Gewinnspiel: Matthias Frings – Ein makelloser Abstieg

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Das Gewinnspiel ist beendet

Gewonnen haben: Tracy Schedler & Nadja Brustmann

 

MATTHIAS FRINGS („EIN MAKELLOSER ABSTIEG“)

„Ein Kommentar zur Zeit, zur Realität – und alles ist wahr.“

Er ist aus der deutschen Medienszene und -historie nicht weg zu denken. Ihn deshalb als ‚Urgestein‘ zu bezeichnen, wäre genauso falsch (und uncharmant) wie es richtig ist: Nein, er ist nicht Oswalt Kolle – und das ist auch gut so – aber er ist ebenfalls ein solcher Teil unseres kollektiven Bewußtseins. Der Erfinder, Produzent und erste Moderator von LIEBE SÜNDE hat uns geprägt, aufgeklärt, von Klischees befreit, uns schlauer, liberaler und mondäner gemacht. Und nun tut er es wieder.

 

Dabei ist LIEBE SÜNDE nur ein Teil seiner Biographie. Über drei Dekaden hat MATTHIAS FRINGS zunächst das bundesdeutsche, dann das gesamtdeutsche Kultur- und Medientreiben begleitet und beobachtet. Im Epizentrum aller relevanter Entwicklung, aus Berlin, natürlich.

 

Frings ist ein freundlicher Rheinländer, der die ruppige rauhe Wahrhaftigkeit Berlins aber so schätzen gelernt hat („Wird man angeblafft, muß man sofort zurückblaffen.“), daß man ihn sich nirgendwo sonst in Deutschland vorstellen könnte, den Chronisten und Erzähler. New York oder London wären Alternativen, Frings wirkt angloamerikanisch, wie etwa Ian McEwan – ein Gentleman mit Kenntnis von Abgründen. Seine Haltung als Erzähler ist „sich vor nichts zu scheuen“, dabei aber „auf keinen Fall zu langweilen“.

 

Frings ist Fußgänger, nicht Autofahrer, im Park oder am Meer sammelt er seine Gedanken über die Szene, das Treiben, das Geschäft, die Kultur, die Medien, die Zusammenhänge und Entwicklungen. Er weiß, wovon er erzählt. Sicher haben seine Erfahrungen und Erlebnisse seinen neuen Roman EIN MAKELLOSER ABSTIEG geprägt, aber den verheirateten Frühsportler Simon Minkoff soll man nicht mit Frings verwechseln.

 

Dieser Minkoff ist da, wo viele sein möchten, im Fernsehen. Als einer der beliebtesten deutschen TV-Moderatoren führt er ein Leben an der Oberfläche, am Licht. Er hat das sprichwörtliche Alles, doch er kann nicht mehr auf die Straße gehen, ohne sofort von Fans und Fotografen ins Visier genommen zu werden. Fehlende Privatsphäre, Quotendruck, Marketing setzen ihm zu, er schmeißt hin. Sofort ist ihm die Presse auf den Fersen, Minkoff flieht, verschwindet. Er beginnt ein neues Leben jenseits jeder Öffentlichkeit. Doch der junge Journalist im Haus gegenüber wittert eine lukrative Geschichte…

 

Es wird ganz konkret, von hinter den Kulissen: Was tut ein Moderator, wenn er dringend auf die Toilette muß? Aber noch wichtiger: Kann man sich als prominenter Mensch zurückziehen? Kann, darf man fliehen, verschwinden? Diese Frage exerziert Frings komplett durch. Es ist ein Tanz mit existentiellen Fragen bis hin zu: Was ist das Glück? Viele Bücher sind Fluchten, dies ist mittendrin. Frings wartet mit Überraschungen auf, er zerschlägt die vermeintliche Realität mit lustvollem Humor und sezierender Ironie. Und setzt sie wieder neu zusammen. „Und es ist alles wahr“! Wenn man von Matthias Frings hört, lernt man immer etwas

 

MATTHIAS FRINGS, Vater der Kultsendung LIEBE SÜNDE, war Schauspieler, Regisseur, Journalist, Reporter und Moderator, schrieb u.a. für TEMPO und den SFB. Er veröffentlichte mehrere erfolgreiche Sachbücher, darunter „LIEBESDINGE Bemerkungen zur Sexualität des Mannes“. 2009 erschien seine vielgerühmte Biographie DER LETZTE KOMMUNIST über Ronald M. Schernikau, „ein brillantes deutsch-deutsches Zeitporträt“ (Die Zeit), nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse. Sein Roman EIN MAKELLOSER ABSTIEG ist gerade im Aufbau verlag erschienen.

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de