Interview: Angelika Kindt „Ich muss damit momentan leben, dass meine Tochter eine derartige Entscheidung getroffen hat“

Angelika Kindt ist eine deutsche Autorin.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieses Interviews.

 

Foto © CreaDiva/Christine Hock

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Ihr aktuelles Buch heißt „Wenn Kinder den Kontakt abbrechen„, wie kam es dazu dieses Buch zu schreiben?

Eine Bekannte, sie ist Lektorin beim Südwest Verlag, fand mein Schicksal so interessant, dass sie mich bat, ob sie das Thema dem Verlag vorschlagen könne.

 

Also haben Sie das Buch auch ein wenig für sich selbst geschrieben?

Nein, das Buch habe ich letztendlich geschrieben, weil ich nach und nach erfuhr, dass das Thema wichtig ist. Es ist ein Tabuthema, aber betrifft viele Eltern.

 

Warum denken Sie enden sich Kinder manches Mal von Ihren Eltern ab, was könnte ein Grund sein?

Ich wüsste das auch gerne. Diese „Warums“ durchziehen ja das Buch und das sind auch die Fragen, die andere betroffene Eltern umtreibt.

 

Sollte man als Eltern diese Tatsache akzeptieren, oder was macht man dann am besten?

Nein, das können Eltern nicht akzeptieren. Ich muss damit momentan leben, dass meine Tochter eine derartige Entscheidung getroffen hat, mit mir derzeit nichts zu tun haben zu wollen, aber ich muss es nicht akzeptieren. Es gibt keine Tipps oder Rezepte, wie andere damit umgehen könnten. Ich habe meine Weise gefunden, mit diesem Schritt umzugehen.

 

Foto © CreaDiva/Christine Hock

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Es heißt Sie haben viele Gleichgesinnte kennen gelernt, was glauben Sie wieviele Kinder im Schnitt in Deutschland den Kontakt zu ihren Eltern abbrechen?

Ja, es gibt viele, viele Eltern, das erfahre ich derzeit auch in den Reaktionen. Mich erreichen täglich ca. 30 Mails, und das seit zwei Monaten.

Eine Zahl, die gibt es nicht, denn das Thema wurde vorher nie öffentlich besprochen. Nach der Sendung „Kölner Treff“ waren auf der Homepage www.wenn-kinder-den-kontakt-abbrechen.de ca. 2000 Klicks an zwei Tagen.

 

Gibt es etwas, dass Sie gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würden?

Versöhnung zu leben und zu begreifen, Das ist anspruchsvoll, aber der einzige Weg nach meiner Meinung, mit diesem Schicksal umzugehen.

 

Mit wem würden Sie nicht in der Sauna sitzen wollen?

Ich würde keinen Wert darauf legen, Herrn Stauß-Kahn in der Sauna zu sehen oder gar zu begegnen.

 

nachgebloggt bedankt sich ganz herzlich für dieses Interview. Es ist nicht selbstverständlich, dass jeder sich die Zeit nimmt für ein Interview, für seine Fans, für interessierte Menschen. Wenn Dir dieses Interview gefällt, sage es gerne weiter und wenn Du noch Fragen hast, darfst Du diese gerne hier stellen.

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de

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