Interview: Norman Bücher „Der Sport war seit meiner frühesten Kindheit mein Element gewesen“

Norman Bücher ist ein deutscher Extremläufer.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieses Interviews.

 

Foto © Christian Frumolt

Foto © Christian Frumolt

Mit 22 liefen Sie Ihren ersten Marathon, wie entstand denn die liebe zum Laufen?

Der Sport war seit meiner frühesten Kindheit mein Element gewesen; zum Laufen bin ich dann durch meinen Vater gekommen, der schon seit dreißig Jahren Marathon-  und auch Ultramarathon läuft.

 

Aber Hauptberuflich Laufen erst seit 2008?

Richtig. Im Jahr 2008 habe ich meinen Job als Unternehmensberater an den Nagel gehängt und mich als Extremsportler und Vortragsredner selbstständig gemacht. Indem ich meine Erfahrungen aus dem Sport an andere Menschen in Vorträgen und Seminaren weitergebe, finanziere ich mir wiederum meine aufwendigen sportlichen Abenteuer.

 

Ist das schwer gewesen den Absprung zu schaffen und finanziell vom Laufen zu leben?

Wie bei allem im Leben, jeder Anfang ist schwer. So war es auch bei mir zu Beginn meines Unternehmerdaseins. Doch Durchhaltevermögen, Selbstdisziplin und eiserner Wille zahlen sich mittel – bis langfristig immer aus.

 

Wieviel trainieren Sie so in der Woche und laufen Sie jeden Tag oder gibt es auch mal Tage an denen Sie sozusagen Pause vom Sport machen?

In der Woche habe ich 5-7 Laufeinheiten; komme auf 120 bis 150 Kilometer. Ich gönne mir aber mindestens einen Tag Pause pro Woche. Das ist ganz wichtig.

 

Wie ist eigentlich so der Kontakt zu anderen Läufern? Mit Christian Schiester etwa habe ich schon ein Interview führen dürfen, kennt man sich, hat man die Zeit während der Läufe auch Gespräche zu führen?

In der Laufszene, speziell beim Ultramarathonlauf, kennt man die bekannten Gesichter, wie Christian Schiester oder auch Joey Kelly. Bei einem Wettkampf Gespräche zu führen, ist nicht immer möglich, aber davor oder danach bleibt immer Zeit.

 

Gibt es einen Lauf an den Sie sich ganz besonders gerne erinnern?

Mehrere, aber besonders an den Ultra-Trail Mont Blanc (166 Kilometer, 9.400 Höhenmeter), den ich schon dreimal erfolgreich bewältigen konnte, erinnere ich mich immer noch sehr gerne. Ein faszinierender und gleichzeitig anspruchsvoller Lauf.

 

Ist das lange Laufen nicht manches Mal auch sehr langweilig?

Nein, weil ich während meiner langen Läufe die Zeit bewusst nutze, um nachzudenken, um mich inspirieren zu lassen oder meinen Gedanken einfach nur freien Lauf zu lassen. Das genieße ich.

 

Was ist für die nahe Zukunft und darüber hinaus noch geplant, darf man da schon etwas verraten?

Für die kommenden 2 Jahre plane ich gerade wieder spannende und sehr interessante Lauf-Abenteuer. Lassen Sie sich überraschen. In Kürze kann ich mehr sagen.

 

Gibt es etwas, dass Sie gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würden?

Mein Lebensmotto: „Die Grenze ist dort, wo die menschliche Vorstellungskraft endet.“

 

Mit wem würden Sie nicht in der Sauna sitzen wollen?

Fällt mir spontan niemanden ein. Mit unzufriedenen, nörgelnden und jammernden Menschen will ich sicherlich nicht die Sauna teilen.

 

nachgebloggt bedankt sich ganz herzlich für dieses Interview. Es ist nicht selbstverständlich, dass jeder sich die Zeit nimmt für ein Interview, für seine Fans, für interessierte Menschen. Wenn Dir dieses Interview gefällt, sage es gerne weiter und wenn Du noch Fragen hast, darfst Du diese gerne hier stellen.

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de

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