Tobi und Andi „Wir wollen Die Doofen“

Tobi und Andi sind die Betreiber der Webseite WirWollenDieDoofen.de und versuchen mit ihrer Idee „Die Doofen“ wieder zu vereinigen.

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Wir heißen Andi und Tobi und sind zwei waschechte „Die Doofen“ Fans. Wir kennen uns schon sehr lange und waren viele Jahre zusammen auf einer Ferienmaßnahme („Abenteuerspielplatz Lengfeld“) als Betreuer tätig.

wirwollendiedoofen.de

Wollt Ihr euch als erstes kurz vorstellen, würde mich interessieren wer hinter dem Projekt steckt und was ihr im normalen „nicht doofen“ Leben so tut?

Wir heißen Andi und Tobi und sind zwei waschechte „Die Doofen“ Fans. Wir kennen uns schon sehr lange und waren viele Jahre zusammen auf einer Ferienmaßnahme („Abenteuerspielplatz Lengfeld“) als Betreuer tätig. Das Projekt ist eng mit diesem Spielplatz, seinen Betreuern und auch den dortigen Kids verknüpft. Bei der graphischen Umsetzung der Webseite hat uns zusätzlich noch ein guter Freund unter die Arme gegriffen. Im „nicht doofen“ Leben ist Andi Kunstpädagoge und Tobi Informatiker. Tobi musiziert nebenher selbst auch ein wenig als Schlagzeuger bei der Band „Perennial Quest“. 

Wie kam es zu der Idee eine solche Webseite ins Leben zu rufen und eine solche Petition zu erstellen?

Wir haben immer öfter bemerken müssen, dass die Kids auf dem Abenteuerspielplatz die Doofen gar nicht mehr kennen und nicht mitsingen konnten, wenn wir gesungen haben. Wir hatten dann gewitzelt, das kann nur behoben werden, indem sich die Doofen wieder zusammenfinden und zum 20-jährigen Bestehen der Ferienmaßnahme ein Reunionkonzert geben. Immer wieder kam dann die Idee einer Petition zur Reunion bei gemeinsamen Abenden auf den Tisch. Ideen zu Webseiten, Flyern, Buttons, T-Shirt etc. Aber die Ideen versanken immer wieder. Richtig Dampf in die Sache kam durch zwei Begebenheiten: 1. hat Tobi irgendwann mal tatsächlich die Domain www.wirwollendiedoofen.de reserviert, und 2. beschloss Andi irgendwann mal spontan den Tobi in Hamburg zu besuchen und dabei gleich bei der Eppendorfer Grillstation und Dittsche vorbeizuschauen, um auf dieses Projekt aufmerksam zu machen. Nachdem wir Dittsches Unterschriften auf unseren Petitions-Shirts hatten, haben wir die Petitionsseite mit Hochdruck fertig gestellt und die Werbetrommel gerührt. 

Was hat er zu Eurer Idee und Eurer Mission gesagt?

„Ach, das is ja nett. Da schau ich mal vorbei!“ dürfte so ziemlich ein wörtliches Zitat von Dittsche gewesen sein, als wir ihn um ein Autogramm auf unseren Petitions-Shirts gebeten haben! Auch war er gerne für ein gemeinsames Foto bereit, und man erkennt in Dittsches Augen mit ein bisschen Fantasie ein kleines Aufblitzen erstaunter Bewunderung für unsere Idee. Wie es um seine Motivation steht, wagen wir allerdings nicht zu sagen. Er hat sich ja noch nicht offiziell auf der Petitionsseite eingetragen. Im Gegensatz etwa zu Wigald Boning, die Nummer 110 auf der Liste. Wigald scheint die Idee zu gefallen, was uns natürlich extrem freut! 

Warum sind wir eigentlich alle Doof?

Durch die Melodien und die Texte der Doofen als Band erhält das Wort „doof“ eine ganz neuartige und positive Facette, nämlich durch Momente des wunderbar Alltäglichen, des freundlich Absurden und kindlich Komischen. Doofsein wird zur Lebenshaltung und Lebenseinstellung! Die Fröhlichkeit der Doofen spricht alle an. Und wenn wir noch nicht alle doof sind, dann sollten wir es doch sein! Der Alltag lässt sich leichter leben, wenn wir ein bisschen doof sind und sein dürfen! 

Und was fasziniert euch so an „Die Doofen“? Ist das ein Stück Jugenderinnerung?

Das ist natürlich schon mal ein wichtiger Teil der Faszination: Erinnerungen an die jugendliche Begeisterung für Musik, die mit humorvollen, eingängigen Texten und ohrwurmverdachtbestätigenden Melodien ein Bestandteil der Lebenszeit geworden ist. Aber dazu kommen auch die Erfahrungen mit dem Doofen-Hören auf dem Abenteuerspielplatz: Kinder sind schnell begeistert von der Musik und werden fröhlich gestimmt… genauso wie die Erwachsenen, die sie mitpfeifen und –singen. Wer schon mal mit einer Gruppe Gleichgesinnter in einem befreundeten griechischen Restaurant „Zicke Zack Tsatsiki“ angestimmt hat oder vorm Würzburger Dom „Jesus“ zum Besten gegeben hat, weiß, welche Unbeschwertheit die Doofen vermitteln können. Außerdem ist es faszinierend, dass es kaum eine Lebenssituation, Stimmung oder Szenerie gibt, zu der einem nicht mindestens ein Zitat oder eine Textzeile der Doofen einfällt. Auch der musikalische Aspekt wird meist total unterschätzt, zumal Olli und Wigald ja zwei exzellente Musiker sind. Man hört buchstäblich heraus, welchen Spaß sie beim Komponieren und Aufnehmen der Stücke gehabt haben müssen und Experimente wie das Spielen der Soli auf Instrumenten, die der jeweilige Solist noch nie zuvor gespielt oder geübt hatte, sind einfach genial! Oder hört Euch mal „Wenn Alditüten träumen“ genauer an: Die Rhythmuselemente sind allesamt mit dem Mund gemacht! 

 

Was meint Ihr, wie groß ist die Chance, dass eure Mission Erfolg hat?

Wie wir ja schon auf der Petitionsseite geschrieben haben, wollen wir realistisch sein: Wigald und Olli haben beide ihre Terminkalender voll mit verschiedenen Projekten und wohnen an verschiedenen Enden der Republik, wo man sich nicht mal einfach so über den Weg läuft und über Reunions quatscht. Aber wir haben natürlich die Hoffnung, dass sich etwas regt, wenn sich viele viele Leute auf unserer Seite eintragen. Wir haben bisher nur die 400-er-Marke geknackt. Das sind wenige Einträge, scheinbar ist unser Projekt einfach noch nicht bekannt genug. Die Utopie geht aber noch weiter: Wenn wir dann genügend Leute sind, und die Doofen einen Termin gefunden haben, gibt es ein Reunion-Konzert, das mitgeschnitten wird und als Livescheibe „Das Reunionkonzert der Doofen“ erscheinen wird. Witzig dabei wäre, wenn sie mit einer kompletten Band auftreten würden, damit die Lieder genauso so verrückt klingen, wie auf den Studio-Alben. Das Artwork der CD würden wir Jon Flemming Olsen überantworten, der schon die ersten beiden Doofenscheiben so wunderbar gestaltet hat. 

Mit wem würdet Ihr nicht in der Sauna sitzen wollen?

Andi: Lieber nicht mit „Nacki-Popo-Klaus“ (der sagt zu mir immer „Mensch, nu zieh die Hose aus!“) 🙂 

Tobi: Mit dem Pullunder zu 70% aus Acryl, sonst geht es immer „Plitsch, platsch, quitsch, quatsch, uuuh ist das nass!“. In der Sauna wird schließlich so schon genug geschwitzt!

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de

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