Interview: Pierre Ferdinand „Ich bin im Herzen deutsch und in der Hose französisch“

Pierre Ferdinand ist der charismatischen Frontmann und gleichzeitig Namensgeber der Pierre Ferdinand et les Charmeurs.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieses Interviews.

Fotocredit: Det Kempke

Fotocredit: Det Kempke

 

Pierre, mit über 20 haben Sie Ihre erste „Band“ gegründet „Sextett d’amour“ aber wann wurde Ihnen klar, dass die Musik mehr ist als nur ein Hobby? Gab es da einen bestimmten Zeitpunkt?

Musik war eigentlich noch nie ein Hobby für mich, sondern immer eine Berufung. Mit 6 habe ich angefangen Klavier zu spielen, vier Jahre später Gitarre. Bevor es mit Pierre Ferdinand losging, habe ich Popmusik mit englischsprachigen Texten gemacht. Und vor 14 Jahren kam mir dann mit meinem alten Freund Jacques de Freux die Idee, unsere französische Herkunft in die Musik mit einfließen zu lassen und damit eine neue Form von Chanson zu entwickeln. 

 

Singen Sie eigentlich mehr deutsch als französisch? Und wo haben Sie das Gefühl kommt Ihre Musik, Ihr Musikstil besser an?

Ich singe hauptsächlich auf deutsch, weil das ja das Hauptmerkmal unserer Songs ist. Und so können wir auch diese kleinen selbstironischen Untertöne in die Texte bringen. Denn wir überspitzen unsere französische Herkunft und das Thema „Savoir Vivre“ ja auch, bei uns jagt ja ein französisches Klischee das nächste. 

 

Welches Land würden Sie als Heimat betrachten, Frankreich oder Deutschland?

Ich bin im Herzen deutsch und in der Hose französisch. 

 

Am letzten Donnerstag Abend sah man sie beim Bundesvision Song Contest, eine wohl große Chance auf sich aufmerksam zu machen, wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Platz 11?

Wir sind sehr zufrieden. Als Newcomer-Act wussten wir, dass es unmöglich ist unter die Top 10 zu kommen. Wir hatten da nichts zu verlieren, deshalb war uns die Platzierung eigentlich auch egal. Letzter wäre doof gewesen, aber der elfte Platz war viel mehr als wir erwartet haben. Vor allem haben wir neben den Punkten aus dem Saarland ganze 7 Punkte aus Hamburg bekommen. Da waren wir in der Wertung Vierter, mit mehr Punkten als Tim Bendzko. Wir haben uns einen Frosch in den Bauch gefreut. 

 

Wie ist es eigentlich zu der Teilnahme beim BuViSoCo gekommen?

Die Anfrage kam über unser Label. Da drei unserer „Charmeurs“ gebürtige Saarländer sind, Yves, Grégoire und Louis (genannt „Saar-Louis“), hat man uns für das Saarland ins Rennen geschickt. Das ist eine Riesengeschichte für uns gewesen, vor allem im Doppelpack mit TV TOTAL. Aber auch viel Action. Wir hatten gerade mal 2 Monate Zeit unser Album „Moulin Groove“ fertigzustellen, haben Tag und Nacht gearbeitet. 

 

Fotocredit: WMG

Fotocredit: WMG

Und wie geht es jetzt weiter? Spürt man bereits wenige „Tage“ nach der Teilnahme eine Zunahme des Interesses bei den Höhrern?

Klar, das haben schon viele mitbekommen. Gerade auf Portalen wie Facebook hat man einen Überblick, wie sich immer mehr Leute für uns interessieren. Ich glaube aber, dass wir eine Band sind, die man nach und nach entdecken muss, weil es halt etwas ganz neues und untypisches ist, was wir machen. Das muss bei den Hörern erstmal reifen wie ein guter Wein. Am besten erklärt uns eigentlich unser Album. Darauf sind 13 Titel, die musikalisch sehr unterschiedlich sind und die den Hörer mitnehmen auf eine rockige, chansonesque, funky Reise durch Frankreich. 

 

Was ist für die nahe Zukunft und darüber hinaus noch geplant?

Wir wollen auf jeden Fall touren, denn live macht das Ganze am meisten Spaß. Mal sehen, was jetzt noch an TV-Auftritten folgt. Und dann sitz ich momentan schon an neuen Songs fürs nächste Album. Die letzten Wochen waren sehr inspirierend, das wird jetzt kreativ genutzt. 

 

Gibt es etwas, dass Sie gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würden?

Legt unser Album „Moulin Groove“ auf, küsst Euch französisch, schlürft Austern im Dutzend, entleert einen Dom, werft die Hände in die Luft. 

 

Mit wem würden Sie nicht in der Sauna sitzen wollen?

Mit Gérard Depardieu, wenn er pinkeln muss.

 

nachgebloggt bedankt sich ganz herzlich für dieses Interview. Es ist nicht selbstverständlich, dass jeder sich die Zeit nimmt für ein Interview, für seine Fans, für interessierte Menschen. Wenn Dir dieses Interview gefällt, sage es gerne weiter und wenn Du noch Fragen hast, darfst Du diese gerne hier stellen.

 

Interessante Links zu diesem Beitrag

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de

Das könnte Dir auch gefallen: