Interview mit Opernsängerin Friederike Meinel “Die Konzentration über eine mehrstündige Opernvorstellung ist sehr kraftraubend”

Friederike Meinel ist eine deutsche Mezzosopranistin und Opernsängerin.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieses Interviews.

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Friederike, können Sie sich noch an den Zeitpunkt erinnern, wo Sie das erste Mal die Faszination der Oper gespürt haben?

 

Fasziniert von der Oper war ich das erste Mal mit 4 Jahren – ich fand die wunderschönen langen roten Haare der Sopranistin einfach toll! Mein Vater hatte mich mit in Wagners “Fliegenden Holländer” genommen und ich kann mich heute noch an die beeindruckenden Haare der Senta erinnern.

 

War dann der Wunsch Opernsängerin zu werden sofort klar, oder entstand dieser Wunsch wann anders?

Mit vier Jahren habe ich zwar viele Lieder vor mich hin gesungen – aber an die Oper habe ich da nie gedacht :-). Nein, im Ernst: Die Faszination des Singens und der Musik begann für mich mit der eigenen Beschäftigung mit Musik, so mit 11 Jahren.

 

Wie war das dann im Freundeskreis? Der Berufswunsch “Opernsängerin” ist ja doch eher ungewöhnlich oder?

Nein, dieser Berufswunsch gehörte immer zu mir und meiner Persönlichkeit, da hat sich niemand darüber gewundert. (Zumal ich mit 7 Jahren Schriftsteller werden wollte.:-))

 

War man da auch mal der Spott der Menschen, oder haben Sie diese Erfahrung nicht gemacht?

Ich habe diese Erfahrung nie gemacht, da ich immer sehr ernsthaft und konsequent an meinem Ziel gearbeitet habe und die Menschen mir diesbezüglich glaubten und an mich glaubten.

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Welches ist denn Ihr persönliches Lieblingsstück?

Der erste Akt aus Wagners “Walküre”.

 

Wie ist das ansonsten bei der Musik, was hören Sie privat denn noch gerne?

Die ganze Bandbreite der Klassik, aber es können auch schon mal die Beatles sein.

 

Was mich noch sehr interessieren würde: Trainiert man eigentlich die Stimme auf die Belastung des Gesangs? Operngesang ist ja denke ich sehr anstrengend oder?

Wenn man die richtige Technik hat – nein. Die Konzentration über eine mehrstündige Opernvorstellung ist sehr kraftraubend. Das Training eines Opernsängers ist ähnlich dem eines Leistungssportlers: Die beiden kleinen Stimmbänder sind ja auch nur Muskeln, die man trainieren muß. Dazu kommt dann noch die Atmung, etc. Wie auch der Sportler, braucht der Sänger seine Trainingsphasen und seine Ruhepausen. Beim Sänger kommt dann natürlich noch die “Kopfarbeit” hinzu – das Beschäftigen mit der Musik, der Rolle, der Sprache… Es ist eine sehr schöne Arbeit!

 

Was ist für die nahe Zukunft und darüber hinaus noch geplant, wo kann man Sie als nächstes sehen bzw. hören?

Mein nächstes Konzert ist am 29.Oktober in der Frauenkirche Dresden, wo zum Liszt-Jahr die “Graner Messe” von Franz Liszt aufgeführt wird. Danach kann man mich in verschiedenen Rollen, bzw. Konzerten in Baden-Baden, Düsseldorf, Berlin, München und in der Schweiz erleben. Informationen über die Konzerte finden Sie auf meiner Homepage www.friederike-meinel.de . Darüber hinaus habe ich noch ein neues Projekt zusammen mit der sehr renommierten Jazz-Pianistin Prof. Maria Baptist. Wir konzertieren mit “Lost in love” in ganz Deutschland. Informationen darüber finden Sie auf

www.lost-in-love.de

 

Gibt es etwas, dass Sie gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würden?

“Wenn du das Leben liebst, liebt es dich auch” – ein Zitat von Arthur Rubinstein , finde ich wunderbar.

 

Mit wem würden Sie nicht in der Sauna sitzen wollen?

Mit einem Schnupfen.

 

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© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de

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