Interview: Claudia Koreck „Sprache in Musik spielt keine Rolle“

Claudia Koreck ist eine deutsche Sängerin, die überwiegend im bairischen Dialekt sing.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieses Interviews.

 

Fotograf: Michael Namberger

Fotograf: Michael Namberger

Claudia, Sie sind Preisträgerin des Wettbewerbes „Treffen Junge Musik-Szene“ der ja in Berlin stattfindet, wie sind Sie denn dazu gekommen teilzunehmen?

Ich hab in unserer Zeitung das Ausschreiben gelesen und mir gedacht : Da mach ich jetzt einfach mal mit und schick´ein Lied von mir dahin. Ich hab mich sehr gefreut, ausgewählt worden zu sein und konnte eine tolle Woche mit anderen jungen Musikern in Berlin verbringen.

 

Musik stand als Beruf auch schon immer fest, oder gab es mal einen anderen Berufswunsch?

Die Musik stand bei mir eigentlich immer im Mittelpunkt. Aber ich habe mir gut überlegt, ob ich es wirklich wagen soll, die Musik zum Beruf zu machen. Meine Angst war, dass ich irgendwann den Spaß daran verliere weil man dann so einem Druck ausgesetzt wird. Den spüre ich jetzt zwar auch, aber ich lerne, damit umzugehen und alles einfach so entspannt wie möglich zu sehen.

 

Singen Sie mittlerweile eigentlich nur noch im bairischem Dialekt oder auch noch Hochdeutsch?

Hauptsächlich bairisch und ab und zu Englisch. Der Dialekt ist dem Englischen oft sehr ähnlich, beides sind im Vergleich zu dem Hochdeutschem sehr weiche Sprachen, die sich gut in die Musik einfügen.

 

Ihre Auftritte sind aber Deutschlandweit, woran glauben Sie liegt es das der bairische Dialekt doch so gut ankommt?

Ich glaube es ist  immer die Verbindung mit der Musik. Da spielt es oft gar keine Rolle, in welcher Sprache sie daherkommt, man spürt entweder etwas, oder eben auch nicht.

 

Machen Sie alles an Ihrer Musik selbst? Texten und die Musik ansich? …und wie kann man sich den Prozess vorstellen wie ein Lied bei Ihnen entsteht?

Ich habe meistens eine Idee über was ich schreiben möchte, bin gerade in einer bestimmten Stimmung oder mache mir Gedanken über irgendetwas. Dann hol ich meine Gitarre oder setzte mich ans Klavier und lass es einfach aus mir heraus fließen. Wenn der Song dann fertig ist, schau ich nochmal drüber und überlege, ob ich zufrieden bin oder noch was besser machen könnte…

 

Ihr aktuelles Album heißt „menschsein“ erzählen Sie mal, in welche Richtung geht die Musik, was kann der Hörer sich da vorstellen?

Die Musik ist eine  Mischung aus  Pop/Folk Songs die sich alle um das Menschsein drehen, also alles aus dem Leben gegriffen. Am besten einfach mal rein hören, Musik ist so schwer zu beschreiben…

 

Sie haben jetzt gerade eine Tour als Support für die Eagles hinter sich, wie waren die Eindrücke?

Super war es! Es war für uns eine große Ehre, dass die Eagles uns für ihr Vorprogramm ausgesucht haben. Wir hatten eine Menge Spaß, dem Publikum hat es glaube ich ganz gut gefallen und den Eagles auch, juchu! Es war toll, mal auf einer so großen Bühne zu stehen und vor so einem Massenpublikum aufzutreten.  Als Vorband hat man es ja nicht gerade leicht, weil man weiß: Die Leute da draussen wollen eigentlich jetzt gleich sofort die Eagles sehen. Aber sie haben uns nichts davon spüren lassen, das war sehr schön 🙂

 

Was ist für die nahe Zukunft und darüber hinaus noch geplant, darf man da schon etwas verraten?

Ich plane eigentlich immer von heute auf morgen und schau, was sich so ergibt! Jetzt sind meine Band und ich jedenfalls noch bis ins nächste Jahr hinein auf Tour. Außerdem bin ich ja auch Mama von einem kleinem Sohn, es ist also einiges los.

 

Gibt es etwas, dass Sie gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würden?

Ich würde mich  freuen, wenn wir euch mal auf einem Konzert begrüßen dürfen! Schaut doch einfach mal vorbei, wenn wir in der Gegend sind…

 

Mit wem würden Sie nicht in der Sauna sitzen wollen?

Puh, wen nehm ich da….Ich möchte auf keinen Fall einen meiner früheren Lehrer treffen wollen, denke ich!

 

nachgebloggt bedankt sich ganz herzlich für dieses Interview. Es ist nicht selbstverständlich, dass jeder sich die Zeit nimmt für ein Interview, für seine Fans, für interessierte Menschen. Wenn Dir dieses Interview gefällt, sage es gerne weiter und wenn Du noch Fragen hast, darfst Du diese gerne hier stellen.

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de