Interview: Lotto King Karl „Ich gucke bei Alben nicht so auf den Kalender“

Lotto King Karl ist ein deutscher Musiker und Schauspieler.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieses Interviews.

Lotto, Gerrit, wie wirst Du eigentlich selbst am liebsten angesprochen?

„Lotto“ reicht völlig aus, mein eigentlicher Vorname „Hercules-Adonis-Jesus-Mohammed“ ist doch etwas kompliziert und langatmig.

 

Ich hab mich mal mit einigen Kollegen unterhalten, viele sind der festen Überzeugung, dass Du wirklich im Lotto gewonnen hast und dir damit den Traum Musiker wahr gemacht hast, aber der Traum Musiker war harte Arbeit?

Ja, genau: im Lotto gewonnen und aus Jux mal eine CD gemacht. Und dann wurde mehr daraus – bis heute ein Beruf und ein Beruf ist immer mit harter Arbeit verbunden, wenn man ein bißchen was reißen will.

 

Spielst Du Lotto? Wie hoch war denn Dein größter Lottogewinn?

42 Millionen und das war auch gut so.

 

Abitur, Packer und Kurierfahrer, Bundeswehr, das sieht alles so aus, als ob Du selbst in jungen Jahren nicht genau wusstest was Du machen willst, stimmt das? Wie bist Du dann zur Musik gekommen?

Ich habe noch viel mehr Jobs gemacht, aber so ist das eben: muß ja was zu Beißen in´s Kühlfach.

 

Ein besonderer Begleiter in den letzten Jahren scheint ja Carsten Pape zu sein, mit dem ich ja auch schon vor einigen Monaten ein Interview führte, was bedeuten Dir Freundschaften im Musikbusiness?

Freundschaften sind wichtig, vielleicht das wichtigste überhaupt, das gilt nicht nur im Musikbusiness!

 

Das letzte Album erschien im Mai, die letzten Jahre kam ja jedes Jahr ein Album raus, ist auch eine Veröffentlichung für 2012 geplant?

Ist das so? Ich gucke bei Alben nicht so auf den Kalender, wenn wir das Gefühl haben, daß wir etwas zu sagen oder singen haben, machen wir eine Platte, sonst nicht. Und da das aktuelle Album ja noch sehr aktuell ist (die Bezeichnung läßt es ja schon erahnen), gibt es derzeit keine konkreten Pläne für den Nachfolger, zumal wir ja nun erst einmal im Herbst eine landesweite Tournee mit dem aktuellen Album vor der Brust haben. Aber natürlich schwirren immer mal wieder neue Ideen für Songs durch die Köpfe, aber die sammeln und verfeinern wir erst einmal. Wenn wir dann der Meinung sind, daß sich eine Demoaufnahme lohnt, weil der betreffende Song insgesamt fertig zu sein scheint, nehmen wir das auf – und wenn sich so dann irgendwann einmal genug Stoff angesammelt hat, fangen wir an, uns über eine Veröffentlichung Gedanken zu machen. Aber da die Vorläufe im Vertrieb mittlerweile schon sehr lang sind, ist eine Veröffentlichung eines Albums in 2012 derzeit eher unwahrscheinlich, zumal es bislang nur sehr wenig neue Ideen gibt (wir haben ja gerade mit dem aktuellen Album unsere Köpfe quasi komplett leer geräumt) und ein Album ja auch immer eine recht kostspielige Angelegenheit ist.

 

Was ist noch für die Zukunft geplant, wie gehts nun weiter?

Immer weiter, nie aufgeben, das wußte schon Olli Kahn! Wir touren und wir schreiben und wir machen und wir tun – und irgendwann gibt´s dann auch wieder ein neues Album. Vielleicht ja in 2012 – kleiner Scherz…

 

Gibt es etwas, dass Du gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würdest?

Danke, daß Ihr bis jetzt mitgelesen habt! Ich würde mich freuen, wenn Ihr weiter lest!

 

Mit wem würdest Du nicht in der Sauna sitzen wollen?

Hmmm, darüber habe ich noch nie nachgedacht, zumal ich letzte Woche jemanden aus Estland in der Sauna gesehen habe, der seinen halben Oberkörper mit einem David-Hasselhoff-Tattoo verziert hat. Kein Scheiß, das Ding war riesig! Und es war auch das Bild von The Hoff, der die beiden Hände wie Pistolen mit Top-Daumen auf den Photographen gerichtet hat. Da der stolze Träger kaum 30 war, dürfte es sich hier um einen echten aktuellen Fan handeln. Ich bin da also ziemlich tolerant! Aber grundsätzlich… Ich denke, ich würde sehr ungern mit Hitler zusammen in der Sauna sitzen wollen.

 

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© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de

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