Interview: Stefanie Michl „Ich war eigentlich nie eine Partymaus“

Stefanie Michl ist eine österreichische Golfspielerin.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieses Interviews.

 

Stefanie, bereits mit 3 Jahren haben Sie angefangen Golf zu spielen, wie kommt man denn als so kleines Mädchen zu dem Sport?

Durch meinen Papa, der begonnen hat zu golfen und quasi am Golfplatz „gelebt'“ hat.

 

Die Platzreifeprüfung bestanden Sie „nebenbei“ mit sechseinhalb Jahren, viele Leser werden nicht wissen wie so eine Platzreifeprüfungaussieht, würden Sie uns das kurz erklären?

Damals musste man mit dem Club Pro einige Löcher mit einem bestimmten score absolvieren und die regeln bzw. Etikette kennen.

 

Hatten Sie eigentlich als junge Frau irgendwann mal den Gedanken aufzuhören? Ich stelle mir das zb. so vor das man ab einen gewissen Alter dann andere Dinge im Kopf hat wie Feiern, Freunde etc. Wie war das bei Ihnen? Ist die Liebe zu dem Sport so groß?

Foto: Stefanie Michl

Foto: Stefanie Michl

Ans Aufhören habe ich eigentlich nie gedacht, denn grundsätzlich bin ich sehr ausdauernd und kann mich nicht erinnern jemals irgendetwas aufgegeben zu haben, auch wenn ich schon sehr viele Rückschläge einstecken musste.

Ich war eigentlich nie eine Partymaus und mein Freund bzw. die meisten meiner Freunde waren und sind Golfer.

Das machte es bestimmt viel leichter.

Grundsätzlich mache ich aber, was ich mir in den Kopf setze und lasse mich  von anderen nicht beirren, das ist bestimmt auch so, weil ich ein Einzelkind bin und nie allzu viel auf das wertgelegt habe, was andere von meinen Zielen halten.

Ich habe das Gefühl ich bin schon so weit gegangen mit diesem Sport und ich bin knapp davor wirklich gut zu ein, das treibt mich noch immer sehr stark an.

 

Ihr Lieblings-Sportler ist Tiger Woods, was fasziniert Sie so an ihm?

Er war so lange Zeit so dominant, seit er 14 Jahre alt war gewann er in seinen Gruppen alles, natürlich, sein verletztes knie macht ihm jetzt das Leben schwer, aber wenn er gesund ist und gut spielt ist er unschlagbar. Ist jemand so gut und kann sich jeden Tag wieder motivieren noch besser zu werden, dann fasziniert mich das. genauso war es mit Federer, oder Hermann Maier,…..diese  Menschen bewundere ich sehr und sie zeigen, was mit Motivation und harter Arbeit möglich ist.

 

Foto: Stefanie Michl

Foto: Stefanie Michl

Sie studieren nebenbei Psychologie und betreiben den Sport, kann man vom letzteren eigentlich leben oder wird nur in Amerika das große Geld damit verdient?

Vom Studium bin ich derzeit beurlaubt, da die Kurse mit anwesenheitspflicht für mich in Kombination mit meinem Turnier Kalender nicht durchführbar waren. Spielt man in den Top 20 in Europa, kann man sehr gut davon leben, wie in jeder Sportart sind  Sponsoren auch im Golf unumgänglich. Natürlich, das große Geld  wartet auf der lpga in den USA.

 

Bei welchen Turnier starten Sie als nächstes und was denken wie wird die Zukunft aussehen?

Bei den swiss open in Losone. Heuer werde ich den Turnier Kalender der let fertigspielen, weiterhin an den Schwachpunkten in meinem Spiel arbeiten und hoffen, dass ich bis zur nächsten Saison genügend Fortschritte gemacht habe um auf die lpga zu gehen.

 

Mit wem würden Sie nicht in der Sauna sitzen wollen?

Gehe nie in die Sauna :-)))), verbringe im Sommer einige Wochen in Orlando…das genügt mir als Sauna!!!!!

 

nachgebloggt bedankt sich ganz herzlich für dieses Interview. Es ist nicht selbstverständlich, dass jeder sich die Zeit nimmt für ein Interview, für seine Fans, für interessierte Menschen. Wenn Dir dieses Interview gefällt, sage es gerne weiter und wenn Du noch Fragen hast, darfst Du diese gerne hier stellen.

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de

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