles müsste irgendwie besser sein. Ich musste dieses Mal verprechen es locker angehen zu lassen. Ist ja auch irgendwie gesünder 😉 Also waren wir Mädels vorher café au lait trinken, Kuchen essen und ich habe mich einfach nur auf Ibiza und die Erlebnisreise gefreut und ich kann sagen: Es war wundervoll und ich habe mir alles gedanklich eingerahmt… 

© Manuel Schlüter

© Manuel Schlüter

 

Auf Ihrer Webseite schreiben Sie, dass Sie sehr zufrieden sind, sind auch sehr schöne Bilder, mein Kompliment. Haben Sie da kein Problem damit, dass es auch Männer geben wird, die naja, sie wissen was ich meine?

Soll ich auf diese Frage etwas antworten? Lassen Sie mich kurz überlegen…äääh…nö!!! 😉  

 

Wie gehts denn jetzt in der nächsten Zeit weiter? Gibts schon neue Projekte, von denen Sie erzählen dürfen?

Dürfen? Lassen Sie mich kurz überlegen…ähhh…na, was glauben Sie? 😉  

 

Gibt es etwas, dass Sie gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würden?

Lieber Leser…Herzlichen Dank für Ihre Zeit und Geduld meine Antworten durchzuklamüsern. Eine wunderbare Vorweihnachtszeit wünsche ich Ihnen mit romantischen Weihnachtsmärkten, lecker Glühwein, Keksen und ganz viel Freude auf die Festtage. Alle Liebe und Gute für 2012 und ganz herzliche Grüße hier aus Colognia, Ihre Julie  

 

Mit wem würden Sie nicht in der Sauna sitzen wollen?

Ich meide Saunen. 😉 

 

nachgebloggt bedankt sich ganz herzlich für dieses Interview. Es ist nicht selbstverständlich, dass jeder sich die Zeit nimmt für ein Interview, für seine Fans, für interessierte Menschen. Wenn Dir dieses Interview gefällt, sage es gerne weiter und wenn Du noch Fragen hast, darfst Du diese gerne hier stellen.

 

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© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de

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