Interview: Rick Kavanian „nach 10 Jahren wird mir der Erfolg allmählich klar“

Rick Kavanian ist ein deutscher Schauspieler, Komiker und Synchronsprecher.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieses Interviews.

© Gerald von Foris

© Gerald von Foris

Rick, Ursprünglich studierten Sie ja Politikwissenschaft, Nordamerikanische Kulturgeschichte und Psychologie, mit welchem Ziel?

Zu der Zeit (1990) fing ich gemeinsam mit Bully Herbig bei Radio Gong in München an und dachte tatsächliche, dass Journalismus irgendwann mal ne Option werden könnte aber bis dato ist Comedy der deutlich bodenständigere Beruf.

 

Wie haben Sie Bully denn genau kennen gelernt?

In einem Fahrstuhl auf dem Weg in eine Münchner Diskothek. Bully hatte einen Schlüsselanhänger mit „modernen“ (1987) laser-ähnlichen Tönen dabei. Darauf hat er rumgedrückt, ich habe es nicht „gecheckt“ und hatte schreckliche Angst, dass Bully sehr lachen musste. So sind wir ins Gespräch gekommen.

 

Wenn man über Sie redet, spricht man von dem Schauspieler, dem Comedian, dem Satiriker, aber wie würden Sie sich selber bezeichnen?

Für mich ist und bleibt der Überbegriff Schauspieler.

 

Der breiten Masse wurden Sie dann durch die Bullyparade bekannt und natürlich die darauf folgenden Kinofilme, die zu den erfolgreichsten in Deutschland gehören. Hätten Sie sich diesen riesen Erfolg erträumen lassen?

Nein! Jetzt erst 10 Jahre nach Manitu wird einem der Erfolg allmählich klar.

 

Welche von den ganzen Rollen in die Sie bisher schlüpfen durften ist eigentlich Ihre liebste… und warum?

Es sind so viele aber, die, die ich liebe begleiten mich ständig und aus denen werde ich für den Rest meines Lebens nicht mehr rauskommen: Dimitri Stoupakis, Jens Maul, Giagl.

 

Stört es Sie dann eigentlich auch manchmal so auf diese lustigen Rollen gepresst zu werden, bzw. denken Sie, sie könnten auch in ernsteren Rollen überzeugen und würden Sie diese Rollen überhaupt spielen wollen?

Ich denke schon auch in ersten Rollen überzeugen zu können aber es ist jetzt nicht so, dass ich zu Hause sitze und vor mich hin jammere, warum immer noch niemand meine tragische Seite entdeckt hat.

 

Aktuell sind sie schon seit Herbst 2009 mit Ihrem Programm „IPANEMA“ auf Tour. Möchten Sie kurz erzählen um was es da geht?

© Gerald von Foris

© Gerald von Foris

Rick´s bester Kumpel Dimitri Stoupakis jr. muss auf die Hochzeit seiner Mutter nach Ipanema, weil er Trauzeuge ist. Rick und Giagl begleiten ich.

Am Flughafen stellt sich raus, dass die Flugticktes, die Dimitri gekauft hat nicht von KLM sind, sondern von KLM aber KLM bedeutet Klinsmann Luschtige Maschine, sprich Jürgen Klinsmann ist nicht nur der neue Coach der amerikanischen Fußballer, sondern auch Kapitän seiner eigenen Fluglinie.

Das Problem ist: das Flugzeug darf nicht starten, weil es einen Sprung in der Windschutzscheibe hat. Am Flughafen treffen Rick, Dimi und Giagl auf die Klitschko-Brüder, Rick´s Eltern, einen chinesischen Schönheitschirurgen, der sich als Philipp Rösler entlarvt und 174.183 Mails checken muss. Ein ziemlich bunter Strauss, finde ich.

 

Auf der Webseite stehen noch Termine bis Ende diesen Jahres, geht es dann im nächsten Jahr weiter oder auf was dürfen wir uns in der Zukunft von Ihnen freuen?

Ich arbeite derzeit, an meinem neuen Bühnenprogramm, mit dem ich nächsten Frühling wieder auf Tour sein werde. Worum es geht, wollte mir Dimitri Stoupakis nicht verraten,  Jens Maul aber konnte versichern, dass diesmal die Kameldame Conny nicht mehr mit von der Partie sein wird.

 

Gibt es etwas, dass Sie gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würden?

Liebe Leser: bitte schaut weniger in Displays, sondern euren Mitmenschen in die Augen!

 

Mit wem würden Sie nicht in der Sauna sitzen wollen?

Mit Dimitri Stoupakis – der ist Ouzo-Aufguss-Junkie.

 

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