Kena Amoa „Am liebsten Johnny Depp schräge Geschichten entlocken“

Kena Amoa ist ein deutscher Fernsehmoderator, Reporter und Redakteur .

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Ich bin mit Deutsch und Englisch aufgewachsen. Dazu konnte ich im Alter von 5-9 Jahren auch noch die Ghanaische Twisprache.

Foto: Kena Amoa

Sie haben eine Deutsche Mutter, lebten aber bis Sie 10 waren in Ghana, sind Sie mehrsprachig aufgewachsen oder mussten Sie deutsch dann hier neu lernen?

Ich bin mit Deutsch und Englisch aufgewachsen. Dazu konnte ich im Alter von 5-9 Jahren auch noch die Ghanaische Twisprache. Zu meinem großen Bedauern habe ich diese Sprache aber wieder vergessen, als ich ab meinem 9 Lebensjahr dann in Deutschland zur Schule ging. Ein paar Schimpfwörter kann ich aber noch 😉 

Sie haben Medienpädagogik studiert, war also schon relativ früh klar, dass Sie in der Branche arbeiten wollen? Und wie entstand der Berufswunsch?

In den frühen 90ern war ich mal eine Art „Popstar“. Mit der Band Chess hatten wir einen Charterfolg und tourten promo-mäßig durch verschiedene TV und Radioshows. Mir war ziemlich schnell klar, dass das Musikgeschäft nichts für mich ist. Ich fand die Arbeit in muffigen Aufnahmestudios unendlich langweilig. Absolut spannend fand ich dagegen den Job der Radio und Fernsehmoderatoren die mir auf der Promotour so begegneten. So reifte mein Berufswunsch. 

Nach vielen Projekten wechselten Sie schließlich zu RTL, welches dieser Projekte ist Ihnen in bester Erinnerung, was hat am meisten Spaß gemacht?

Ich fühlte mich immer da am wohlsten, wo es am meisten zu lachen gab. Deswegen habe ich mich auch relativ schnell in die RTL-Exclusiv Redaktion verliebt – und bin hier schon seit fast 10 Jahren. In guter Erinnerung ist mir da bis heute auch meine Zeit bei dem Radiosender Einslive. Da gab es mal die Sendung „Hin und weg“ bei der sich Leute per Radio zum Partymachen verabreden konnten. Die habe ich mit großem Spaß moderiert. Das lief auch kurz als Fernsehformat.

Gibt es Projekte von denen Sie selber denken „Mensch, die hätte ich mal nicht machen sollen“?

Girlscamp!!!!!! 

Foto: Kena Amoa

Sie gehören zum Moderatoren-Team von Exclusiv – Das Starmagazin, was glauben Sie warum sich Menschen so sehr für die privaten Umstände eines Menschen interessieren der sie mit seinem Beruf begeistert?

Wir alle interessieren uns naturgemäß dafür wie andere mit den Hochs und Tiefs des Lebens zurechtkommen. Und bei Menschen mit Vorbildfunktion die wir bewundern umso mehr. Wir wollen einfach wissen wie dieser Sänger oder diese Schauspielerin mit Liebeskummer, zuviel Gewicht oder ner Finanzpleite umgehen. 

Wenn Sie einen Prominenten Ihrer Wahl jetzt treffen können wer würde das sein und warum?

Johnny Depp, weil ich glaube, dass ich ihm unglaublich viele spannende und schräge Geschichten entlocken könnte! 

Wie sieht die Arbeit als Redakteur hinter den Kulissen von Exclusiv eigentlich genau aus?

Um 10 Uhr machen wir eine Konferenz und legen die Themen der Sendung fest. Danach wird viel telefoniert und/oder man fährt auf einen Dreh. Wer einen Film macht sollte spätestens um 17 Uhr in den Schnitt, damit der dann um 18:30 auch gesendet werden kann. 

Ich bin ja ein sehr sanfter Mensch und scheue mich immer irgendetwas Schlechtes von jemanden zu berichten den ich zb. Befrage, wie ist das bei Ihnen… das Magazin ist ja durchaus dafür bekannt auch das schlechte der „Hollywood“ Promis zu zeigen, hat man da keine Schwierigkeiten? Denkt man sich da nicht „Der arme, den hau ich jetzt vor Millionen Menschen in die Pfanne“?

Nö, die Kunst besteht doch darin alles so offen und auch ehrlich zu schreiben, dass man demjenigen jeder Zeit wieder unter die Augen treten kann. Mir ist das jedenfalls ( bis auf ganz wenige Ausnahmen ) immer gelungen! Und zuviel Beweihräucherung langweilt die Zuschauer. 

Gibt es etwas das sie dem Leser an dieser Stelle gerne sagen würden?

Ähm – zum „Strandphilosophieren“ empfehle ich diesen Sommer „Jetzt!“ von Eckhart Tolle – sehr erleuchtend! 

Mit wem würden Sie nicht in der Sauna sitzen wollen?

Mit Muammar al-Gaddafi !

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de