Sie hat es verdient | TV Tipp

Die Rezensionen auf nachgebloggt.de sind natürlich nur eine Meinung von mir.
Geschmäcker sind verschieden, bitte beachte das.

© ARD Degeto/Hermann Ebling

© ARD Degeto/Hermann Ebling

Mittwoch, 14. September 2011 | 20:15 im Ersten
Mittwoch, 14. September 2011 | 20:15 im ErstenSusanne Wagner (Saskia Schindler) wird 16, ihre Freunde und Freundinnen sind zur Feier erschienen – nur das Geburtstagskind fehlt. Ihre Mutter Nora (Veronica Ferres) macht sich Sorgen. Was ist geschehen? Susanne ist heimlich verliebt in ihren Klassenkameraden Josch (François Goeske), den sie auch zur Party einladen wollte. Sie provozierte damit aber den Hass der ruppigen, mit Josch liierten Mitschülerin Linda (Liv Lisa Fries). Der sensible Junge tanzt ebenso wie die unscheinbare Kati (Sina Tkotsch) nach Lindas Pfeife. Zu Hause aber hat die schnoddrige Anführerin nichts zu melden. Ihr Vater Robert (Oliver Mommsen) missbraucht sie; ihre Mutter Marianne (Jule Ronstedt) verschließt davor die Augen, für sie ist die Tochter ein Monster. Tatsächlich gibt Linda sich alle Mühe, diesem Bild zu entsprechen. Die wohlbehütete Susanne dagegen hat alles, was Linda fehlt. Nachdem „Miss Piggy“ – so wird Susanne verächtlich genannt – ihr nun auch noch den Freund auszuspannen gedenkt, will Linda der Nebenbuhlerin zum Geburtstag eigentlich nur einen Denkzettel verpassen. Sie stachelt ihre Clique an, Susanne zu entführen. Auf dem Dachboden von Lindas Elternhaus gerät die Situation jedoch schnell außer Kontrolle. Auf Lindas Geheiß beginnen Kati und Josch, die verängstigte Mitschülerin erbarmungslos zu erniedrigen und zu misshandeln. Josch hält die Situation schließlich nicht mehr aus und verständigt die Polizei. Im Krankenhaus erliegt Susanne ihren schweren Verletzungen. Nora kann nicht verstehen, warum ihre Tochter sterben musste. Ein Jahr später besucht sie Linda im Gefängnis. Die Antwort auf die Frage, warum ihre Tochter sterben musste, ist erschütternd: Sie hat es verdient!
© ARD Degeto/Hermann Ebling

© ARD Degeto/Hermann Ebling

Fazit: Ich hätte nicht gedacht, dass so etwas möglich ist, aber ich fand den Film superklasse, obwohl mir die Story ansich nicht gefallen hat. Hört sich an wie ein Widerspruch oder? Ich versuche es mal zu erklären. Der Film hat eine feste Story, wie jeder Film, doch läuft diese nicht chronologisch ab, sondern etwas, man kann sagen, durcheinander. Genau das macht den Film so super, weil man meiner Meinung nach einfach einen besseren Einblick in die Charaktere bekommt. Normalerweise ist es so, dass eine Person etwas tut und man dann erfährt, warum sie das getan hat, hier ist dieses andersrum, was dem Film gut tut, es sollten mehrere Filme so sein.

© ARD Degeto/Hermann Ebling

© ARD Degeto/Hermann Ebling

Die Charaktere selbst sind wirklich fast alle klasse bis auf wenige Ausnahmen. Veronica Ferres bleibt hier etwas unter ihren Möglichkeiten, muss ich leider ganz ehrlich sagen, da habe ich schon Besseres gesehen, aber die jungen Schauspieler waren super. Besonders Liv Lisa Fries hat mit sehr gut gefallen und kam absolut überzeugend rüber. Sie hat es geschafft, dass man sie mehr wahrnimmt als die größeren Namen in dem Film wie Veronica Ferres oder Oliver Mommsen. Sehr interessant fand ich auch den Charakter Kati gespielt von Sina Tkotsch. Da dachte ich zunächst, dass man diesen Charakter auch gut hätte weglassen können, was aber ein Fehler gewesen wäre, denn sie spielt meiner Meinung nach eine sehr wichtige Rolle die genau, wie die von Liv super rüber kommt.

Ich würde diesen beiden jungen Damen genau wie Francois Goeske eine sehr interessante Karriere prophezeien, wenn sie genau so weitermachen.

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de