Interview: Daniel Popat „Bollywood und Hollywood sind auf jeden Fall Ziele auf meinem Weg“

Daniel Popat ist ein deutscher Schauspieler aus der Serie „Rote Rosen“. Seine Familie stammt aus Indien und Afghanistan.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieses Interviews.

 

Foto: Daniel Popat

Foto: Daniel Popat

Deine Eltern kommen aus Afghanistan und Indien, was verbindet dich mit diesen Kulturen?

In erster Linie die Sprachen. Ich spreche muttersprachlich zwei verschiedene indische Sprachen: ,,Hindi“ / ,,Sindi“. Die Sprache meines  Vaters ,,Dari“ (afghanisch) habe ich nie gelernt, was ich jetzt versuche nachzuholen. Und dann natürlich auch die Essenskultur, die wir Zuhause pflegen, welche überwiegend aus der indischen Küche besteht. Gelegentlich gibts Spezialitäten aus Afghanistan, dann zaubert aber mein Vater am Herd. Und natürlich nicht zu vergessen: Bollywood.  Fast schon eine Norm für jeden Inder.

Auch in mir schlummert der Bollywood Spirit.

 

Du wolltest ja Ursprünglich Jura studieren, der Schauspielerei zur Liebe aber nicht, da gabs doch sicher nicht nur Zusprüche im Familien -und Freundeskreis?

Im Freundeskreis gab es nur Zusprüche, von der Familie bekam ich zwar auch Zusprüche, dennoch wollte mein Vater, dass ich mir zuerst ein sicheres zweites Standbein aufbaue. Dazu kam es dann wohl nicht mehr. Dass das aber wichtig ist, weiß ich, deshalb wird das auf jeden Fall nachgeholt.

 

Die Schauspielerei, war das schon immer so ein Wunsch von Dir oder wie entstand dieser?

Als kleiner Junge wollte ich schon immer groß werden…Irgendwann fing ich dann mit 15,16 durch Freunde an Theater zu spielen, was mir sehr viel Spaß brachte. Und schnell merkte ich, dass es auf jeden Fall was in diese Richtung sein müsste. Trotzdem wollte ich aber bevor ich mich ganz dem Schauspiel widme was „Gescheites“ lernen, deswegen das Jura Studium. Das daraus nichts wird, wusste ich nicht, als ich ohne große Erwartungen meine künftige Agentin vor einigen Monaten kennenlernte. Nun spiele ich meine erste große Rolle, und ich merke, dass ich dem Schauspiel und Allem was dazu gehört verfallen bin. Studieren werde ich bestimmt auch noch, dann aber sicherlich nicht mehr Jura.

 

(c) ARD

(c) ARD

Bollywood… Ist also ein Ziel deiner Karriere? Würdest Du das vor einer Kinokarriere in Deutschland oder möglicherweise den USA vorziehen?

Bollywood und Hollywood sind auf jeden Fall Ziele auf meinem Weg. Jetzt aber möchte ich mich mit ,,Rote Rosen“, und schließlich nach ,,Roten Rosen“, auf eine Karriere in Deutschland, Kino inbegriffen, konzentrieren. Bevor ich die Welt erobere, muss ich mir doch erst einen Namen machen 🙂

 

Aktuell hast Du in „Rote Rosen“ die Rolle Rajan, wie würdest Du deine Rolle beschreiben?

Elegant wie ein Tempeltänzer und schnell wie eine Kobra. Eins der herausstechendsten Charaktermerkmale ist die Höflichkeit, dicht gefolgt von der Bescheidenheit, und vom Ehrgeiz. Rajans Soziologie ist erstrebenswert, da hinkt Daniel noch hinterher.

 

Wieviel Daniel steckt in Rajan?

Rajans Werte und Lebenseinstellung, wie zum Beispiel: der Glaube an die ewige Ehe, oder das Liebe aus einer Freundschaft herauswächst, mit anderen Worten eine arrangierte Ehe, das sind Vorstellungen und Mentalitäten, die ich sehr wohl aus dem Morgenland kenne, als auch in meinem Familienkreis beobachten kann, aber nicht zwingend als meine persönlichen absoluten Wahrheiten empfinde. Dadurch dass ich nicht nur indisch bin wie Rajan, bzw. indisch-afghanisch in meinem Fall, sondern vor allem in erster Linie Deutscher, kenne ich auch das Abendland, und weiß abzuwägen und für mich das Richtige rauszusuchen.

 

Foto: Daniel Popat

Foto: Daniel Popat

Wie ich gelesen habe gibt es eine Liebesgeschichte mit Sarah Alles, die ich ja schon interviewt habe, könnt Ihr gut zusammen spielen?

Alles braucht seine Zeit. So war auch das Zusammenspiel zwischen Sarah und mir am Anfang nicht ganz einfach. Schon aus dem einfachen Grund, dass Sarah, die ja schon ‚fast‘ ein alter Hase im Filmbiz ist, auf jemanden traf der keinerlei Dreherfahrung besaß, oder so gut wie fast keine. Doch umso mehr wir miteinander gespielt haben, und uns auch privat trafen, umso besser und harmonischer wurde es. Aber das Beste ist:

Den Ehrgeiz den wir an den Tag legen, lässt keine Grenzen im ‚immer besser werden‘ zu.

 

Ist Deine Rolle eigentlich jetzt zeitlich begrenzt oder bist Du festes Mitglied bei Rote Rosen?

Ich bin ein festes Mitglied im Ensemble und auf jeden Fall bis zum Staffelende, November, dabei. Ob ich noch in der nächsten Staffel mitwirke, das wird sich in den nächsten Monaten zeigen, die Option ist zumindest gegeben.

 

Gibt es etwas, dass Sie gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würden?

Eigentlich würde ich jetzt gern einen verdammt coolen Spruch raushauen, damit der Leser mich gut in Erinnerung behält, da mir aber wie immer nichts einfällt, möchte ich mich an dieser Stelle für Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Interesse an meiner Person bedanken. Danke sehr.

 

Mit wem würden Sie nicht in der Sauna sitzen wollen?

Da man ja üblicherweise in der Sauna nackt ist: Cindy aus Marzahn.

 

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© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de