Vom Ende der Liebe | TV Tipp

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Geschmäcker sind verschieden, bitte beachte das.

© SWR/Stephanie Schweigert

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am 21. September 2011, 20.15 Uhr im Ersten

Sonja und Lukas sind seit 16 Jahren verheiratet und haben zwei prächtige Kinder. Lukas ist erfolgreicher Redakteur bei der Zeitung, Sonja ist Zahntechnikerin und arbeitet halbtags. Gerade haben sie auf dem Land ein schönes Haus gebaut. Das Paar könnte glücklich und zufrieden sein – ist es aber nicht. Just am Tag, an dem die Familie ins neue Haus einzieht, wird Sonja und Lukas bewusst, dass sie womöglich am Ende ihrer Liebe angelangt sind. Während die vierzehnjährige Nele und der siebenjährige Tomi jede Ecke im neuen Haus erobern, muss Sonja sich allein mit dem Chaos des Umzugs abmühen, weil Lukas sie aus beruflichen Gründen im Stich lässt. Als er endlich ankommt, gelingt es ihm nicht, seine Frau versöhnlich zu stimmen. Anstatt den ersten Abend im neuen Heim gemeinsam zu genießen, ist von Trennung die Rede. In den Wochen darauf erlebt das Paar immer wieder neue Konflikte, die schon bei Kleinigkeiten aufbrechen. Die beiden streiten, reden dabei aber aneinander vorbei, sprechen sich nie richtig aus und fühlen sich vom anderen nicht verstanden. Nele und Tomi dagegen freuen sich sehr über das Leben im neuen Haus auf dem Land. Die Streitereien ihrer Eltern bleiben ihnen aber nicht verborgen und sie fürchten deren Trennung. Tatsächlich schaffen Sonja und Lukas es nicht, ihre Liebe wieder aufleben zu lassen. Bei allem guten Willen werden die Momente der Nähe immer wieder von Streit überdeckt. Nach einigen Wochen zieht Lukas aus und sucht sich eine eigene Wohnung. Das Paar verspricht sich, nichts zu tun, was die Kinder verletzen könnte und sich fair zu verhalten. Trotzdem gibt es immer wieder unschöne Szenen, in denen jeder sich ungerecht behandelt vorkommt.

© SWR/Stephanie Schweigert

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Fazit: Der Film ist von der ersten Minute an spannend, weil man einfach wissen möchte, wie es weitergeht. Die Geschichte um eine Trennung von Eltern ist natürlich interessant und gibt es selten wirklich gut verfilmt wie beispielsweise Kramer gegen Kramer. Dieser Film hier kann es fast mit ihm aufnehmen. Aber eben auch nur fast, denn am Ende wird es etwas unrealistisch. Natürlich handelt es sich um einen Film und nicht um das wahre Leben, was genau der Punkt ist, warum Filme nur selten wirklich richtig gut sind in meinen Augen, denn ich persönlich liebe Filme, die realitätsnahe sind. Diesem fehlt es da am Ende leider ein wenig, was schade ist, denn er hätte ein wirklich richtig guter Film sein können, ist aber dennoch ein ziemlich Guter, den man gucken kann und gucken sollte.

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de