Heike Kloss „Ich hatte große Lust auf diese schräge Serie und war Feuer und Flamme für die Rolle der Biene“

Heike Kloss ist eine deutsche Schauspielerin, bekannt aus der RTL-Comedyserie „Alles Atze“

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieses Interviews.

 

 

 

 

 

 

Copyright: ffpeters

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Heike, Sie haben eine Tanzausbildung und eine Schauspielausbildung in den USA gemacht, das müssen Sie dem Leser erklären, wieso in den USA? Wie kam es dazu?

Mit 16 Jahren hatte ich die Möglichkeit, Tanzklassen in New York zu besuchen und meine ersten Broadwayshows zu sehen. Das hatte mich geprägt und Maßstäbe gesetzt.

Auf mich wirkte die Energie von New York immer faszinierend. Die Standards sind hoch, dort wollte ich nach dem Abitur hin.

Bei einem meiner späteren New York Aufenthalte schaute ich bei diversen Schauspielklassen zu. Eine Lehrerin und deren Unterrichtsstil faszinierte mich besonders: Diaan Ainsley.

Sie haben dann Musicals gespielt wie Cats oder Grease, was hat Sie an dem Beruf der Schauspieleri so fasziniert?

Seit meinem vierten Lebensjahr nahm ich Ballettunterricht und träumte davon, irgendwann in einem Musical mitzuwirken. Von Filmen wie Singin‘ in the Rain, Kiss me Kate oder Sweet Charity war ich begeistert. Aber auch schon in frühen Jahren fand ich z. B. Filme mit Audrey Hepburn faszinierend und spielte in meinem Zimmer Szenen nach oder ich spielte eine Rolle tagelang im Familienalltag.

Tanz war allerdings mein erstes Medium um mich auszudrücken. Während meines Engagements bei Cats verspürte ich den Drang, die Zuschauer noch besser zu erreichen, mich direkter mitzuteilen. Ich wollte Rollen spielen und die Sprache als weiteres Medium beherrschen. Dazu musste ich aber zunächst meinen schwäbischen Akzent ablegen.

Hatten Sie jemals einen anderen Berufswunsch?

Der Wunschtraum, auf der Bühne oder vor der Kamera zu stehen war seit meiner Kindheit immer präsent und ist es auch heute noch.

Trotzdem hatte ich um das Abitur herum ein großes Interesse für Geologie und auch für Meteorologie. Wenn ich die Aufnahmeprüfung für die Musicalschule des Theater an der Wien nicht geschafft hätte, wäre ich heute vielleicht Wetterfee oder würde Tsunamis auswerten.

Dann kam „Alles Atze“ Ein gewagter Schritt für eine Musicaldarstellerin in einer Comedy-Serie mitzuwirken oder?

Vor Alles Atze hatte ich schon Dreherfahrung und durfte mich auch in einem Comedyformat ausprobieren. Ich hatte große Lust auf diese schräge Serie und war Feuer und Flamme für die Rolle der Biene.

 

 

 

 

 

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Gab es damals eigentlich ein Casting? Bzw. wann und wie kam es zu der Entscheidung zum Fernsehen zu gehen und die Bühne vorerst zu verlassen?

Während meines Engagements bei Grease in Düsseldorf war ich, nachdem ich ununterbrochen von einer Musicalproduktion zur nächsten gegangen war, bereit für Veränderung.

Ich schrieb alle Caster und Agenten in Köln und Hamburg an. So kam ich zu meiner ersten durchgehenden Rolle in der ARD-Serie Happy Birthday mit Witta Pohl – Gott hab Sie seelig.

Bei der Vorbereitung zu Alles Atze, sah mich die damalige Produzentin der Columbia Tristar (heute Sony Pictures), Christiane Ruff, in der Sending T.V. Kaiser und lud mich daraufhin zu einem Casting ein.

Wie sieht es aktuell aus, Sie sind Mutter geworden im vergangenen Jahr mit 42 Jahren, ich hoffe alles ging gut. Gibt es schon berufliche neue Pläne für die Zukunft?

Meine zweite Tochter ist bald 11  Monate alt und meine Grosse ist knapp vier Jahre. Momentan trete ich mein erstes Engagement nach der Babypause an. Ich probe zur Zeit in Worms bei den Nibelungenfestspielen. In dem Stück Jüd Süß spiele ich Gräfin Wilhelmine von Grävenitz.

Gibt es etwas, dass Sie dem Leser gerne an dieser Stelle sagen würden?

Zwei Zitate, die ich mir zu Herzen nehme. Das erste ist von Theodor Fontane: „Courage ist gut, Ausdauer ist besser“. Das zweite lautet: „Das Glück beruht oft nur auf der Entscheidung glücklich, zu sein“.

Mit wem würden Sie nicht in der Sauna sitzen wollen?

Saunieren ist Entspannung pur. Dazu gehört Ruhe. Also auf keinen Fall mit einer Quasselstrippe.

Vielen Dank Heike, für das Interview.

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de

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