Martin Scholz „Zurzeit arbeite ich an meinem Album, ich habe mir vorgenommen ein gutes Produkt abzuliefern“

Martin Scholz ist ein deutscher Fernsehmoderator und Sänger.

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Ja, Musik war und ist meine große Liebe. Man kann so viel mit ihr ausdrücken und bewegen, das hat mich schon immer fasziniert.

Bild © Marco Meister

Martin, Sie kommen wie ich aus Bremen, was verbindet Sie heute noch mit Ihrer Heimatstadt?

Ich bin sehr verbunden mit meiner Heimatstadt, nicht zuletzt weil meine Familie hier lebt und mir eine gute Basis bietet. Das ist wichtig, wenn man die ganze Zeit unterwegs ist. Ausserdem liebe ich Bremen und Umzu, tolle Leute und der Norden rockt eben 😉 

Wie Sie 15 Jahre alt waren, gründeten Sie ihre erste Band, Musik war also schon immer der große Traum?

Ja, Musik war und ist meine große Liebe. Man kann so viel mit ihr ausdrücken und bewegen, das hat mich schon immer fasziniert. Ausserdem liebe ich es Leute zu unterhalten und ihnen eine gute Zeit zu geben, ihre Sorgen zu vergessen und aus sich rauszukommen. Musik ist für mich ein wichtiges Ventil, so kann ich meine Erlebnisse verarbeiten und davon gab es in den letzten Jahren viele. 

Eine Ausbildung machten Sie als Friseur, also etwas Handwerkliches. Das klingt fast etwas wie absichern bevor man den großen Traum in Angriff nimmt, stimmt das?

Eine berufliche Absicherung ist sehr wichtig, wenn man sich entschließt im Musikgeschäft tätig zu sein. Ich kann nur jedem raten sich nicht zu 100% auf die Musik zu verlassen, dafür ist das Geschäft zu schnelllebig und einfach ein gefährliches Haifischbecken mit vielen Blendern. Vorsicht ist geboten und immer schön die Augen aufhalten 😉 Ich weiß wovon ich rede! Touché ging ja leider auch nicht so ganz ohne schlechten Beigeschmack zuende. 

Mitglied bei Touché, Auftritte in vielen deutschen Serien, im Prinzip konnte man Sie vor einigen Jahren überall mal sehen, was ist heute Ihr Traum? Musik, Schauspiel oder Moderation?

Meine Auffassung ist, dass all diese Elemente ineinander greifen. Die Entertainer von früher haben es vorgemacht, Harald Junke z.B. oder Johannes Heesters um nur mal zwei zu nennen. Ich habe einen riesen Respekt vor diesen Künstlern, das waren noch wahre Unterhalter. Da soll es meiner Meinung nach wieder hingehen. Ich für meinen Teil bediene all die Bereiche gerne, wobei die Musik sicherlich an erster Stelle steht. Es ist einfach das Geilste ein Popstar zu sein ; ) 

Seit einigen Jahren kennt man Sie als Moderator diverser Call-In-Sendungen. Wie rutscht man denn von der Musik da rein?

Naja, Musik hat mich immer begleitet und ich war immer am Ball. Es hat lange gedauert nach Touché herauszufinden welche Richtung zu mir passt und womit ich glaubwürdig auf der Bühne stehen kann. Ich finde es sehr wichtig hinter dem zu stehen, was man da auf der Bühne von sich gibt, sonst verliert man vor seinem Publikum früher oder später. Man sollte immer man selbst bleiben, wenn es um die Musik geht. Sicher gibt es Trends an denen man nicht vorbei kommt, aber die Grundaussage sollte stimmen und zu einem passen.

Bild © Marco Meister

Es gibt sehr viele Kritiker solcher Sendungen, wie gehen Sie mit solcher Kritik um?

Kritik ist immer sehr wichtig und befruchtend, das habe ich schon immer so gesehen. Wer mit Kritik nicht umgehen kann, sollte sich nicht auf eine Bühne stellen! Ich habe mich nie versteckt, wenn es auch mal unschöne Meinungen gab. 

Verfolgen Sie solche Kritiker eigentlich genau, beispielsweise Marc Doehler oder Holger Kreymeier? Oder sind die Ihnen nicht bekannt?

Klar kenne ich die, also nicht persönlich, aber ihre Seiten im Netz. Ich finde es gut, dass sie mit offenen Augen verfolgen was in den Sendungen passiert und ihre Meinung dazu äussern. Letztendlich wird niemand gezwungen dort anzurufen und mitzuspielen. Nun ist Call TV ja langsam aber sicher zu einem festen Bestandteil der TV Landschaft geworden, auch bei Formaten wie Dsds oder Supertalent geht es um Calls. Ich denke, dass ist aus der deutschen TV Welt nicht mehr wegzudenken. 

Wie sieht denn Ihre Zukunft aus, was ist für die nächste Zeit geplant und wo werden wir Sie als nächstes sehen können?

Zurzeit arbeite ich an meinem Album, das wird noch eine Zeit dauern, denn ich habe mir vorgenommen ein gutes Produkt abzuliefern. Ob man die Musik nun mag oder nicht ist dabei nicht der ausschlaggebende Punkt. Es gibt dafür zu viele verschiedene Geschmäcker. Mir ist wichtig, dass es ein handwerklich gut gemachtes Album wird. Kein Schnellschuss und kein Gehudel. Dafür bin ich mir zu schade und damit möchte ich meine Fans nicht enttäuschen. Ich kann nur so viel sagen, es wird ein sehr buntes Album mit tollen Texten in denen sich ein jeder wiederfinden kann und die Musik wird ihren Rest erledigen. Ich freue mich darauf es in meinen Händen zu halten und auf der Bühne zu spielen. 

Möchten Sie an dieser Stelle dem Leser gerne etwas mitteilen?

Nun, wir wissen alle, dass wir zurzeit nicht grade einfache Zeiten durchleben. Ich habe das Gefühl die Welt dreht sich immer schneller und wir hetzen alle nur unserem Job hinterher, dazu kommen Umweltkatastrophen, Wirtschaftskrisen, etc. Ich habe gemerkt, dass es wichtig ist darauf zu achten den Menschen an seiner Seite mit Respekt und Liebe zu begegnen. Das können wir im Kleinen tun, um evtl. auch ein wenig das Grosse zu beeinflussen und die Welt wieder ein wenig lebenswerter zu machen. Unser Leben ist ein Geschenk, lasst es uns genießen und mit den Menschen, die uns lieben, teilen. 

Mit wem würden Sie nicht in der Sauna sitzen wollen?

Mit mir ; ) Der Winterspeck sitzt noch zu fest auf den Hüften!

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de
Bild © Marco Meister

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