Motsi Mabuse „Ich war 18, als ich aus Südafrika nach Deutschland kam“

Motsi Mabuse ist eine südafrikanische Tanztrainerin , Tänzerin und Wertungsrichterin für Standard und Latein.

Unterstütze diesen Interviewpartner:
Klicke auf den Artikel und besuche die Links

Die Menschen sollten mehr tanzen, denn Tanzen ist Sport, den man aber nicht so sehr als sportliche Betätigung wahrnimmt. Und es bringt Glücksgefühle.


Foto: Motsi Mabuse

Als Elf-Jährige fingen Sie an Tanzunterricht zu bekommen, können Sie sich an den Punkt erinnern an denen Ihnen klar war „Ich will Tänzerin werden“

Ich habe schon seit ich denken kann immer getanzt, noch lange bevor ich Unterricht genommen habe. Der Unterricht war nur dafür da, mir zu zeigen, wie ich besser tanzen kann. 

Sie begannen ein Jura-Studium um die Anwaltskanzlei ihres Vaters zu übernehmen, haben das aber abgebrochen, wie hat das Ihre Familie aufgenommen?

Am Anfang war mein Vater nicht sehr glücklich, aber dann haben meine Eltern meine Entscheidung akzeptiert. Allerdings hatten sie keine Wahl, denn ich wollte unbedingt tanzen. 

Der nächste bedeutende Schritt war wohl der Umzug in ein neues Leben nach Deutschland, was hat Sich für Sie verändert?

Alles hat sich verändert. Ich war 18, als ich aus Südafrika nach Deutschland kam. In Deutschland auf einmal ohne meine Familie. Ich war in einem neuen Land, in einer neuen Kultur, mit einer anderen Sprache und anderen Menschen. 

Seit 2007 sind Sie auch der breiten Masse bekannt durch Ihren ersten Auftritt bei Let´s Dance, wie kamen Sie denn zu der Teilnahme an dieser Sendung?

Der Kontakt entstand durch Joachim Llambi, dessen Tochter ich damals unterrichtet habe. Wir haben ein Casting gemacht und dann war ich dabei. 

Ist es eigentlich sehr schwer mit fremden Menschen zu tanzen wenn man sonst einen Partner gewohnt ist?

Ich tanze sehr selten mit fremden Menschen. Aber ich denke, das wäre sehr gewöhnungsbedürftig. 

Foto: Motsi Mabuse

Wer hat besser getanzt, Rolf Scheider oder Guildo Horn?

Guildo war musikalischer. Deshalb fiel es ihm leichter, den Rhythmus des Tanzes umzusetzen. Rolf war dafür stark im Ausdruck. 

Aktuell sind Sie als Jury-Mitglied bei Let´s Dance zu sehen, was sind Ihre nächsten Projekte, wo werden wir Sie wieder tanzen sehen können?

Mit meinem neuen Tanzpartner Evgenij Vosnyuk tanze ich im Mai in Blackpool mein erstes internationales Turnier nach fast einem Jahr Pause.  Außerdem werde ich in verschiedenen TV-Formaten zu sehen sein, die gerade in Arbeit sind. 

Möchten Sie an dieser Stelle dem Leser etwas Spezielles mitteilen?

Die Menschen sollten mehr tanzen, denn Tanzen ist Sport, den man aber nicht so sehr als sportliche Betätigung wahrnimmt. Und es bringt Glücksgefühle. 

Mit wem würden Sie nicht in der Sauna sitzen wollen?

Mit meinen drei aktuellen Jurykollegen. 😉 

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de