Interview: Lena Schöneborn „Der Moderne Fünfkampf zählt zu den ältesten olympischen Disziplinen“

Lena Schöneborn ist eine Moderne Fünfkämpferin aus Deutschland.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieses Interviews.

Lena, Moderner Fünfkampf, das kennen sicher viele Leser nicht, ist das ein Wettbewerb der in der Öffentlichkeit wenig Verbreitung finden? Wie sehen Sie das, wie ist da Ihre Sicht?

Der Moderne Fünfkampf zählt zu den ältesten olympischen Disziplinen, seit 1912 ist er im Programm. Da wir ansonsten leider wenig präsent sind im Fernsehen, müssen wir tatsächlich manchmal aufklären. Die Kombination aus Fechten, Schwimmen, Springreiten, Laufen und Schießen birgt aber eine große Faszination und Spannung in sich und ich hoffe, auch zukünftig mit meinen Erfolgen immer mehr Menschen für unseren Sport begeistern zu können. Tatsächlich hat sich in den letzten Jahren bereits einiges getan!

 

Wenn man sich einmal Ihre Karriere ansieht, haben Sie sich kontinuierlich gesteigert und alles erreicht, oder fehlt noch irgendein Titel?

Ich war bereits von Anfang an recht erfolgreich. Bei meinem ersten Jugendwettkampf konnte ich gleich gewinnen. Der einzige Titel, der mir nun noch fehlt, ist der der Weltmeisterin im Einzel.

 

Welche der Fünf Sportarten ist Ihre liebste?

Es fällt mir schwer, hier eine eindeutige Entscheidung zu treffen. Manchmal ist es das Reiten, manchmal das Fechten. Wenn ich fit bin, laufe oder schwimme ich auch sehr gerne.

Und welche die weniger liebe?

Manchmal tue ich mir im Schießen ein wenig schwer.

 

Kann man von dieser Sportart an der Weltspitze eigentlich leben oder haben Sie noch einen Beruf nebenbei?

Glücklicherweise habe ich mittlerweile mit der DKB und Cellagon tolle Partner, die es mir ermöglichen, den Sport ohne finanzielle Bedenken auszuüben. Ein ganz wichtiger Förderer ist seit Jahren die Stiftung Deutsche Sporthilfe! Neben dem Sport studiere ich International Marketing Management- für die Zeit nach dem Sport.

 

Und wie vereinbaren Sie das Studium mit dem Sport?

Um Sport und Studium vereinen zu können, ist es für mich wichtig, die mir zur Verfügung stehende Zeit gut durchzuplanen. Außerdem setze ich, je nach Anforderung, unterschiedliche Prioritäten. Beispielsweise konzentriere ich mich im nacholympischen Jahr mehr auf mein Studium, in der Olympiavorbereitung mehr auf den Sport.

 

Was ist für die nahe Zukunft und darüber hinaus noch geplant?

Als nächstes stehen für mich aus sportlicher Sicht die Weltmeisterschaften in Moskau vom 8. bis 14. September 2011 auf dem Programm. Anschließend wird das Wintertraining für die Olympiasaison beginnen. Mit Blick auf mein Studium möchte ich im Frühjahr 2013 meine Masterarbeit fertiggestellt haben.

Gibt es etwas, dass Sie gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würden?

Mir gefällt das Motto: Zeit hat man nicht, Zeit muss man sich nehmen!

 

Mit wem würden Sie nicht in der Sauna sitzen wollen?

Bisher habe ich glücklicherweise noch keine Sauna-Erfahrungen gemacht, aus der sich solch eine bestimmte Person hätte herauskristallisieren können!

 

nachgebloggt bedankt sich ganz herzlich für dieses Interview. Es ist nicht selbstverständlich, dass jeder sich die Zeit nimmt für ein Interview, für seine Fans, für interessierte Menschen. Wenn Dir dieses Interview gefällt, sage es gerne weiter und wenn Du noch Fragen hast, darfst Du diese gerne hier stellen.

 

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