Interview: Thomas Rupprath „Ich wollte wissen wie weit ich mit meinem Körper außerhalb des Sports gehen kann“

Thomas Rupprath ist ein ehemaliger deutscher Schwimmer.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieses Interviews.

 

Foto: Thomas Rupprath

Foto: Thomas Rupprath

Thomas, mit 7 Jahren haben Sie das Schwimmen gelernt, ich etwa im selben Alter, aber was hat bei Ihnen dann die Faszination ausgelöst? War es damals schon oder erst später?

Ich habe im Alter von 7 Jahren Fußball wie fast jeder Junge in diesem Alter gespielt und gleichzeitig einmal die Woche zum Schwimmtraining gegangen. Mit 11 Jahren habe ich dann nur fürs Schwimmen entschieden, da ich gemerkt habe, dass ich sportlich ein Einzelkämpfer bin.

 

Letztes Jahr haben Sie Ihre Karriere beendet, das ist mittlerweile ziemlich genau 1 Jahr her, war es zur richtigen Zeit oder denken Sie heute manchmal, dass es auch hätte noch ein Jahr länger sein können?

Wenn man seinen Sport mehr als 20 Jahre gemacht hat und davon 15 Jahre auf Leistungsniveau, dann ist man immer traurig auf zu hören. Schwer ist es mir aber nicht gefallen, da ich alles gewonnen und erreicht habe was man in meinem Sport erreichen kann. Lediglich der Olympiasieg fehlt in meiner Sammlung. Wenn ich heute die Schwimmevents kommentiere bekomme ich schon wieder Lust gegen die Besten der Welt anzutreten.

 

Über 70 nationale Titel und über 50 internationale. Gibt es welche, an die Sie sich ganz besonders gerne erinnern?

Ich denke mit 77 Deutschen Meistertiteln und 59 internationalen Medaillen kann ich wirklich zufrieden sein. Natürlich vergisst man keine Medaille bei Olympischen Spielen so wie die Bronze in Sydney und die Silberne in Athen. Ein Höhepunkt war auch der Weltmeistertitel mit Weltrekord 2003 in Barcelona. War jeder Erfolg hat seine Geschichte.

 

Wenn man so viele Jahre Sport auf höchsten Niveau betrieben hat, wie ist das dann wenn man plötzlich aufhört? Fehlt da nicht etwas? Wie sieht es im Moment aus, in welcher Form betreiben Sie noch Sport?

In der ersten Zeit nach meinem Rücktritt habe ich das Schwimmen nicht vermisst. Bis heute gehe ich nicht mehr zum Schwimmen. Mit Fitnesstraining, Golfen und Tennis versuche ich mich sportlich fit zu halten.

 

Anfang des Jahres waren Sie im RTL Dschungelcamp zu sehen, WeltOnline betitelte dieses mit „Thomas Rupprath ruiniert seinen Ruf“ hat der Auftritt Ihren Ruf geschadet? Wie sehen Sie das jetzt einige Zeit danach?

Welt online ist ein sehr kritisches Online Portal. Ich persönlich kann nur sagen dass es mir zu 0 % geschadet hat. Im Gegenteil, ich habe viele neue interessante Menschen kennen gelernt, neue Freunde gefunden und keinen Schaden davon getragen. Komisch ist immer bei so einem Format das alle es schlecht reden und meinen so einen Mist nicht zu gucken, aber unsere Einschaltquoten waren unglaublich hoch. Irgendwie hat doch jeder den Dschungel geguckt.

 

Foto: Thomas Rupprath

Foto: Thomas Rupprath

Was war denn der ausschlaggebende Punkt für die Teilnahme?

Die 3,5 Million Gage von RTL. Ich wollte wissen wie weit ich mit meinem Körper außerhalb des Sports gehen kann. Beim Schwimmen bin ich fast jeden Tag ans Limit gegangen und habe mich gequält. Im Dschungel ist es eine absolut andere körperliche, geistige und seelische Belastung. Es war eine Herausforderung die ich in meinem Leben nie missen möchte.

 

Besteht noch Kontakt zu den anderen Teilnehmern, oder ging da jeder seine Wege?

Kontakt besteht mit Jay, Indira und Matthieu noch. Besonders mit Jay und Indi habe ich viel Kontakt. Immer wenn es die Zeit zu lässt und meine Frau und ich in Berlin sind, treffen wir uns mit Jay und Indira wenn sie gerade auch in Berlin ist. Ich kann sagen das eine Freundschaft zwischen Jay und mit entstanden ist.

 

Sie sind Co-Kommentator bei Eurosport, wenn ich richtig informiert bin, was machen Sie darüber hinaus?

Hauptberuflich betreibe ich ein Ästhetikstudio in Rostock seit ca. 4 Jahren. Mehr Informationen können Sie sich gerne und www. bmb-rostock.de holen.

 

Was ist für die nahe Zukunft und darüber hinaus noch geplant?

Für die nächste Zukunft ist nichts Besonderes geplant außer mein Studio weiter nach vorne zu bringen. Reizen würde mich eine weiter TV Geschichte schon, aber mehr im Moderatoren Bereich. Mal sehen was noch passiert.

 

Gibt es etwas, dass Sie gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würden?

Ja, vielen sehen immer nur meine Person, aber ohne meine Frau und die Familie hätte ich das alles nich geschafft und erreicht. Meine Frau ist nicht nur meine Frau sondern auch mein bester Kumpel und Freund. Mit ihr kann ich über alles sprechen und Sie ist immer für mich da. Sie hat mir immer den Rücken frei gehalten wenn ich mit meinem Sport viel unterwegs war und keine Zeit für andere Dinge hatte.

Ich denke das wichtigste ist eine intakte und glückliche Familie zu haben und ich kann glücklich sein so eine zu haben. Danke Urtchen für die letzen 11 Jahre ohne dich wäre ich nie da wo ich heute bin. Du bist die Beste Frau der Welt.

 

Mit wem würden Sie nicht in der Sauna sitzen wollen?

Mit Sarah Knappik

 

nachgebloggt bedankt sich ganz herzlich für dieses Interview. Es ist nicht selbstverständlich, dass jeder sich die Zeit nimmt für ein Interview, für seine Fans, für interessierte Menschen. Wenn Dir dieses Interview gefällt, sage es gerne weiter und wenn Du noch Fragen hast, darfst Du diese gerne hier stellen.

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de

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