Interview mit der Autorin Birgit Querengässer „Ich hatte nie eine Flasche im Arsch“

Birgit Querengässer ist eine deutsche Autorin. Sie schreibt unter anderem für den Playboy

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieses Interviews. 

Ich habe jetzt lange überlegt was ich Sie gerne fragen möchte ohne zu schnell auf die interessanten Sex-Fragen zu kommen. Da habe ich mich gefragt warum eigentlich, schreiben Sie doch für den Playboy oder eigene Bücher mit interessanten Titeln die direkt viele Fragen aufwerfen. Bemerken Sie das eigentlich gerade beim Thema „Sexualität“ schnell, dass in einem Interview sehr schnell darauf gekommen wird, das man versucht schnell in diese Richtung zu gehen? Falls ja, stört Sie das? oder wie nehmen Sie das wahr?

Ich empfinde es als einen unverzeihlichen Affront, denn ich möchte auf gar keinen Fall auf das Thema Sex reduziert werden! Ich bin ein Mensch mit vielen Facetten, begeistere mich auch für anspruchsvollere Themen wie z.B. Petting und Fummeln.

 

Trotzdem würde mich natürlich zunächst interessieren wann Sie gemerkt haben ein besonderes Talent zu haben mit der Art wie Sie schreiben? Und wann der Wunsch entstand das Schreiben zu dem Beruf zu machen?

Ich musste in der Schule mal eine Satire schreiben und vor der Klasse vorlesen. Die haben sehr gelacht. Aber mir wäre nie eingefallen, so was beruflich zu machen, das war unmöglich. Aber dann hatte ich nach dem Abi nichts zu tun und eine Freundin empfahl mir ein Praktikum in einer Redaktion. Mein erster Text war ein Artikel über ein Kindermusical namens „Der Bär im großen blauen Haus“!

 

Sie schreiben mittlerweile für den Playboy, Jolie, FAZ, WamS, und Freundin, nebenher haben Sie noch einen lustigen Sexualratgeber geschrieben. Ich stelle mir das schwierig vor, einerseits von der Zeit her für diese Magazine zu schreiben und andererseits von dem Druck immer was frisches Neues abliefern zu müssen, ist das so? Nehmen Sie das auch als Druck wahr?

Zeitlich geht das. Ich finde mich eigentlich eher langsam und faul. Ständig surfe ich im Internetz rum! Ob ich es schaffe, immer was frisches Neues abzuliefern: Ansichtssache. Inhaltlich wahrscheinlich nicht. Sprachlich schon eher. Das ist jedenfalls mein Anspruch. Mein Hauptziel ist es, mich selbst nicht zu langweilen.

 

„Die feine Art des Vögelns“ heißt Ihr Buch, erzählen Sie mal was der Leser sich darunter vorstellen kann.

„Die feine Art des Vögelns“ gehört zur Gattung der Pseudo-Ratgeber. Erscheint im Gewand eines Ratgebers, dient jedoch ausschließlich Unterhaltungszwecken. Man sollte sich das Buch also nicht kaufen, wenn man ernsthaft etwas über Sex lernen will (dann sollte man sich das „Buch von Sex“ von Suzi Godson kaufen oder einen der vielen Ratgeber von Arne Hoffmann) oder wenn man horny sein will (dann, je nach Vorliebe „Zärtliche Cousinen“ oder „Üppige Wichsengel“). Man sollte sich „Die feine Art des Vögelns“ kaufen, wenn man Interesse an schweinischen Witzen mit und ohne Niveau hat. Weil es aus vielen kurzen Texten besteht, ist es die perfekte Klolektüre, ideal auch zum Verschenken und einander vorlesen.

 

Und wie ist es zu der Idee zu diesem Buch gekommen?

Die Idee hatte der Tropen Verlag. Der hat schon das großartige Buch „Die feine Art des Saufens“ von Frank Kelly Rich in Deutschland verlegt. Die wollten ein weiteres Buch in dem Stil, der Titel „Die feine Art des Vögelns“ stand schon fest. Mein Agent Michael Gaeb hat mich dem Verlag dann als Autorin vorgeschlagen.

 

Wieviel eigener Erfahrungsschatz steckt in diesem Buch?

Also… Ich hatte nie eine Flasche im Arsch, falls Sie das meinen.

 

Ich fand im Zusammenhang mit Ihrem Buch das Wort „Benimmregeln“ recht lustig, was denken Sie sind Benimmregeln beim Sex? „Nicht ans Telefon gehen heißt es auf jolie.de„, es gibt nicht wirklich Menschen die das unterbrechen um ans Telefon zu gehen?

Na klar. Sonst fragt man sich doch die ganze Zeit, wer da angerufen hat! Und natürlich braucht man Benimmregeln, man ist schließlich nicht allein. Benimmregel Nummer eins: Niemanden vergewaltigen! Außer, man will Sex mit jemandem und der lässt einen nicht. Haha, war nur ein Witz – von meinem Lieblingscomedian Louis C.K.

 

Was ist für die nahe Zukunft und darüber hinaus noch geplant, schreiben Sie schon an etwas Neuem?

Ich schreibe jeden Tag. Aber nur für Zeitschriften. Ein paar meiner Artikel kann man sich auf www.birgitquerengaesser.de angucken. Buch-mäßig ist nichts geplant. Im Moment habe ich keine Idee und ehrlich gesagt auch keinen Bock, haha!

 

Gibt es etwas, dass Sie gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würden?

(Zückt Pendel) Kaufen Sie „Die feine Art des Vögelns“!

 

Mit  wem würden Sie nicht in der Sauna sitzen wollen?

Dr. Heiter („The Human Centipede“)

 

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