Christian Schiester – Wahnsinn Wüste | Buch Review

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Sich die Welt erlaufen

„Wahnsinn Wüste“
Sich die Welt erlaufen…

 

Österreichs bekanntester und erfolgreichster Extrem-Marathonläufer Christian Schiester bestritt zwischen März 2009 und Juli 2010 die Extremmarathonserie „4deserts“, insgesamt 1.000 Kilometer durch vier Wüsten dieser Welt: Die Atacama in Chile, die ägyptische Sahara, das Outback in Australien und die Wüste Gobi in China – jeweils 250 km pro Woche, geschlafen wird in Zelten oder unter freiem Himmel bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, tagsüber steigt die Quecksilbersäule auf über 50 Grad.

 

Das ist der „Wahnsinn Wüste“, den Christian Schiester auf sich nimmt: Eine ständige Gratwanderung am Extrem, unter extremen klimatischen Bedingungen und bei extremer körperlicher Belastung. Der 43-jährige Steirer gewährt in diesem Buch tiefe Einblicke in seine physischen wie psychischen Extremzustände und beschreibt detailliert und mit prächtigen Fotos die brutalen Umstände dieser vier Wüstenrennen. Ein Buch wie eine Abenteuerreise!

 

Aber „Wahnsinn Wüste“ ist aber viel mehr als ein reines Sportbuch. Es zeigt auch, was möglich ist, wenn man sich erst auf den „Wahnsinn“ Extremmarathonlauf eingelassen hat: Als 21-jähriger wog Christian Schiester noch über 100 kg und rauchte 40 Zigaretten pro Tag. Wie seine 2009 erschienene Biografie „Lauf ins Leben“ motiviert auch „Wahnsinn Wüste“ den Leser dazu, neue Wege einzuschlagen und sich auf neue Herausforderungen einzulassen.


Über die Autoren
„Wahnsinn Wüste“ ist das zweite Buch des steirischen Extrem-Marathonläufers Christian Schiester. Wie bei seinem höchst erfolgreichen biografischen Erstling „Lauf ins Leben“, der insgesamt 8.000 Mal über die Ladentische ging, wurde auch „Wahnsinn Wüste“ vom langjährigen Sportjournalisten und Autor Thorsten Medwedeff aufgezeichnet, der Christian Schiester zu vielen seiner Rennen begleitet hat.

Christian Schiester (43) bestritt im April 2003 seinen ersten Extrem-Marathonlauf. Beim Marathon des Sables in der marokkanischen Sahara belegte er Rang zwölf. Es folgten der Sieg beim Himalaya Stage Race in Indien (2004), Platz drei beim Jungle Marathon im brasilianischen Amazonas-Gebiet (2006) und der Sieg beim Antarktis Race 2007. Christian Schiester ist Vater von zwei Söhnen und lebt mit seiner Lebenspartnerin in Mautern bei Leoben in der Steiermark.

Thorsten Medwedeff (42) ist langjähriger Sportjournalist und Experte für Web-Content, der für die Austria Presse Agentur (APA) und für die „Sportwoche“ u.a. auch von den Olympischen Spielen 2000 in Sydney bzw. in Turin 2006 und von zahlreichen Grand-Slam-Turnieren berichtete. 2010 erscheint von ihm zudem ein weiteres Buch im egoth-Verlag: „Six Pack. Die besten Tennisspieler der Welt.“

 

Fazit:

Ein sehr tolles Buch mit vielen Abbildungen, die Lust machen einfach mal loszulaufen. Ich selbst muss ehrlich sagen hatte nach dem lesen eine solche extreme Lust zu laufen, dass ich es einfach tat. Seitdem jogge ich Regelmäßig. Natürlich ist das Buch wie immer bei guten Büchern viel zu kurz aber die Message kommt an. Ich kann es wirklich nur jedem empfehlen.

© Daniel Pietrzik | nachgebloggt.de