Interview: Kalle Pohl „Nun ja, mit Gitarre oder Akkordeon auf der Kreuzung stehen und den Verkehr regeln, das konnte nicht alles sein!“

Kalle Pohl ist ein deutscher Musiker und Komiker.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieses Interviews.

Foto: Kalle Pohl

 

Kalle, was viele gar nicht wissen, Sie waren einmal Polizeihauptwachtmeister. Würde mich sehr interessieren aus welchen Gründen Sie eine andere Karriere vorgezogen haben?

Nun ja, mit Gitarre oder Akkordeon auf der Kreuzung stehen und den Verkehr regeln, das konnte nicht alles sein!  

 

Auch waren Sie schon Briefträger und Kellner, haben in vielen verschiedenen Berufen gearbeitet, man könnte meinen Sie waren einmal sehr unentschlossen, stimmt das?

Ich dachte und denke, ein Mensch findet nicht immer sofort nach Schulabschluss oder Unistudium den wahren Beruf, zu dem er berufen ist. Ich musste und wollte danach suchen.

 

Wenn man Sie heute im Fernsehen sieht, sind Sie immer gut gelaunt und haben einen lockeren Spruch auf den Lippen, ist das als Kabarettist nicht auch oft anstrengend diese vielleicht manchmal gezwungene gute Laune?

Wenn man bei Bettina Böttinger oder Frank Plasberg sitzt, nicht. Mit Kachelmann im Riverboat war es ätzend. Menschen sind unterschiedlich, Tageslaunen auch. Dennoch bin ich zumeist guter Dinge.

 

Ans Aufhören haben Sie aber noch nie gedacht?

Ich habe in meinem Leben immer wieder etwas angefangen – wenn ich damit aufhöre, bin ich am Ende.

 

Ihr aktuelles Stück heißt ja „Du bist mir ja einer!“ worum geht es da?

Um sehr persönliche Dinge, die aber vieles und viele betreffen. Ich rede von eigenen Erfahrungen, sehr unterhaltsam und sehr amüsant, da dürften sich manche Menschen wiedererkennen und, wenn ich Erfolg habe, auch über sich selber schmunzeln.

 

Wenn Sie so ein Bühnenprogramm ausarbeiten, wie lange braucht es bis es wirklich fertig ist?

Wenn es abgespielt ist – der Entwicklungsprozess findet permanent statt.

 

Ist dann eigentlich nach so vielen Jahren Erfahrung auch noch Angst vorhanden wie so ein Stück ankommen könnte beim Publikum?

Wenn man nicht immer und ewig das immer und ewig gleiche durchnudelt, ist jedes neue Projekt auch ein Risiko – aber erst das macht das Leben interessant, spannend und lebenswert.

 

Was ist für die nahe Zukunft und darüber hinaus noch geplant, darf man da schon etwas verraten?

Theater ist eine Leidenschaft geworden, ich stehe seit 2007 mit Erfolg auf diversen Theaterbühnen, arbeite mit interessanten Regisseuren und Schauspielern und habe Freude an einem erfreuten Publikum. Davon will ich mehr.

 

Gibt es etwas, dass Sie gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würden?

Möge der Humor mit euch sein.

 

Mit wem würden Sie nicht in der Sauna sitzen wollen?

Nicht selten ist es frappierend, mit Personen in der Sauna zu sitzen, die man vorher dort lieber nicht antreffen wollte – und da ich Interesse habe an Neuem und Überraschendem, kann ich hier keine Namen nennen.

 

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