Alida-Nadine Lauenstein „Alle Spiele von 9live sind top-transparent“

Alida-Nadine Lauenstein ist eine Fernsehmoderatorin, die bekannt wurde durch ihre Teilnahme an der  Zweiten Staffel Big Brother.

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Alle Spiele von 9live sind auf einer Skala von 1-10 eine 10..also top-transparent! Wir erklären ständig die Mitmachregeln, die Spielregeln und ich glaube, es gibt keinen Zuschauer, der unsere Spiele nicht versteht.

Foto: Alida-Nadine Lauenstein

Wenn Du diese Hüftverletzung nicht gehabt hättest, würden wir Dich jetzt vermutlich nicht kennen oder kennen als Sportlerin? Hat das lange gedauert bis Du dich damit abfinden konntest oder war das nicht „der“ große Traum?

Judo war neben einigen Sportarten, die ich in meiner Jugend betrieben hab, meine Lieblingssportart. Da ich aber dies nur als Hobby-Leistungs-Sport betrieben hab, war es nie mein großer Traum, eine erfolgreiche Sportlerin zu werden. Von daher hab ich mir auch nie Gedanken darüber gemacht, was aus mir sonst geworden wäre, wenn meine Hüfte in Ordnung gewesen wäre. Alles wie es ist, ist perfekt 🙂 

Dann hast Du einige Semester Rechtswissenschaften ohne Abschluss studiert, bevor du Komparsen-Rollen beim Fernsehen übernommen hast. Entstand da die Liebe zum Fernsehen oder hattest Du dir vorher schon Gedanken gemacht, dass dort deine berufliche Zukunft liegt?

Ich habe nicht nach meinem Studium Komparsenrollen gemacht, sondern während meiner Studienzeit mir damit mein “Taschengeld” aufgebessert. Ich habe mein Studium für BB unterbrochen und habe es dann nicht wieder aufgenommen, weil mir mein neuer Job viel mehr Spaß gemacht hat und ich ziemlich gute Jobs bekommen habe. Ich war aber noch 2 Jahre an der FU in Berlin eingetragen, bevor ich beschloss, es zu lassen.
Also hat meine Komparsenerfahrung lange vor BB und während meines Rechtswissenschaftsstudiums stattgefunden. 

Was hat Dich dann dazu bewogen bei BigBrother mit zu wirken? Hast Du dies damals schon als Chance gesehen beruflich ins Fernsehen zu kommen, nachdem aus der ersten Staffel einige es geschafft hatten wie etwa Jürgen Milski?

Ich habe mich bei BB aus einer Wette mit meinen Freundinnen heraus beworben. Es ging um einen Kasten Bier, weil sie meinten, ich würde nicht mal die erste Castingrunde überstehen, deswegen würde ich sagen, dass ich kein großer Fan von BB bin. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass Menschen freiwillig sich für einen langen Zeitraum einsperren und 24h um die Uhr filmen lassen. Ich hatte die erste Staffel nicht besonders aufmerksam verfolgt und bin auch nie mit dem Gedanken ins Haus, dass ich gewinnen könnte oder danach Karriere mache. Ich hatte Semesterferien und somit Zeit 😉 und dachte ich schau mal wie weit ich komme und vielleicht bekomm ich danach ein paar Auftritte und Geld, sodass ich mehr fürs Studium hab! Das Casting ging über 3 Monate und währenddessen bin ich natürlich schon ehrgeizig geworden, eine von 12 Personen fürs Haus zu werden.. schließlich hatten sich 70.000 beworben.

 Wie war die Erfahrung BigBrother für Dich damals? Ist man sich da eigentlich bewusst, dass Millionen Menschen Dir bei allem zusehen können was du machst, Essen, duschen etc.? Wie geht man damit um?

Natürlich ist es einem bewusst, dass man in jeder Situation gefilmt wird, aber ganz sicher nicht, wie viele Menschen das schauen. Das kann mich nicht einschätzen. Mit der Zeit, denkt man nicht mehr an die Kameras, man hörte sie zwar, aber sie gehörten eben einfach dazu und wir mussten ja auch Zähne putzen, essen und auch duschen (ich aber nur im Bikini ;-))..das normale Leben halt. Und da ist es einem irgendwann nicht mehr so klar, dass alles aufgenommen wird. Zudem war ich im Nachhinein mehr als überrascht wie gut man alles sehen und vor allem hören konnte. Selbst das leiseste Flüstern. 🙂 Aber man hatte sich ja dafür entschieden und somit konnte man in der Zeit im Haus auch gut damit umgehen. 

Nach BigBrother ging es ja im Prinzip richtig los, Du bist seitdem sehr erfolgreich und hast unglaublich viele Projekte gehabt, war da auch eines dabei von dem Du sagen würdest „Das war nix“?

Ich glaube, es gibt immer Projekte wo man etwas aussetzen könnte, aber ich war wenn dann nur mit meiner Leistung unzufrieden oder kritisch, aber mit nie mit meinen Aufgaben. Ich habe auch immer nur Jobs gemacht, auf die ich Bock hatte und von daher war nichts dabei wo ich sagen könnte, das war nix. 

Ihr polarisierendes Projekt ist die Moderation bei dem Sender 9Live, da gibt es ja total viele Kritiker, wie gehst Du damit um? Hörst Du dir das noch an und versuchst dich damit auseinander zu setzen oder ist das in deinen Augen etwas das eben der Job mit sich bringt?

Ich habe in 10 Jahren 9live so viel gelernt, nicht nur fürs Leben, sondern eben auch für andere Jobs. In dieser Zeit habe ich auch gelernt mit scharfer Kritik umzugehen und nehme nach wie vor sehr gern Kritik an, solange sie konstruktiv ist. Die Person, die was auszusetzen hat, kann das immer sagen,  solange sie sich damit ernsthaft befasst hat und nicht nur sagt, Du zockst Leute ab und das was Du machst..ist doof. Das ist mir zu platt. Aber ich bin sehr tolerant 😉 

Auf einer Skala von 1 bis 10, wie transparent  sind die Spiele bei 9Live?

Alle Spiele von 9live sind auf einer Skala von 1-10 eine 10..also top-transparent! Wir erklären ständig die Mitmachregeln, die Spielregeln und ich glaube, es gibt keinen Zuschauer, der unsere Spiele nicht versteht. Es gibt schwierige und leichte Spiele, aber alle sind lösbar und wir weisen sogar darauf hin, dass bitte jeder Zuschauer sein Anrufverhalten sorgfältig betrachtet. Wer genau zusieht und zuhört, also sich mit 9live mal beschäftigt hat, der wird nichts anderes feststellen. 😉 

Du bist ja auch immer bei vielen Promi-Events von Stefan Raab dabei, kürzlich bei der WOK-WM, Glückwunsch zum 3. Platz mit Deinem Team, kann man eigentlich noch präsenter sein im Fernsehen als durch diese Raab-Events in unserer Zeit?

Ich weiß nicht, ob man noch präsenter sein kann, als bei einem Stefan Raab Event teilzunehmen, aber ich denke schon. Und trotzdem muss man sagen, dass sind schon wahnsinnig Große und tolle Events an denen jeder gern teilnimmt, aber nicht jeder darf. Ich hatte jetzt mal 2 Jahre ausgesetzt, weil ich mich in der Vergangenheit doch oft verletzt hatte, aber diese Dinge machen einfach zu viel Spaß und wenn sie dann wie bei der WokWM mit Platz 3 belohnt werden, dann umso mehr!! Als Frau darf hat man aber eher ne Chance dabei zu sein, denn es gibt nicht so viele, die das wollen und vielleicht sogar Angst haben. 

Aktuell moderierst du bei 9Live und diverse Quizbreaks bei SAT.1 was ist noch geplant für die Zukunft, gibt es da schon neue Ideen?

Es gibt viele neue Projekte, aber ich darf noch nicht drüber reden. Dieser Satz klingt immer blöd, aber es ist so..über ungelegte Eier wird nicht gesprochen! Aber man wird dieses Jahr noch Einiges von mir hören. 😉 

Möchtest Du an dieser Stelle dem Leser etwas Direktes mitteilen?

Et kütt wie et kütt!!! 

Mit wem würdest Du nicht in der Sauna sitzen wollen?

Ach ja..und ich würde nicht mit Robbie Williams in der Sauna sitzen wollen. Das wäre mir einfach zu Heiß! 🙂

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de