Interview mit der Moderatorin Charlotte Karlinder „Wenn ich Heimweh habe, fahre ich zu IKEA“

Charlotte Karlinder ist eine Fernsehmoderatorin mit schwedischer Herkunft.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieses Interviews. 

Fotocredit: Reinhard Hunger

Fotocredit: Reinhard Hunger

Charlotte, Sie sind ja in Schweden geboren, aber in Deutschland aufgewachsen heißt es. Also sind Sie auch nur in Schweden geboren und haben deutsche Eltern? Oder warum sind Sie nicht in Schweden aufgewachsen.

In Schweden geboren, schwedische Eltern und mit 6 Jahren nach Deutschland gekommen, weil mein Vater mal was anderes sehen wollte. Seitdem immer zwischen Deutschland und Schweden hin- und hergezogen…habe aber in Schweden Abi gemacht, die ganze Großfamilie lebt in Schweden, ich spreche mit meinen Kindern schwedisch…

 

Was verbindet Sie denn heute noch nach Schweden?

Ich bin ständig in Schweden, weil meine Familie dort quer über’s Land verteilt lebt. Wenn ich mal nicht so viel Zeit habe, fahre ich stattdessen zu IKEA (lacht). Und bei mir in der Strasse gibt’s ZUM GLÜCK ein skandinavisches Lebensmittelgeschäft!

 

Ihre Karriere begannen Sie ja als Reporterin, war Ihnen da schon klar in welche Richtung Ihre Karriere gehen soll oder wie kam es dann dazu, dass Sie „im Fernsehen“ gelandet sind?

Nein, das war mir noch nicht klar. Während des Studiums fing ich in diversen Praktika an zu schreiben und das gefiel mir sehr. Da ich auch fotografieren kann, habe ich dann als Fotoreporterin angefangen und danach als Moderedakteurin und stellvertretende Chefredakteurin bei verschiedenen Zeitschriften gearbeitet. Das Fernsehen kam parallel durch Zufall, weil ich als Studentin Kandidatin in einer Show war und man mich dort zum Moderatoren-Casting lud. Irgendwann ging dann zeitlich nicht mehr beides zusammen, so dass ich mich entscheiden musste. Nebenbei schreibe ich aber immer noch Kolumnen und arbeite zur Zeit an einem Buch.

 

Seitdem ist viel passiert, gibt es eigentlich Projekte, an die Sie sich jetzt gerade spontan erinnern? Welche die absolut toll waren oder welche die Sie so nicht wieder machen würden?

Ich liebe das Sat1-Frühstücksfernsehen – wenn es nur nicht so früh wäre (lacht). Nachdem ich zwei Jahre lang um 3 Uhr aufgestanden bin, musste ich wechseln. Die Moderation der Big Brother-Livesendungen war auch eine tolle Erfahrung, weil es Primetime, live und mit Publikum war und ich Realityformate liebe – deshalb konnte ich auch der Anfrage für „Die Alm“ nicht widerstehen…

 

Wären Promi-Sendungen wie „Die Alm“ eine die Sie wieder machen würden?

Die Alm war auch sehr lustig aber ein Reality-Format reicht. Ich bekomme seit Jahren jedes Jahr die Anfrage für das Dschungelcamp, aber das ist nichts für mich – dort gibt es meiner Meinung nach zu viele weinerliche Männer. Die Alm war ein Spaßprojekt, bei dem ich meine Leidenschaft, mit anderen Menschen zu spaßen oder sie zu befragen (am liebsten Promis) voll ausleben konnte. Zudem liebe ich das Landleben und es hat mich interessiert, wie man ohne jegliche Luxusgüter und ohne Strom/fließend Wasser klar kommt. Aber ich habe es ganz klar als Job gesehen und habe nicht eine einzige Sekunde vergessen, dass da sehr viele Kameras waren.

 

Und merkt man jetzt nach der Sendung, dass das Interesse bei den Zuschauern oder Medien wieder gewachsen ist, kann man das so sagen?

Da ich vorher wegen 2 Geburten eine zweijährige Babypause gemacht habe, kann man das nicht vergleichen. Ich habe mich jetzt bewusst entschieden, wieder einzusteigen und es gibt viele neue und spannende Projekte, die alle mehr in Richtung Unterhaltung gehen.

 

Wie sieht es bei ihnen aktuell aus? Wo kann man Sie denn im Moment sehen? Und sind Sie eigentlich noch als Comedyact unterwegs?

Ich habe eine Comedyshow auf der Elbe, die „Karlinder’s Comedytour on Boat“ (www.comedytour.de), in der ich Comedians und prominente Gäste einlade – quasi eine Talkshow auf der Bühne – sehr lustig. Zudem trete ich als Standup-Comedian auf und bin demnächst im TV mit neuen Projekten zu sehen. Wichtig ist mir auch, mein Charityprojekt „Wellcome“ (www.wellcome-online.de), mit dem wir im kommenden Jahr 10jähriges Jubiläum mit einer großen Gala feiern. Bei der ganzen Arbeit überlege ich mir gut, was ich noch alles annehmen kann, da ich auch noch genügend Zeit für meine zwei noch sehr kleinen Kinder (2 und 3 Jahre alt) haben möchte.

 

Was ist für die nahe Zukunft und darüber hinaus noch geplant?

Ich lasse jeden Tag auf mich zukommen und freue mich, so ein schönes Leben mit tollen Projekten und tollen Kindern genießen zu dürfen.

 

Gibt es etwas, dass Sie gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würden?

Bitte nicht mitreißen lassen vom stressigen Alltag der heutigen Zeit und Gesellschaft. Wenn man das Leben “langsam lebt“, kommt es einem viel länger vor und man hat dadurch mehr Zeit und bleibt eher gesund! Ich plädiere für weniger Geld und mehr Freizeit!

 

Mit wem würden Sie nicht in der Sauna sitzen wollen?

Jörg Kachelmann.

 

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© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de

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