Interview: Dagmar Hoßfeld „Man darf mich also ruhig als Mädchenbuchautorin bezeichnen“

Dagmar Hoßfeld ist eine freiberufliche Kinder- und Jugendbuchautorin.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieses Interviews.

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Wann haben Sie eigentlich gemerkt, dass Sie ein besonderes Talent haben zu schreiben? 

Ich bin mir gar nicht so sicher, ob ich ein besonderes Talent besitze. Aber hatte ich schon immer großen Spaß am Schreiben und treffe mit meinen Büchern anscheinend den richtigen Ton. Viele Mädchen können sich mit meinen Buchheldinnen identifizieren und erkennen sich in deren Alltagsgeschichten wieder; das habe ich schon relativ früh erfahren, nachdem 1999 mein erstes Buch erschienen ist. Für mich ist dieses Treffen des richtigen Erzähltons und das Finden der passenden Geschichte zu gleichen Teilen Begabung und Glück, sozusagen eine gelungene Mischung aus beidem.   

 

Und Sie haben ein Studium in der Richtung gemacht?

Nein, ich bin Autodidaktin. Weder habe ich eine Ausbildung an einer Schreibschule gemacht, noch ein Studium in diesem Bereich abgeschlossen oder irgendwelche Schreibratgeber zu Rate gezogen. „Learning by doing“ und „Schreiben, schreiben, schreiben!“ sind meiner Meinung nach zwei wichtige Bausteine auf dem Weg zum erfolgreichen Schreiben. Ein gewisses Sprachgefühl und Freude am Formulieren sind dabei natürlich von Vorteil. Trotzdem macht jeder Autor Anfängerfehler und muss Rückschläge einstecken, ich auch. Dann kommt es darauf an, beharrlich zu sein, Ehrgeiz zu entwickeln und sein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. 

 

Sicher gibt es sehr viele Autoren, die Pferderomane schreiben, ist das ja ein beliebtes Theme gerade bei jungen Mädchen, warum denken Sie waren Ihre erfolgreicher? 

Das ist ein nettes Kompliment, aber es gibt wirklich sehr viele weitaus erfolgreichere Pferdebücher als meine! Insofern denke ich, dass ich mich mit meinen Pferderomanen in bester Gesellschaft befinde.

 

Sie schreiben ja aber auch über andere Themen, aber vorwiegend für junge Mädchen? 

Ich bin mit Pferdebüchern gestartet, und die werden in der Mehrzahl von jungen Mädchen gelesen. Inzwischen schreibe ich zwar Bücher ohne Pferde, aber vorwiegend für Mädchen, das stimmt. Man darf mich also ruhig als „Mädchenbuchautorin“ bezeichnen – auch wenn ich zwischendurch mal die eine oder andere Geschichte für Jungs verfasse. 

 

Interessant finde ich, dass Sie eine Allergie gegen Pferdehaare haben, wie passt dann die Liebe zu den Tieren zusammen? Hätte man dann nicht eine Abneigung gegen das, was einem Leid zutut? 

Um Himmels Willen, nein! Die Pferde können ja nichts dafür, dass ich gegen sie allergisch bin! Ich liebe Pferde nach wie vor und gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich die Allergie irgendwann wieder verzieht. Bis dahin betrachte ich Pferde und Ponys aus sicherer Entfernung.

 

Schreiben Sie gerade an einem Buch? 

Ja, aktuell schreibe ich an einem weiteren Band für die Erfolgsreihe „Conni & Co“. 

 

Was ist für die nahe Zukunft und darüber hinaus noch geplant? 

Geplant sind weitere „Conni & Co“- und „Carlotta“-Bücher. Das sind die beiden Reihen, mit denen ich mich überwiegend beschäftige. Aber zwischendurch fallen mir auch immer wieder andere Projekte in den Schoß, die ich gerne verwirklichen möchte. Zuletzt war es das Taschenbuch „Beste Freundinnen wie wir“, eine witzige Feriengeschichte für die ganze Familie. Weit voraus plane ich nicht. Ich lasse mich lieber überraschen. 

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Gibt es etwas, dass Sie gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würden? 

Ich freue mich über jeden einzelnen Leser, jede einzelne Leserin und hoffe, dass ihr mit meinen Büchern eine schöne Zeit verbringt! 

 

Mit wem würden Sie nicht in der Sauna sitzen wollen? 

Ich bin ein großzügiger Mensch und teile die Sauna mit jedem – vorausgesetzt, die Tür ist nicht abgeschlossen und ich kann jederzeit flüchten.

 

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