Interview: KRYPTERIA „Wir kombinieren gerne zu harten Gitarrenriffs und knackigen Grooves Elemente aus klassischer Musik“

KRYPTERIA ist eine deutsche Rock-/Symphonic-Metal-Band.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieses Interviews mit der Sängerin Ji-In.

 

Picture by Alex Diezinger

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Symphonic-Metal, wenn man das noch nie gehört hat, dann kann man sich wirklich schwer was darunter vorstellen, man muss es wirklich mal gehört haben. Wie würdet Ihr euren Musikstil genau beschreiben, eure Einflüsse etc?

Wir kombinieren gerne zu harten Gitarrenriffs und knackigen Grooves Elemente aus klassischer Musik. Beispielsweise mögen wir sehr gerne orchestrale Arrangements, und ein wichtiges Merkmal unseres Stils ist der Chor. Am wichtigsten allerdings sind für uns schöne Melodien. Wir lieben es, diese in wundervoll fette Soundgewänder zu packen und schrecken auch vor Pathos nicht zurück.

 

Zuerst ist Die Band als Musical-Projekt aufgetreten, bis Du dazu gekommen bist, was bedeutete das musikalisch?

Ich denke, wir vollzogen da eine völlig natürliche Entwicklung: Da wir nun einmal nicht jedes Mal mit Orchester und Chor auf die Bühne konnten, sondern uns lediglich der Hilfe des Keyboards und unseren eigenen Stimmen – meine Jungs sind nämlich alle super Sänger! – bedienen mussten, wurde unser Sound sehr schnell immer wilder und härter als bei unseren Alben. Wir lieben es, auf der Bühne, purer und rauer zu sein, und mittlerweile fließt unser Liverausch immer mehr beim Songwriting beziehungsweise beim Arrangieren unserer Songs mit ein.

 

Ihr habt ja schon zur WM 2006 für die koreanische Nationalmannschaft etwas gespielt, wie kam es denn zu dem Kontakt?

Bei einem Auftritt in Seoul wurden die sogenannten „Reds!“ auf uns aufmerksam. Sie sind die offizielle Fanorganisation der koreanischen Fußballnationalmannschaft und hatten schon viel von uns gehört. Nach dem Gig kamen sie total begeistert zu uns in den Backstagebereich und wollten unbedingt, dass wir für die Nationalmannschaft eine Hymne singen. Natürlich ließen wir uns nicht zweimal bitten und haben noch am selben Abend zugesagt. Für uns alle war das eine sehr aufregende Sache, weil wir ja schon immer neben der Musik absolute Fußballfans waren; und dann auch noch für das Land meiner Ahnen zu singen, war eine ganz besondere Ehre.

 

Picture by Alex Diezinger

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Wie kam es dann zuletzt eigentlich zu der Zusammenarbeit mit dem BVB-Jahrhundertchor für die BVB Hymne 2011?

Norbert Dickel, die Stadionikone, erzählte uns davon, dass der BVB zum 100. Jubiläum aus sämtlichen Fans einen Chor gecastet hatte. Nach den ersten Gesangssessions war Chris so begeistert, dass es völlig klar war, dass es diese Single ohne den BVB-Jahrhundertchor nicht geben durfte! Wir sind sehr glücklich darüber, dass sie mitgemacht haben, denn einen besseren Chor, der mit so viel Herzblut und Leidenschaft die Verbindung zwischen Fan und Mannschaft besingt, hätte man sich nicht wünschen können.

 

Seid Ihr auch BVB-Fans?

Absolut. Ich muss zwar gestehen, dass ich jetzt nicht seit meiner Geburt Fan bin, aber ich fand schon bei der WM Jürgen Klopp sehr cool, und seit er in Dortmund Trainer ist, macht es echt Spaß zu sehen, wie die außergewöhnlich junge und aus interessanten Charakteren bestehende Mannschaft den Fußball auf den Kopf gestellt hat. Meine Jungs nennen sich verkappte Fußballer, und sie wären am liebsten in die Knie gesunken und hätten den Rasen geküsst, als wir den heiligen Signal-Iduna-Park betraten, um unser Video zu drehen: Natürlich wurde sofort ein Fußball ausgepackt und erst einmal gekickt, was ganz schön unfair war, weil ich in meinen hochhackigen Schuhen nicht sonderlich gut laufen konnte.

 

Wie steht Ihr zu der Kritik von einigen Seiten?

Jeder hat das Recht auf seine Meinung und es ist uns klar, dass wir es nicht allen Recht machen können! Wir mögen den Song von Edward Elgar sehr und finden, dass wir mit den BVBlern einen sehr passablen Text geschrieben haben.

 

Was ist für die nahe Zukunft und darüber hinaus noch geplant, darf man da schon etwas verraten?

Wir sind erst mal sehr glücklich über die fantastischen Reaktionen unserer Fans auf unser Album und natürlich auch über die erfolgreichen Chartplatzierungen. Wir können es kaum abwarten, endlich live aufzutreten und werden nach einigen Festivals im In-und Ausland  im Spätherbst quer durch Deutschland touren. Ich bin schon sehr gespannt und heiß darauf, wie die Songs live ankommen und freue mich auch schon über die Treffen mit unseren Fans nach den Shows.

 

Picture by Alex Diezinger

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Gibt es etwas, dass Ihr gerne an dieser Stelle dem Leser mitteilen würden?

Klar! Fühlt Euch alle eingeladen, unsere Gigs zu besuchen, und vielleicht nach der Show – bei einem schönen kalten Glas Wasser oder einem Bier mit Frank – mit uns über Gott und die Welt zu sinnieren…!:-)

 

Mit wem würdest Du nicht in der Sauna sitzen wollen?

Ich gehe nicht in die Sauna!

 

nachgebloggt bedankt sich ganz herzlich für dieses Interview. Es ist nicht selbstverständlich, dass jeder sich die Zeit nimmt für ein Interview, für seine Fans, für interessierte Menschen. Wenn Dir dieses Interview gefällt, sage es gerne weiter und wenn Du noch Fragen hast, darfst Du diese gerne hier stellen.

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de

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