Interview mit der Moderatorin Inka Schneider „Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort als Redakteurin in der Lokalredaktion Kölner Fenster“

Inka Schneider ist eine deutsche Journalistin und Moderatorin.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieses Interviews.

© NDR/Dirk Uhlenbrock

© NDR/Dirk Uhlenbrock

Inka, wie entstand eigentlich Ihre Liebe zu dem Beruf? Gab es da einen speziellen Moment, wo Sie gesagt haben „Ich will ins Fernsehen“?

Den Satz habe ich nie gesagt. Eher schon „ich will zum Radio“. Ich habe Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Hochschule der Künste in Berlin studiert, wollte eigentlich Werbetexterin werden. Um Geld zu verdienen, jobbte ich bei RIAS Berlin. Als die Mauer fiel, war plötzlich ein großer Bedarf an Reportern. Ich bin ins kalte Wasser gesprungen und es hat geklappt. Ich habe Hörfunk Reportagen aus dem damals noch wilden Osten gemacht. Was aber viel wichtiger ist, ich hatte einen neuen Beruf für mich entdeckt: Hörfunk-Journalistin. Zum Fernsehen kam ich nach meinem Volontariat beim WDR in Köln dann eher zufällig.

 

Ich könnte mir vorstellen, dass wenn man einen solchen Berufswunsch hat, der in diese Richtung geht, bei vielen Freunden oder Verwandten eher den Eindruck erweckt einen Traum zu haben als einen gezielten Berufswunsch, war das bei Ihnen auch so?

Nein, weil ich diesen Traum ja nie hatte. Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort als Redakteurin in der Lokalredaktion Kölner Fenster. Die waren auf der Suche nach neuen Moderatorinnen und haben mich ausprobiert. Und siehe da: ich bins geworden!

 

Mittlerweile sind Sie ja schon wirklich lange dabei, gibt es so besondere schöne oder nicht so schöne Momente an die Sie jetzt spontan denken müssen, wenn Sie mal auf die letzten Jahre blicken?

Sehr aufregend war natürlich meine Zeit beim ARD Morgenmagazin. Auch dort war ich Redakteurin und bin nur spontan eingesprungen für die Moderatorin der Sendung. Daraufhin war ich feste Ersatzfrau und später habe ich den Job voll übernommen. Die Bandbreite der Sendung ist natürlich jeden Tag eine Herausforderung. Inlands- und Auslandspolitik-, Wirtschafts-, Service-, Boulevardthemen, Interviews, Doppelmoderation und dann die frühe Zeit! Wir mussten um 1 Uhr 30 im Büro sein und Moderationen schreiben, Interviews vorbereiten, es gab keinen Teleprompter, alles war live. Natürlich gab es viele spannende Gespräche mit allen Politikern und vielen Künstler. Aber das ist heute noch so, in dem Talkformat DAS!, dass ich für den NDR moderiere. Ich habe das Glück, vielen interessanten Menschen begegnen zu dürfen und mich immer mit neuen Themen auseinandersetzten zu müssen. Das erweiterte den Horizont täglich aufs Neue und lässt die Arbeit nie zur Routine werden. Nachhaltig beeindruckt hat mich meine Zeit als ARD Korrespondentin in Washington, zwei Monate vor 9/11…

 

Können Sie sich noch an Ihr erstes geführtes Interview erinnern? Und was hat sich seitdem zum letzten Interview geändert?

Ich kann mich nicht an mein erstes Interview erinnern, aber ich bin heute lockerer als früher, höre besser und aufmerksamer zu und entwickle mehr Fragen aus dem, was mir der IP anbietet, statt mich an ein starres Fragenkonzept zu halten. Ich bin souveräner geworden und schaffe es besser, den IP zu knacken und eine gute Atmosphäre herzustellen.

 

Eines Ihrer interessantesten Projekte ist ja das „journalists-network“, mögen Sie dem Leser das Selbst kurz erklären, um was es da geht?

Ich war Gründungsmitglied und Vorsitzende, heute bin ich nur noch normales Mitglied. Es ist ein unabhängiges Netzwerk von jungen Journalisten für junge Journalisten, in dem es vor allem darum geht, über die Redaktionsgrenzen hinweg Kontakte zu knüpfen. Wen es interessiert, der sollte mehr unter www.journalists-network.org nachlesen.

© NDR/Holde Schneider

© NDR/Holde Schneider

Was ist für die nahe Zukunft und darüber hinaus noch geplant?

Es gibt keine konkreten Pläne, alles ist gut, wie es ist …

 

Mit wem würden Sie nicht in der Sauna sitzen wollen?

Ich gehe nicht in die Sauna!

 

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