Der 50. Tatort aus Köln: „Altes Eisen“ | TV Tipp

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© WDR/Willi Weber

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Sonntag, 04. September 2011, 20.15 Uhr, Das Erste

Produktinfo: Bei ihren Ermittlungen stoßen Ballauf und Schenk auf die in der ganzen Nachbarschaft bekannte Trudi (Edgar Selge), die früher einmal ein Mann war. Es ist ein Fall mitten in einem typisch kölschen Viertel, zwischen Eckkneipe, Wettsalon und Hinterhof. Und immer wieder stellt sich die Frage: Wie weit ist es her mit der viel beschworenen Toleranz der Kölner?

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Die transsexuelle Trudi Hütten hat Angst. Wenn das Haus, in dem sie seit 30 Jahren wohnt, nun verkauft wird, befürchtet sie die Entmietung durch den neuen Besitzer. Bei ihren Ermittlungen im Mordfall von Trudis Vermieterin Erika Roeder (Anne Marie Fliegel) tauchen Ballauf und Schenk ein in das Leben eines kölschen Viertels. Auf den ersten Blick ist es eine intakte Nachbarschaft, in der jeder jeden kennt und so sein lässt wie er ist. Doch je mehr die Kommissare mit ihren Fragen bohren, desto mehr bröckelt es hinter der scheinbar toleranten Fassade. Immer wieder hatte die »toughe« Hauseigentümerin Erika Roeder versucht, Trudi und ihre pflegebedürftige Nachbarin Gerda (Heide Simon) aus ihren Wohnungen zu mobben, um die Immobilie so besser veräußern zu können. Für den Eisenwarenhändler Frank Roeder (Aljoscha Stadelmann) ist der Tod seiner Mutter ein Neuanfang. Den schlecht laufenden Familienbetrieb will er abstoßen, und mit Hilfe des Erbes werden sich jetzt auch seine finanziellen Sorgen erledigen. Wenn da nur der Wettbüro-Zocker Peter Stamm (Tobias Oertel) nicht wäre. Mit dem Ex seiner Freundin Sophie (Henny Reents) hat Roeder noch eine Rechnung offen. Über ein neues Kapitel in seinem Leben macht sich auch Max Ballauf Gedanken. Ihm wurde ein interessanter Job vom BKA in Wiesbaden angeboten. Und die Polizeipsychologin Lydia Rosenberg (Juliane Köhler) hat dem Kommissar den Kopf verdreht. Der ewige Single spricht plötzlich von Liebe.

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Fazit: Bei einem solchen Jubiläum sollte man sich schon etwas Besonderes einfallen lassen, was bei dieser Tatort-Reihe aus Köln sehr schwierig ist, denn fast jede Folge ist ein absolutes Highlight der Krimi-Serie. Dennoch ist es hier sehr gut gelungen. Der Fokus wurde auf das „Alter“ gelegt, daher auch der passende Titel „Altes Eisen“. Ob es Max ist, der es noch mal wissen will, oder die transsexuelle Darstellerin mit ihrer Ehefrau, die merkt, dass sich ihr Umfeld verändert und auch sie nichtmehr so viel Zeit vor sich hat. Man kommt hier auch ins Nachdenken, zwar bin ich erst Anfang 30 dennoch merke ich wie die Zeit in den letzten Jahren vergangen ist, man kommt ins Philosophieren.

Ich fand diesen Tatort als einen der besten die ich bisher gesehen habe wenn auch ziemlich ruhig und nachdenklich, worauf ich bei Krimis eigentlich nicht so stehe. Du darfst Dich also schon sehr freuen und ohne zu viel von der Folge verraten zu wollen, vielleicht geht Max zum BKA, was bedeuten würde, dass dieses die letzte Tatort-Folge aus Köln war … aber auch nur vielleicht, wer weiß, schau es dir an.

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